Rentenlücken zwischen Mann und Frau, Riester Rente vor allem für die Hausfrau
04.05.2012
Frauen weisen eine zum Teil sehr geringe gesetzliche Rente auf. Gründe hierfür gibt es viele. Mütter legen Erziehungspausen ein und üben häufig Teilzeitarbeit aus, um für die Kinder Zeit zu haben. Selbstverständlich leidet darunter die gesetzliche Rentenversicherung. Der Rentenversicherung Bund rät der Frau und speziell der Hausfrau daher eigenständig privat vorzusorgen. Die Statistik der Riester Rente verdeutlicht, dass vor allem Frauen zögerlich beim Abschluss sind. Dabei haben gerade sie immense Vorteile durch die geschlechtsneutralen Tarife, da sie statistisch gesehen älter werden als Männer.
Armutsgefährdung der Frau
Aktuell sind 2,7% der älteren Generation vor Altersarmut gefährdet. Erwerbsfähige Frauen sind mittlerweile bereits mit knapp 10% gefährdet. Die Tendenz ist weiter steigend. Die aktuelle Situation verdeutlicht, dass die Notwendigkeit privat vorzusorgen in jedem Fall gegeben ist. Jüngst bekannt gewordene Zahlen zeigen, dass Deutschland nur knapp unter dem Durchschnitt der Europäischen Union liegt. Das heißt, dass jeder über eine Zusatzversicherung nachdenken sollte.
Gesetzliche Rentenversicherung: klaffende Lücken zwischen den Geschlechtern
Rentnerinnen haben im Durchschnitt eine 60 Prozent geringere gesetzliche Rentenversicherung als die Herren der Schöpfung. Bezug genommen wird hierbei auf die eigenständig erbrachte gesetzliche Rentenversicherung. Der Grund ist in aller Regel, dass Frauen niedrigere Ansprüche in betrieblicher und privater Vorsorge aufweisen können als Männer. Dabei können sie von der Riester Rente länger profitieren, da sie älter werden. Betrachtet man die statistische Lebenserwartung, so können vor allem sie von einer längeren Zusatzrente profitieren.
Riester Rente für die Hausfrau
Eine Hausfrau ohne eigenes Einkommen kann die Riester Rente für bereits fünf Euro im Monat erhalten und dabei die volle Höhe der staatlichen Zulage in Anspruch nehmen. Sollte der Ehepartner direkt zulagenberechtigt sein, so erhält die Ehefrau in diesem Fall eine indirekte Zulagenberechtigung. Dadurch hat die Hausfrau Anspruch auf die jährliche Grundzulage von 154 Euro, auf die garantierte Mindestrendite von 1,75% sowie der Riester Rente Kinderzulage von bis zu 300 Euro. Die steuerlichen Vorteile, die mit dieser Altersvorsorge verbunden sind, spielen hingegen keine Rolle für die Hausfrau. Die Hausfrau hat hierbei lediglich 60 Euro im Jahr als Beitragszahlung vorzunehmen.
Beispielrechnung für die Zulagen einer Hausfrau
Eine Hausfrau hat lediglich den so genannten Sockelbetrag von 60 Euro im Jahr als jährliche Beitragszahlung zu entrichten. Gehen wir davon aus, dass sie zwei Kinder hat. Ein Kind wurde hierbei vor dem Jahr 2008 geboren und das andere danach. Für das vor 2008 geborene Kind erhält die Hausfrau, Mutter und Ehepartnerin 185 Kindergeldzulage und für das später geborene Kind sogar 300 Euro. Hinzu kommt die Grundzulage von 154 Euro. Das ergibt eine jährliche direkte Zulage in Höhe von 639 Euro.
Zusammenfassung
Die Zahlen verdeutlichen, dass sich die Frauen in Sachen Finanzen nicht auf die Partner verlassen sollten, um im Alter nicht in finanzielle Abhängigkeit geraten zu müssen. Vor allem eine Hausfrau kann mit der Riester Rente sehr hohe staatliche Zuschüsse erhalten. Die Riester Rente ist bislang die einzige Versicherung, die geschlechtsunabhängige Tarife aufweist. Daher können hier vor allem Frauen von ihr profitieren. Und das ohne hohe Beiträge zu zahlen. Wie die Hausfrau, Mutter und Ehefrau für das Alter vorsorgen kann, erfahren Sie unter riesterrente-heute.de.
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