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Riester-Rente für behinderte Menschen

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Riester-Rente für behinderte Menschen

Die Riester-Rente soll die sinkende gesetzliche Altersrente in Form von Zulagen und Steuerbegünstigungen kompensieren. Die Definition des förderberechtigten Personenkreises ist in §10a des EStG eindeutig geregelt. So haben auch Menschen mit einer Behinderung die Möglichkeit, mit der Riester-Rente privat vorzusorgen und die staatliche Förderung für sich zu nutzen.

Riester-Rente für Menschen mit Behinderung - Bedingungen

Die finanzielle Situation muss bei Menschen mit Behinderung genau analysiert werden. Menschen mit Behinderung, die in einer Werkstatt tätig sind, erhalten in aller Regel soziale Zuwendungen. Die Riester-Rente ist in diesem Fall vor Pfändungen Dritter sicher. Die eingezahlten Beiträge werden nicht als Einkommen gewertet. Das Riester-Vermögen zählt somit nicht als Eigenkapital. Der Abschluss einer Riester-Rente ist vor allem in der Sparphase eine lohnende Anlage für Menschen mit Behinderung.

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Zugriff der Sozialhilfeträger

Menschen mit einer Behinderung, die sozialversicherungspflichtig sind, haben grundsätzlich Anspruch auf die Riester-Rente-Förderung. Bei Zahlung des Mindesteigenbeitrages gibt es einen Anspruch auf die Grundzulage, die Mindestrendite sowie gegebenenfalls auf die Kinderzulage.

Bei einem vollstationären Aufenthalt gilt die Rentenversicherung jedoch als volles Einkommen. Somit muss der Bewohner (evtl. der Schwerbehinderte) die Versicherung als Kostenbeitrag einsetzen. In diesem Fall wird von einer privaten Vorsorge eher abgeraten.

icon Arbeit in einer Behindertenwerkstatt

Arbeit in einer Behindertenwerkstatt

Menschen mit Behinderung, die in Werkstätten arbeiten, sind meist zusätzlich auf Leistungen von Sozialhilfeträgern angewiesen. Die Riester-Rente wird nicht auf die Sozialhilfe angerechnet, denn Beiträge zur Riester-Rente zählen nicht als Einkommen. Der Abschluss einer Riester-Rente kann sich aus diesem Grund für Menschen mit Behinderung zumindest in der Ansparphase lohnen.

Riester-Rente in der Auszahlphase nur noch bedingt lohnenswert

Wenn die Altersgrenze erreicht ist und die Rentenbezugsphase beginnt, kann sich die Riester-Rente jedoch als nutzlos erweisen, denn ab diesem Zeitpunkt wird die Auszahlung der Riester-Rente als Einkommen angerechnet. Der Abschluss einer Riester-Rente lohnt sich für Menschen mit Behinderung dementsprechend nur, wenn sie in der Rentenphase nicht auf staatliche Hilfe angewiesen sein werden.

Mit Inkrafttreten des Betriebsrentenstärkungsgesetzes 2018 änderte sich die Situation etwas. Inzwischen gibt es einen Grundfreibetrag in Höhe von 100 Euro. Dieser Betrag wird nicht mit der Grundsicherung verrechnet.  Darüber hinaus erfolgt eine prozentuale Anrechnung. Mehr Informationen zum Thema finden Sie unter Riester-Rente Auszahlung.

Das neue Gesetz verbessert die Riester-Rente und führt dazu, dass sie für mehr Menschen zu einer sinnvollen Altersvorsorge wird.

Riester-Rente und betreutes Wohnen

Die Kosten für betreutes Wohnen entfallen in aller Regel auf den Sozialhilfeträger. Das zur Verfügung stehende Einkommen wird daher zur Finanzierung des Hilfebedarfs verwendet. Dies gilt allerdings nur dann, wenn die Höchstgrenze überschritten wird. Der Gesetzgeber passt diese Höchstgrenzen regelmäßig an. Sollte der Riester-Rentner im betreuten Wohnen untergebracht sein, so führt die private Altersvorsorge zu einem erhöhten anrechenbaren Einkommen. Das heißt, auch in diesem Fall ist eine Riester-Rente nur bedingt zu empfehlen.

icon Fazit: Riester-Rente lohnt sich nur bedingt

Fazit: Riester-Rente lohnt sich nur bedingt

Der Abschluss einer Riester-Rente kann sich unter bestimmten Umständen auch für behinderte Menschen lohnen. Allerdings ist dies in der Regel nur dann der Fall, wenn mit Erreichen des Rentenalters kein Hilfebedarf entsteht. Ist absehbar, dass ein Heimaufenthalt im Alter unvermeidbar ist, sollte man  von einer privaten Altersvorsorge Abstand nehmen.