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Fragen unserer Besucher (Teil1)

Immer wieder erreichen uns interessante Fragen unserer Besucher. Nun haben wir uns dazu entschieden, einige dieser Fragen und natürlich unsere Antworten darauf zu veröffentlichen. Herr S. hat uns am 18. Juli 2013 folgende Fragen gestellt:

Die Fragen:

„Mich beschäftigen Fragen zu zwei Beispielfällen und ich würde mich über eine Antwort Ihrerseits freuen.

Beispiel 1:

Ein Ehepaar. Zwei Kinder nach 2008 geboren. Beide Eheleute haben jeweils einen Förderrentenvertrag gemäß AVmG. Die Ehefrau ist pflichtversichertes Mitglied in der GRV und leistet den Mindesteigenanteil. Der Ehegatte ist selbständig und nur mittelbar förderfähig. Die Mindestsummen sind hinlänglich bekannt, meine Frage ist:

(1) Welchen Höchstbeitrag kann der Mann als abzugsfähige Sonderausgaben bei seiner Steuererklärung ansetzen?

(2) Könnten beide Eheleute jeweils 2100 EUR (abzüglich der Zulagen) ansetzen?

Beispiel 2:

Ein Ehepaar. Beide haben einen Förderrentenvertrag gemäß AVmG. Zwei Kinder, beide vor 2008 geboren. Er ist Arbeitnehmer, pflichtversichert und hat im letzten Jahr brutto 60.000 EUR verdient. Die Ehefrau ist Hausfrau und mittelbar förderfähig. Meine Frage:

(1) Kann die Frau die Kinderzulagen (370,-) auf Ihren Vertrag legen?
(2) Wieviel müsste der Ehegatte und Sie, einzeln betrachtet, tatsächlich zahlen, um die volle Zulage zu beantragen?“

Die Antworten:

Beispiel 1:

(1)

Der mittelbar berechtigte Ehemann kann keine Beiträge als Sonderausgaben ansetzen. Ohne hin ist dies unerheblich, da die absetzbaren Sonderausgaben meist schon durch andere Versicherungen ausgeschöpft werden.

(2)

Für den eigenen Vertrag kann die Frau 2.100 Euro und zusätzlich 60 Euro für den Vertrag des Mannes bei der Steuererklärung geltend machen.

Beispiel 2:

(1)

Ja, die Frau kann die Kinderzulage auf ihr Konto legen, da sie üblicherweise auch das gesetzliche Kindergeld zugesprochen bekommt. Sollten die Zulagen jedoch auf das Konto des Vaters gutgeschrieben werden, so bedarf es einer Einverständniserklärung beider Elternteile.

(2)

Die mittelbar begünstigte Ehefrau zahlt einen Mindesteigenbeitrag, der seit 2012 auf 60 Euro im Jahr festgesetzt worden ist.

Der Ehegatte zahlt einen Beitrag in Höhe von 1.722 Euro im Jahr, um die Höchstförderung zu erhalten. Es werden vier Prozent des Bruttoeinkommens abzüglich der Zulagen (Grund- und Kinderzulage) bei der Berechnung angesetzt.

Weitere Fragen

Wir hoffen natürlich, dass wir alle Fragen ausreichend beantworten konnten und freuen uns jederzeit auf neue Fragen.