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Wohn-Riester 2018: Das hat sich verändert.

Wohn-Riester in 2018 das hat sich verändertDrei von vier Neukunden entscheiden sich beim Riester für den Wohn-Riester.

Die staatliche Grundzulage wurde zum 1. Januar 2018 auf 175 Euro angehoben. Von der Erhöhung profitieren sowohl Neukunden als auch Sparer, die bereits einen Wohn-Riester Vertrag abgeschlossen haben. Die erhöhte Grundzulage stellt einen weiteren Anreiz für den ohnehin beliebten Wohn-Riester dar.

Darum ist der Wohn-Riester so beliebt

Der Wohn-Riester kann im Gegensatz zu anderen staatlich geförderten Altersvorsorgeprodukten bereits während des Berufslebens genutzt werden. Denn die Anleger sparen nicht direkt für eine Rente, sondern für mietfreies Wohnen im Alter. Dabei kann der Wohn-Riester sowohl für den Kauf oder Bau einer Immobile verwendet werden, als auch für einen barrierereduzierenden Umbau.

Schneller schuldenfrei

Bereits während der Ansparphase kann unter Einhaltung bestimmter Bedingungen Geld aus dem Vertrag entnommen werden, um vorzeitig zu entschulden. Dank der staatlichen Zulagen werden die Gesamtkosten der Finanzierung zum Teil um mehrere Tausend Euro gesenkt. Damit sparen die Anleger Geld und sind schneller schuldenfrei.

10 Jahre Wohn-Riester: Das hat sich verändert

Bis Ende 2007 konnten Riester-Sparer nur zwischen Fondssparplänen, Banksparplänen und zwischen klassischen oder fondsgebundenen Rentenversicherungen wählen. 2008 kam der Wohn-Riester als fünfte mögliche Vertragsart dazu. Der Wohn-Riester, auch Eigenheimrente genannt, kann in Form von Darlehensverträgen oder Bausparverträgen abgeschlossen werden. Innerhalb weniger Jahre wurde der Wohn-Riester die beliebteste der fünf möglichen Riester-Verträge.

Ziel des Wohn-Riester

Ziel war und ist die Förderung von selbstgenutzten Wohneigentum. Der Sparer profitiert vom Wohn-Riester, da er mit einem geringeren Kredit auskommt und diesen dank der staatlichen Förderung schneller zurückzahlen kann.

Die Änderungen der Riester-Förderung im Überblick

Jahr Mindesteigenbetrag Sockelbetrag Grundzulage Kinderzulage Berufseinstiegerbonus max. Sonderausgabenabzug
2002 1 Prozent 45/38/30 Euro 38 Euro 46 Euro 525 Euro
2004 2 Prozent 60 Euro 76 Euro 92 Euro 1.050 Euro
2006 3 Prozent 60 Euro 114 Euro 138 Euro 1.575 Euro
2008 4 Prozent 60 Euro 154 Euro 185 /300 Euro 200 Euro 2.100 Euro
2018 4 Prozent 60 Euro 175 Euro 185 /300 Euro 200 Euro 2.100 Euro

Die Riester-Rente und die Entwicklung der staatlichen Förderung

Die Riester-Rente wurde 2002 ins Leben gerufen. Anfangs lag der Mindesteigenbetrag bei nur 1 Prozent des Bruttovorjahreseinkommens. Aber auch die Höhe der Zulagen war sehr viel geringer als heute. 2002 betrug die Grundzulage nur 38 Euro und die Kinderzulage lag bei 46 Euro. Sowohl die Eigenbeträge, als auch die Förderung stiegen in den folgenden Jahren schrittweise an.
Als der Wohn-Riester 2008 eingeführt wurde, gab es die umfangreichsten Änderungen. Anschließend blieben die Rahmenbedingungen für mehrere Jahre unverändert. Erst in diesem Jahr wurde die Grundzulage erneut angehoben. Diesmal jedoch blieb der Mindesteigenbetrag gleich.

Steigende Immobilienpreise: Kann der Wohn-Riester helfen?

Wie die Zahlen zeigen, sind die Immobilienpreise in Deutschland in den letzten Jahren stark angestiegen. Vor allem selbstgenutzte Wohnimmobilien sind den letzten Jahren teurer geworden. Die Quadratmeterpreise für Ein- oder Zweifamilienhäuser der mittleren Preislage sind 2016 im Vergleich zu 2014 um knapp 150 Euro gestiegen. Das heißt, für ein Quadratmeter zahlte man in Deutschland 2016 durchschnittlich 1.545 Euro. Dabei gibt extreme Unterschiede. Wer in München  kaufen möchte zahlt rund 8.500 Euro pro Quadratmeter. In Sachsen-Anhalt sind es zum Teil unter 400 Euro pro Quadratmeter.

Wie kann der Wohn-Riester helfen?

Der Wohn-Riester hat die bereits erwähnten Vorteile. Angesichts steigender Immobilienpreise ist einer der größten Vorteile, dass man sich mit Abschluss eines Wohn-Riester-Vertrages das derzeit günstige Zinsniveau sichert. Der Trend zeigt, dass die Immobilienpreise weiter steigen werden. Denn trotz der steigenden Preise bleibt auch die Nachfrage auf einem hohen Niveau. Gerade Menschen, die wissen, dass sie erst in einigen Jahren kaufen möchten, sollten sich ein günstiges Darlehen sichern.

Wohn-Riester für Eigenheimbesitzer?

Der Wohn-Riester ist allerdings nicht nur für Menschen geeignet, die erst noch vorhaben in die eigenen vier Wände zu ziehen. Auch wer bereits im eigenen Haus oder in seiner Eigentumswohnung wohnt, kann den Wohn-Riester nutzen. Denn der Wohn-Riester kann auch zur Entschuldung und für barrierereduzierende Maßnahmen eingesetzt werden.
Wer ans Alter denkt, sieht sich wohl am liebsten in den eigenen vier Wänden  und nicht im Pflegeheim? Doch Treppen beispielsweise können mit zunehmenden Alter ein unüberwindliches Hindernis darstellen. Für kostenintensive Umbaumaßnahmen kann das angesparte Guthaben und die staatlichen Zulagen  aus dem Wohn-Riester Vertrag genutzt werden.

Umbau mit Wohn-Riester finanzieren: Die Voraussetzungen

Unter bestimmten Voraussetzungen kann der Wohn-Riester für einen altersgerechten Umbau genutzt werden. Ist es baustrukturell möglich, müssen mindestens 50 Prozent des Geldes für Umbauten genutzt werden, die der DIN 18040-2 entsprechen. Sie enthält Vorgaben für barrierefreies Bauen.Der Rest des Geldes ist zwar nicht an die Vorgaben der DIN 18040-2 gebunden, muss jedoch auch für die Beseitigung von Barrieren verwendet werden. Ein Gutachter muss außerdem vor Beginn des Umbaus bestätigen, dass die geplanten Umbaumaßnahmen die Fördervorgaben erfüllen.

Bestehen baustrukturelle Hindernisse, weil es sich beispielsweise um einen denkmalgeschütztes Gebäude handelt, genügt es wenn die die barrierereduzierenden Maßnahmen den technischen Mindestanforderungen entsprechen.

Finanzielle Voraussetzungen

Wer sein Wohn-Riester-Guthaben für barrierereduzierende Umbaumaßnahmen nutzen möchte, muss mindestens 20.000 Euro aus seinem Vertrag entnehmen. Es sei denn der Kauf der Immobilie liegt weniger als drei Jahre zurück, dann beträgt die minimale Entnahmesumme nur 6.000 Euro. Wird der Wohn-Riester für den altersgerechten Umbau genutzt, dürfen allerdings keine weiteren Förderungen, wie Zuschüsse oder Steuerermäßigungen beansprucht werden.

Auch wer altersgerechte Umbaumaßnahmen plant, aber noch keinen Wohn-Riester Vertrag hat, kann den Abschluss nachholen und den Umbau über einen so genannten Vorfinanzierungskredit bezahlen. Auch bei dieser Variante erhält man die Riester-Förderung.

Wohn-Riester 2018: Wer sind die besten Anbieter?

Focus-Money hat Anfang des Jahres das Institut für Vermögensaufbau beauftragt die Wohn-Riester Anbieter zu vergleichen. Nur die drei Bausparkassen Wüstenrot, BHW und Schwäbisch Hall reichten jedoch vollständige Angebote für den vorgegebenen Modellfall ein (Quelle).

Der Modellfall

Bei dem Modellfall handelt es sich um ein Ehepaar mit Kind (2016 geboren). Die Eheleute planen, in zehn Jahren für 350.000 Euro eine Eigentumswohnung zu kaufen. Das zu versteuernde Jahreseinkommen liegt bei 70.000 Euro. Die Ehepartner zahlen monatlich 600 Euro in den Riester-Vertrag ein. Die monatliche Tilgungsrate nach dem Wohnungskauf soll der derzeitigen Miete von 1050 Euro entsprechen.

Das Ergebnis

Platz 1 belegt die Wüstenrot mit ihrem Tarif Wüstenrot Wohn-Riester RD/P Premium 2,00. Sie liegt sowohl bei der Gesamtdauer der Finanzierung ganz vorn, als auch bei den Gesamtkosten. Im Vergleich zur drittplatzierten Bausparkasse Schwäbisch Hall, Tarif FuchsImmo (WL) spart der Musterkunde drei Monate und fast 5.400 Euro.

Auf Platz zwei liegt die BHW Bausparkasse mit ihrem Wohn-Riester FörderBausparen Flex. 

Fazit zum Wohn-Riester

Je schneller der Kredit zurückgezahlt werden kann, desto mehr spart der Kunde. Daher liegt die Wüstenrot mit einer Rückzahldauer von 28 Jahren und 8 Monaten ganz vorn. Die Gesamtkosten sind mehrere Tausend Euro günstiger als bei der Konkurrenz.

Weitere Testergebnisse und alles wichtige rund um die Eigenheimrente finden Sie auf auf der Seite Wohn-Riester.

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