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Gesetzliche Rente mit 70 wird immer wahrscheinlicher

30. Juli 2012

30.07.2012 – Die Rente mit 67 ist nicht das Ende, da sind sich nahezu alle Experten einig. Eine der Gründe ist, dass die statistische Lebenserwartung in Deutschland steigt und steigt. Somit wird künftig ein Renteneintrittsalter von 70 immer wahrscheinlicher. Aber auch Lohndumping wirkt sich negativ auf die Alterbezüge aus.

Rente mit 67 beschlossen

Ab Jahrgang 1947 müssen sich die Bürger bereits jetzt auf einen späteren Rentenbeginn einstellen. Für jeden Jahrgang bis 1964 wird die Altersrente je um einen Monat angehoben. Danach gilt für alle Jahrgänge die Rente mit 67. In Kraft getreten ist die Rente mit 67 im Januar 2012. Aber selbst das scheint nicht das Ende vom Lied zu sein. Experten gehen bereits zum heutigen Tage davon aus, dass künftig eine Rente mit 70 beschlossen werden wird und vor allem muss.

Längere Lebenserwartung der Deutschen

Das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB) hat ermittelt, dass auch die Rente mit 67 kaum der steigenden Lebenserwartung gerecht werden kann. Die einzig logische Konsequenz scheint daher nur eine weitere Anhebung des gesetzlichen Renteneintrittsalters. Wer nun mit 65 oder 67 in den Ruhestand geht, erhält zeitlebens die gesetzliche Rentenversicherung ausgezahlt. Dies werden die nachkommenden Generationen alleine finanziell nicht mehr ausgleichen können, so lautet die einheitliche Prognose.

Umsetzung der Rente mit 70 spätestens in 2030

Die gesetzliche Anhebung der Rentenversicherung mit 67 Jahren wird im Jahr 2030 vollständig umgesetzt werden. Nicht erst in diesem Jahr wird wieder einmal die Frage aufkommen, ob die jüngeren Generationen den Bedarf noch decken können. Bereits jetzt gibt es politische Diskussionen, ob eine Rente mit 69 sinnvoll scheint. 18 Jahre lang wird die ab Januar 2012 durchgeführte Anhebung Wirkung zeigen. Danach ist Schluss, so glaubt man den Experten. Daher ist eine erneute Anhebung unausweichlich.

Statistische Werte

Der Jahrgang von 1946 wird im Schnitt etwa 18,8 Jahre die gesetzliche Rentenversicherung in Anspruch nehmen. Dies gilt zumindest für die Herren. Frauen erhalten in Schnitt etwa 22,2 Jahre länger die gesetzliche Rentenversicherung. Dies sind 3,4 Jahre längere Bezüge. Die aktuelle Anhebung der gesetzlichen Rentenversicherung verkürzt die Bezugsdauer zwischenzeitlich um 3 Monate. Demnach bedeutet die für die Männer einen Rentenbezug für 18,5 Jahre und für Frauen von etwa 21,9 Jahre im Rentenalter.

Ab Jahrgang 1964

Die Rentenzeit ab Jahrgang 1964 wird wesentlich länger sein. So zumindest geht es aus den Berechnungen der BiB hervor. Ein Vergleich mit dem Geburtsjahrgang 1910 zeigt den Unterschied: Erhalten Männer mit diesem Geburtsjahrgang 13,5 Jahre lang eine Rente, so gibt es für Frauen knapp 17,8 Jahre lang Rentenzahlungen.

Wo ist die Arbeit für jüngere Generation

Unabhängig der statistischen Werte steht und fällt der Erfolg jedoch immer mit der Arbeitslosigkeit. Es nützt nicht all zu viel, wenn die deutschen Bürger immer länger arbeiten, wenn für die jungen Leute keine Arbeitsplätze mehr vorhanden sind. So ergibt sich unweigerlich eine große Lücke. Je länger die Menschen gezwungen sind zu arbeiten, desto geringer ist die Chance für junge Menschen auf einen gut bezahlten Job. Um die Rente nicht zu gefährden bedarf es einer strukturierten Umwandlung der Situation am Arbeitsmarkt.

Lohndumping als erhöhtes Risiko

Auch die sinkenden Reallöhne bewirken ein zunehmendes Ungleichgewicht. Viele Menschen erhalten von Beginn an keine Chance auf eine gute Rente, da es das Einkommen einfach nicht hergibt. Die einzige Chance liegt für Geringverdiener in diesem Fall nur bei der Riester Rente. Denn, wer wenig verdient, hat geringere Beiträge für die Riester Rente zu zahlen. Trotz dessen erhalten die Anleger die maximale Förderung vom Staat.

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Posted in: Allgemein, Blog, Rente mit 67, Rente mit 70

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