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Lebenserwartung steigt weiter an

Lebenserwartung steigt Riester-RenteAktuelle Zahlen vom Statistischen Bundesamt bescheinigen neugeborenen Kindern, eine um durchschnittlich zwei Monate längere Lebenserwartung als noch vor zwei Jahren. Diese, an sich erfreuliche Nachricht wirft jedoch auch Fragen zur Finanzierbarkeit des Lebensabends auf.
Grund: Wenn die Lebenserwartung steigt, ist damit auch eine längere Rentenbezugsdauer verbunden.

Zahlen des Statistischen Bundesamtes 2018

Das Statistische Bundesamt hat Ende März 2018 in einer Pressemitteilung die aktuellen Zahlen zur Lebenserwartung in Deutschland vorgelegt.

Die Hauptaussage lautet: Die Lebenserwartung steigt weiter an.
Das gilt jedoch nicht nur für neugeborene Jungen und Mädchen, sondern auch für ältere Menschen. So haben Männer, die heute 65 Jahre alt sind, noch knapp 18 Lebensjahre vor sich. 65-jährige Frauen leben durchschnittlich sogar noch 21 Jahre.

Lebenserwartung von Frauen und Männern

Die Lebenserwartung unter Neugeborenen hat sich sowohl für Jungs, als auch für Mädchen um zwei Monate verlängert. Damit werden Mädchen durchschnittlich 83 Jahre alt und Jungs etwas über 78 Jahre. Bei der älteren Generation wird der Abstand der Lebenserwartung sogar größer. So hat sich die Lebenserwartung älterer Frauen ebenfalls um zwei Monate verlängert, für Männer im gleichen Alter jedoch nur um einen Monat.

Tipp: Infos zur durchschnittlichen Lebenserwartung

Wer bei Google die Wortkombination „Lebenserwartung Deutschland Entwicklung“ eingibt, erhält als Suchergebnis eine graphische Darstellung zur Entwicklung der durchschnittlichen Lebenserwartung in Deutschland.

Die Angaben umfassen den Zeitraum von 1960 bis 2015. Fährt man mit dem Mauscursor über den Graphen, werden Daten zum entsprechenden Jahr angezeigt. Außerdem finden sich Angaben zur Bevölkerungszahl, dem Bruttoinlandsprodukt und der Fruchbarkeitsrate.

Lebenserwartung steigt – Das sind Folgen

Umfragen zeigen, dass viele Menschen ihre Lebenserwartung falsch bewerten. Dies hat zur Folge, dass sie sich zu wenig Gedanken um ihr Alter machen und die Wichtigkeit einer finanziellen Vorsorge unterschätzen.
Der GDV (Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V.) hat aus diesem Grund die Initiative “7 Jahre länger” ins Leben gerufen. Diese soll die Menschen dafür sensibilisieren, dass sie mit großer Wahrscheinlichkeit älter werden, als sie vermuten.

Belastung für die gesetzliche Rentenversicherung

Die steigende Lebenserwartung belastet schon heute die gesetzliche Rentenversicherung. Wenn die Menschen immer älter werden, erhalten sie dementsprechend länger Rente. Gleichzeitig stagniert die Zahl der Kinder, die eine Frau im Durchschnitt bekommt bei 1,4. Das heißt, immer weniger Menschen im arbeitsfähigen Alter müssen für immer mehr Ruheständler die Altersrente erwirtschaften.
Aus diesem Grund nimmt die Debatte um einen späteren Renteneintritt wieder Fahrt auf.

Andere Institute gehen von höherer Lebenserwartung aus

Im Vergleich zu den Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes geht das Max-Planck-Instituts für demografische Forschung (MPIDR) von einer weit höheren Lebenserwartung aus. Setzt sich die Entwicklung der letzten Jahrzehnte weiter fort, liegt die durchschnittliche Lebenserwartung neugeborener Mädchen laut MPIDR bei knapp 93 Jahren, für Jungen wird eine Lebensdauer von knapp 88 Jahren prognostiziert.
Damit gibt es eine Differenz von etwa 10 Jahren zwischen den Prognosen des Statistischen Bundesamtes und des MPIDR.

Darum ist die steigende Lebenserwartung ein Pluspunkt für die Riester-Rente

Für die Riester-Rente ist die Nachricht der steigenden Lebenserwartung ein echter Pluspunkt. Denn eine häufig geäußerte Kritik an der Riester-Rente lautet, dass diese sich nur lohnt, wenn der Sparer ein hohes Alter erreicht. Die Auszahlung der Riester-Rente erfolgt ein Leben lang. Je länger der Riester-Rentner lebt, desto höher ist die ausgezahlte Summe.

Probleme der Versicherer

Was für den Versicherten erfreulich ist, wird zum Problem für die Versicherungsunternehmen, die Altersvorsorgeprodukte mit einer lebenslangen Rente anbieten. Durch die stetig steigende Lebenserwartung, nimmt der Zeitraum der Auszahlungsphase zu. Das heißt, der Versicherte erhält länger Leistungen.
Die Versicherungsbranche wird auf die neuen Zahlen reagieren. In welcher Form ist noch nicht ganz klar. Denkbar sind Beitragserhöhungen oder auch eine Begrenzung der Auszahlphase. Von Produkten, die nur für einen bei Vertragsschluss festgelegten Zeitraum leisten, ist jedoch abzuraten.