Riester Rente

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Riester-Sparer: Kein Problem mit Niedrigzinsen?

Riester-Sparer: Kein Problem mit Niedrigzinsen?Niedrige Zinsen sind keine Gefahr für die Altersvorsorge – das zumindest behauptet der Erfinder der Riester Rente, der frühere Arbeitsminister Walter Riester in einem kürzlich veröffentlichten Interview. Sie wurde geschaffen, um das sinkende Niveau der gesetzlichen Rentenversicherung schrittweise auszugleichen. Als ergänzende Rente soll sie bis heute genau diese Funktion erfüllen, so der frühere Politiker. Es dürfte interessant sein zu beobachten, ob und wie sich die geförderte Altersvorsorge in den kommenden Monaten entwickelt und wie die Politik die neuen Impulse aufnimmt, die von ihrem Namensgeber nun öffentlich gesetzt werden.

Nicht nur die Demografie als Problem

Offenbar gibt es neben dem bekannten demografischen Problem, dass immer weniger Beitragszahler immer mehr Renten zahlen müssen, noch einen weiteren Einfluss auf das Rentenniveau. Dieser wird gerne vernachlässigt. Vor wenigen Jahren haben die meisten Menschen Vollzeit gearbeitet (Riester Rente für Angestellte). Heute sind fast 40 Prozent in einem Teilzeitberuf tätig. Damit werden aber auch weniger Rentenbeiträge eingezahlt, und Teilzeitmitarbeiter bekommen auch geringere Leistungen. In zehn bis 15 Jahren dürfte sich das Rentensystem auf eine Art ändern, die nicht mehr durch die Riester-Rente ausgeglichen werden kann. Wer aber heute schon als Ergänzung und mit staatlicher Förderung spart, hat später einfach mehr Geld zum Ausgeben als jemand, der sich nur auf staatliche Rente verlässt. Dieser Trend ist eben auch durch die zunehmende Zahl der Teilzeitarbeiter begründet.

Beitragsgarantien sind sicher und nicht teuer

Durch die Beitragsgarantie soll die Riester-Rente teuer werden. Bei kürzeren Laufzeiten soll sie sich gar nicht mehr rentieren. Das zumindest sind die wichtigsten Vorwürfe, die man im Zusammenhang mit dem geförderten Produkt oft hört (Riester Rente Nachteile). Der Politiker war im Gespräch dagegen der Ansicht, dass die Diskussion in die falsche Richtung führt. Es ist nur eine Garantie auf die eingezahlten Beiträge mit der Förderung vorgesehen. Eine Renditegarantie gibt es nicht. Deshalb ist der Ansatz verkehrt, die Versicherung als Renditeversicherung zu verkaufen. Es geht vielmehr darum, bis zum Lebensende eine ergänzende Rente zu erhalten. Nicht mehr, aber auch nicht weniger ist das Ziel der Riester-Rente. Dieses Ziel wird nach Ansicht von Walter Riester oft nicht richtig erkannt und dargestellt. Und auch das Argument der komplizierten Vertragsgestaltung lässt er nicht gelten. Ob ein risikoreiches Produkt in Frage kommt für den Sparer, hängt letztlich von seiner Einstellung und von seinem Alter ab. Insofern könnte es schwierig sein, das Produkt zu vereinfachen, weil es dann einfach nicht mehr zu den Wünschen des Versicherten passt.

Geringe Zinsen sind ungefährlich

Sehr interessant ist sicher die Ausführung der Bedeutung der Niedrigzinsen. Sie belasten den Anleger und vor allem den Anleger, der kurz- bis mittelfristig sparen will, um danach sein Geld auszugeben. Die geringste Belastung entsteht für denjenigen, der langfristig sparen will und in diesem Zeitraum eine Phase der Hoch- und der Niedrigzinsen mitmacht. Deshalb sind Altersvorsorgesparer noch recht wenig betroffen von den sinkenden Zinsen, obwohl bei dieser Gruppe die meisten Diskussionen aufkommen. Dieser Ansatz ist durchaus interessant und nicht von der Hand zu weisen, denn selbst klassische Fonds erzielen die beste Rendite (Riester Rente Fondssparplan), wenn sie aus langfristigen ratierlichen Zahlungen bestehen und dadurch Hoch- und Niedrigzinsphasen durchlaufen.

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