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Altersvorsorge Zulage: einfach erklärt – mit Rechenbeispiel
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Altersvorsorge Zulage: einfach erklärt – mit Rechenbeispiel

Privat für den Ruhestand vorzusorgen, kann sich lohnen – besonders, wenn der Staat etwas dazu beisteuert. Lesen Sie hier, wie hoch die Altersvorsorge-Zulage bei der Riester-Rente ausfallen kann und welche Dinge bei der Einrichtung einer privaten Vorsorge zu beachten sind.

Drei Formen der Altersvorsorgezulage

Bei der Riester-Rente gibt es grundsätzlich drei Formen der Altersvorsorge-Zulage. Hinzu kommen eventuelle Steuerersparnisse.

Im Detail:

Grundzulage

Die Grundzulage beträgt bei der Riester-Rente sowohl für Alleinstehende als auch für mittelbar förderberechtigte Ehepartner 175 Euro.

Mittelbar Förderberechtigte sind in diesem Fall Personen, die:

  • mit einer unmittelbar förderberechtigten Person (im Grunde: Personen, die eine Riester-Förderung erhalten) verheiratet sind und zugleich in einem Haushalt leben,
  • einen eigenen Altersvorsorgevertrag abgeschlossen haben.

Für mittelbar Förderberechtigte gibt es eine Altersvorsorge-Zulage beim “Riestern” zudem nur, wenn die mittelbar förderberechtigte Person ebenfalls einen eigenen Altersvorsorgevertrag abgeschlossen hat. S. a. Riester-Rente: mittelbar begünstigt

Kinderzulage

Bei der Kinderzulage wird unterschieden zwischen Kindern, die vor dem Jahr 2008 geboren wurden und Kindern, die am 01. Januar 2008 oder später geboren wurden. Die Altersvorsorge-Zulage beträgt hier:

  • Kinder, die vor dem 01. Januar 2008 geboren wurden: 185 Euro
  • Kinder, die am 01. Januar 2008 oder später geboren wurden: 300 Euro

Bonus für Berufseinsteiger

Der Berufseinsteigerbonus beträgt bei der Riester-Rente einmalig 200 Euro. Anspruch auf den Bonus haben alle Sparer, die jünger als 25 Jahre sind.

Mindestbetrag beachten!

Altersvorsorge ZulagenDie Altersvorsorge-Zulage wird nur dann in vollem Umfang ausgezahlt, wenn der Sparer einen Mindestbetrag in seine Riester-Rente eingezahlt hat. Dieser Mindestbetrag, der innerhalb des betreffenden Kalenderjahr eingezahlt werden muss, beträgt 4 Prozent vom Bruttolohn des Vorjahres. Liegt der eingezahlte Betrag unterhalb dieser 4-Prozent-Grenze, wird der Zulagenanspruch entsprechend gekürzt. Der Anspruch entfällt also nicht vollständig – der Begriff “Mindestbeitrag” (auch: “Mindesteigenbeitrag”) wird an dieser Stelle mitunter falsch gedeutet.

So wird die Zulage berechnet

Im Folgenden erfahren Sie, wie Sie ermitteln, welchen Betrag Sie monatlich bzw. jährlich in Ihre Riester-Rente investieren müssen, um die höchstmögliche Altersvorsorge-Zulage zu erhalten.

Bei unmittelbar förderberechtigten Personen

Folgende Beispielrechnung veranschaulicht, wie unmittelbar förderberechtigte Personen ihren optimalen Monats- bzw. Jahresbeitrag für die Riester-Rente ermitteln:

  • Bruttogehalt des Vorjahres: 40.000 Euro
  • davon 4 Prozent (der Prozentsatz, der die höchstmögliche Förderung ermöglicht): 1.600 Euro (40.000 Euro / 100 * 4 = 1.600 Euro)
  • abzüglich der Grundzulage sowie der Kinderzulage (in diesem Beispiel bei einem angenommenen Kind, das nach 2008 geboren wurde): 1.600 Euro – 175 Euro (Grundzulage) – 300 Euro (Kinderzulage) = 1.146 Euro pro Jahr

Monatlich sind dieses 95,50 Euro (der gerade errechnet jährliche Mindesteigenbeitrag von 1.146 Euro durch 12 Monate geteilt).

Bei mittelbar förderberechtigten Personen

Folgende Beispielrechnung veranschaulicht, wie mittelbar förderberechtigte Personen ihren optimalen Monats- bzw. Jahresbeitrag für die Riester-Rente ermitteln. Im Gegensatz zum obigen Rechenbeispiel wird hier noch die Grundzulage des Partners berücksichtigt.

  • Bruttogehalt des Vorjahres: 40.000 Euro
  • davon 4 Prozent: 1.600 Euro (40.000 Euro / 100 * 4 = 1.600 Euro)
  • abzüglich der Grundzulage, der Grundzulage des Partners sowie der Kinderzulage (in diesem Beispiel bei einem angenommenen Kind, das nach 2008 geboren wurde): 1.600 Euro – 175 Euro (Grundzulage) – 175 Euro (Grundzulage des Partners) – 300 Euro (Kinderzulage) = 950 Euro pro Jahr

Monatlich sind dieses 79,17 Euro (der gerade errechnet jährliche Mindesteigenbeitrag von 950 Euro durch 12 Monate geteilt).

Ober- und Untergrenzen

Der Sockelbetrag

Behalten Sie die beiden obigen Rechenbeispiele im Hinterkopf: Es kann passieren, dass der rechnerische Eigenbeitrag eines Riester-Sparers negativ ausfällt. Dieses ist zum Beispiel bei kinderreichen Sparern der Fall. Damit diese Sparer dennoch von der Riester-Rente profitieren können, wurde eine Untergrenze eingeführt, ein sogenannter Sockelbetrag. Dieser liegt bei 60 Euro pro Jahr.

Die Höchstgrenze

Grundsätzlich gilt: Gefördert werden bei der Riester-Rente höchstens 4 Prozent des Vorjahres-Bruttoeinkommens. Damit diese Altersvorsorge nicht zu einem Subventionsmodell für Besser- und Gutverdiener wird, gibt es eine Obergrenze. Diese liegt bei 2.100 Euro. Erhält nun ein Sparer ein so hohes Jahresbruttogehalt, dass 4 Prozent seines Jahresbruttogehalts über der Obergrenze liegen, werden seine Einzahlungen dennoch lediglich so bezuschusst, als würden 4 Prozent seines Gehalts eben genau jene 2.100 Euro ergeben.