Riester Rente
"Inzwischen "riestern" 15,7 Millionen Menschen in Deutschland. ... Private Altersvorsorge ist wichtig und hilft, den gewohnten Lebensstandard im Alter zu sichern."

Bundesregierung, 2013

Kritik an Rentenreformplänen

25. März 2012

Mittlerweile wird an den von Ursula von der Leyen vorangetriebenen Reformplänen zur Rente Kritik laut. Vor allem seitens des Vorsitzenden des Sachverständigenrates, Wolfgang Franz, wird heftig in Bezug auf die so genannte Zuschussrente Kritik geübt. Er halte sie daher für problematisch, weil es sich hierbei um versicherungsfremde Leistung handle. Sie sei daher aus den staatlichen Steuermitteln nicht zu bezahlen. Eine bessere Alternative sei es, wenn die aus staatlichen Beiträgen zur gesetzlichen Rentenversicherung finanziert würde, so Franz weiter.

Anhebung er Rente auf 850,00 Euro

Künftig plant Ursula von der Leyen, dass unter bestimmten Voraussetzungen die Rente auf bis zu 850,00 Euro angehoben werden kann. Die ist vor allem für Arbeitnehmer mit einem geringen Verdienst von immensem Interesse. Es soll somit der Altersarmut vorgebeugt werden. Dies ist zumindest die Hoffnung hinter den Reformplänen zur Rente. Der Vorsitzende des Sachverständigenrates sieht dies allerdings anders. Mit diesem Modell wird seiner Meinung nach die gefürchtete Altersarmut nicht zu bekämpfen sein. Die zukünftige Zahl der Bedürftigen würde sich demnach nicht dadurch ändern, ob es sich um eine Zuschussrente oder eine Grundsicherungszahlung handelt. Hierbei ändert sich lediglich der Begriff, so der Wirtschaftsweise. In beiden Fällen handelt es sich um eine staatliche Aufstockung.

Nächste Generation hat zu zahlen

Franz befürchtet, dass die künftigen Generationen für diese so genannte Zuschussrente auf zu kommen haben. Sie würden demzufolge für die Finanzierung bürgen. Es gilt seiner Meinung nach in Bildung zu investieren. Dies würde besser vor der Armut im hohen Alter schützen, so der Wirtschaftsweise weiter in einem Interview mit dem „Spiegel“. Auch solle die Riester Rente in einigen Bereichen gestärkt werden. Hier gibt es noch Bedarf. Die geplante Versicherungspflicht für vor allem Selbstständige wird allerdings von Franz begrüßt. Diese Pflicht sei neben der Verbesserung bzw. der Reform der Riester Rente ein wichtiger Schritt. Etwa 75 Prozent der Selbstständigen seien nicht entsprechend für das alter abgesichert. Hier bestehe in jedem Fall Nachholbedarf. Diejenigen, die nicht privat vorsorgen seien in der Tat von Altersarmut bedroht.

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