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Riester-Rente: Die Förderung

So werden Riester-Sparer vom Staat gefördert

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Riester-Rente Förderung

Die Riester-Förderung wird in Form von Zulagen und Steuervorteilen gewährt. Dabei ist es unerheblich, für welches Riester-Produkt sich der Versicherte entschieden hat. Wichtig ist, dass der Sparer jährlich 4 Prozent des sozialversicherungspflichtigen Einkommens bzw. mindestens 60 Euro in den Riester-Vertrag einzahlt.

Riester-Rente Förderung

Riester-Rente FörderungGrundsätzlich gilt: Gerade Menschen, die ein oder mehrere kindergeldberechtigte Kinder haben, profitieren besonders von den jährlich gezahlten Riester-Rente Zulagen. Hinzukommen noch eventuelle Steuer­vergünstigungen, die auch für Alleinstehende interessant sind: Bis zu 2.100 Euro können jährlich in der Steuererklärung geltend gemacht werden.

Seit Einführung der Riester-Rente hat der Gesetzgeber kontinuierlich nachgebessert und die jährlichen Zulagen immer wieder erhöht. Erst 2018 wurde die Grundzulage, die jeder Riester-Sparer erhalten kann, von 154 auf 175 Euro angehoben.

Die Riester-Rente Förderungen im Überblick

  • Grundzulage: 175 Euro

  • Kinderzulage: pro Jahr und Kind

    • 185 Euro für Kinder, die bis Ende 2007 geboren wurden
    • 300 Euro für ab 2008 geborene Kinder
  • Garantierte Rendite: mindestens 0,9 Prozent pro Jahr

  • Berufseinsteigerbonus: einmalig 200 Euro (möglich bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres)

  • Steuererstattungen

Riester-Rente Zulagen

Die Riester-Förderung hat Einfluss auf die Höhe des nötigen Sparanteils – gemeint ist der Mindesteigenbeitrag, den der Sparer einzahlen muss, um die o. g. Förderungen zu erhalten.

Um die Höhe der optimalen Sparrate zu ermitteln, werden die Riester-Rente Zulagen von den vier Prozent des Vorjahres-Bruttoeinkommens abgezogen. Das Ergebnis ist dann die optimale Sparrate bzw. der Mindesteigenbeitrag.

Die nachfolgende Tabelle verdeutlicht die Berechnung anhand von drei Modellkunden, die jeweils ein Bruttoeinkommen von 24.000 Euro pro Jahr beziehen.

Rechenbeispiel Riester-Rente Beitrag

Bruttoeinkommen

Anzahl Kinder
(nach 2008 geb.)

4% vom Brutto

Zulagen

Mindest-Eigenanteil

24.000 Euro

0

960 Euro

175 Euro

785 Euro

24.000 Euro

1

960 Euro

475 Euro

485 Euro

24.000 Euro

2

960 Euro

775 Euro

185 Euro

Die jährlichen Einzahlungen in den Riester-Vertrag sind nach oben gedeckelt: Die Bundesregierung hat einen maximal geförderten Betrag von 2.100 Euro festgelegt, von dem allerdings die gewährten Zulagen noch abgezogen werden müssen.

Entsprechend der Vorgaben aus dem obigen Rechenbeispielen sieht der jeweilige maximale Eigenanteil wie folgt aus:

  • 1.925 Euro – ohne Kinder (2.100 Euro – Grundzulage in Höhe von 175 Euro)
  • 1.625 Euro – mit einem Kind, vor 2007 geboren (2.100 Euro – Grundzulage 175 Euro – Kinderzulage 300 Euro)
  • 1.325 Euro – mit 2 Kindern, jeweils vor 2007 geboren (2.100 Euro – Grundzulage 175 Euro – zweifache Kinderzulage 600 Euro)

Der maximale Eigenanteil ist unabhängig vom Einkommen, da hier nur die Riester Förderung verrechnet wird.

Der einmalige Berufseinsteigerbonus

Seit dem Jahr 2008 haben junge Sparer die Möglichkeit, den sogenannten Berufseinsteigerbonus in Anspruch zu nehmen. Im ersten Vertragsjahr erhalten alle Versicherungsnehmer, die das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, einmalig 200 Euro. Diese werden zusätzlich zu den sonstigen Altersvorsorgezulagen gezahlt.

Der Begriff Berufseinsteigerbonus ist ein wenig irreführend, da der Bonus nicht davon abhängt, ob und wie lange der Anleger in einem Beruf tätig ist. Es müssen lediglich zwei Voraussetzungen erfüllt sein.

Berufseinsteigerbonus Voraussetzungen:

  1. Der Sparer muss direkt zulagenberechtigt sein.
  2. Der Sparer darf nach § 84 EStG Satz 2 das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben.
icon Beispielrechnung zum Berufseinsteigerbonus

Beispielrechnung zum Berufseinsteigerbonus

Um den Bonus zu erhalten, müssen Anleger den geforderten Mindesteigenbeitrag in den Vertrag einzahlen.

Bei einem Jahres-Bruttoeinkommen von 10.000 Euro liegt der Mindesteigenbetrag bei 400 Euro (4 Prozent vom Jahres-Brutto). Ist der Versicherte kinderlos, besteht lediglich Anspruch auf die Grundzulage in Höhe von derzeit 175 Euro.

Der Mindesteigenbeitrag errechnet sich in diesem Fall wie folgt:

  • 400 Euro abzüglich 375 Euro (Grundzulage plus Berufseinsteigerbonus) ergibt einen Beitrag von 25 Euro.

Da der Sockelbeitrag jedoch bei 60 Euro pro Jahr liegt, muss der Sparer allerdings 60 Euro einzahlen, um das Anrecht auf die Zulagen und den Bonus zu erhalten! Errechnet man mit obiger Rechnung einen Wert oberhalb von 60 Euro, gilt dieser Wert als Mindesteigenbeitrag für Sparer, die das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben und kinderlos sind.

Berufseinsteiger-Bonus in der Steuererklärung

Der einmalige Bonus wird in der Günstigerprüfung nicht berücksichtigt! In der Praxis ist dieses häufig allerdings kein Problem, denn gerade bei jungen Sparern ist meist bereits die Grundzulage höher als die Steuerersparnis. Daher würde auch eine Einbeziehung der Bonuszahlung nicht zu einem anderen Ergebnis führen.

Wie erhalte ich die volle Förderung?

Riester-Sparer, die die volle Riester-Förderung in Anspruch nehmen möchten, müssen drei Dinge beachten.

  • Sie müssen zum förderberechtigten Personenkreis gehören.
  • Sie müssen den Mindesteigenbetrag in den Riester-Vertrag einzahlen (4 Prozent vom Vorjahresbrutto bzw. 60 Euro Sockelbeitrag)
  • Sie müssen den Zuschuss bzw. die Förderung beantragen.

Beantragung der Riester-Förderung wichtig!

Riester-Rente ZulagenImmer wieder ist zu lesen, dass viele Riester-Sparer nicht die volle Förderung, die ihnen rechtlich zusteht, in Anspruch nehmen. Damit lassen die Betroffenen viel Geld liegen.

Sparer mit zwei Kindern, die nach 2008 geboren wurden, verlieren jährlich beispielsweise 775 Euro, wenn sie die Riester-Förderung nicht beantragen. Erschwerend kommt hinzu, dass eine Riester-Rente nur dann pfändungssicher ist, wenn sie gefördert wird. Das bedeutet: Sämtliche Einzahlungen, bei denen die Versicherten vergessen haben, die Zulagen zu beantragen, können gepfändet oder mit Leistungen der Grundsicherung verrechnet werden!

Wie werden Riester-Zulagen beantragt?

Um die voll Förderung zu erhalten, muss der Sparer den „Antrag zur Altersvorsorgezulage“ ausfüllen und bei seinem Versicherer einreichen – und zwar jedes Jahr aufs Neue. Wer sich die Arbeit sparen möchte, kann gleich beim Abschluss eines Riester-Vertrags einen Dauerzulagenantrag nutzen (s. Info-Box weiter unten). Kommt es hier zu Änderungen, müssen die Zulagen allerdings neu beantragt werden.

icon Dauerzulagenantrag für Riester Förderung

Dauerzulagenantrag für Riester Förderung

Mit einem Dauerzulagenantrag muss der Sparer nur einmal den Antrag ausfüllen und beim Anbieter einreichen. Die Zulagen werden anschließend automatisch beantragt, also ohne weiteres Zutun des Sparers. Die jährliche Beantragen der Riester-Rente Förderung ist somit überflüssig.

Beachten Sie: Gibt es Änderungen bei den Zulagen, zum Beispiel durch die Geburt eines Kindes, muss der Dauerzulagenantrag neu gestellt werden. Viele Riester-Sparer missachten dieses: Fachleute vermuten, dass viele Sparer somit zahlreiche Zulagen ungenutzt lassen.

Antrag nachträglich erneut prüfen

Wer den Dauerzulagenantrag gestellt hat, sollte anschließend prüfen, ob die Beantragung erfolgreich war. Sollte dies nicht der Fall sein, hat der Sparer zwei Jahre Zeit (bzw. bis zum Ende des übernächsten Jahres), um eine korrekte Beantragung einzureichen.

Beachten Sie grundsätzlich:

  1. Der Antrag wird idealerweise mit der Vertragsunterzeichung des Riester-Vertags gestellt.
  2. Bei Änderung der finanziellen Situation muss der Beitrag überprüft werden.
  3. Kommen Kinder hinzu, muss der Antrag neu gestellt werden, um die Kinderzulage zu erhalten.
  4. Die Kinderzulage kann nur für Kinder beantragt werden, die kindergeldberechtigt sind: Verliert eines der Kinder die Kindergeldberechtigung, müssen Sparer dieses dem Versicherer mitteilen. Ansonsten müssen erhaltene Zulagen später zurückgezahlt werden.

Halten Sie die Fristen ein!

Zulagen können Sie generell bis zum Ende des übernächsten Jahres beantragen. Für die Riester Förderung 2018 heißt das, dass die Beantragung noch bis Ende 2020 rückwirkend erfolgen kann. Danach ist das Geld jedoch verloren.

Steuern sparen trotz Sockelbeitrag?

Die geleisteten Riester-Beiträge können in der Steuererklärung per Sonderausgabenabzug berücksichtigt werden. Die Steuerersparnis kommt theoratisch für alle Versicherungs­nehmer zur Anwendung, unabhängig von der Höhe des Eigenbeitrags. Das bedeutet, dass auch Versicherte, die lediglich den Sockelbeitrag einzahlen, eine Steuerersparnis geltend machen können. Gerade Geringverdiener oder Empfänger von Hartz IV-Leistungen profitieren somit von der Riester-Förderung mit ihren zwei Komponenten (Zulagen plus eventuelle Steuerersparnis). Damit ist die Riester-Rente besonders für diese Gruppe eine empfehlenswerte und bezahlbare Form der Altersvorsorge.

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Bis zu 2.100 Euro steuerlich geltend machen

Riester-Rente-FörderungDie Förderung setzt sich aus folgenden Komponenten zusammen:

  1. Sonderausgabenabzug bzw. Steuervorteil gemäß §10a EStG
  2. Höhe der staatlichen Zulagen der privaten Altersvorsorge

Die Bedeutung der Steuervorteile ergibt sich vor allem bei der Kombination aus geringem Förderungsanspruch und hohem Verdienst des Versicherten. Bei der Einkommenssteuererklärung können Vorsorgende bis zu 2.100 Euro steuerlich als Sonderausgaben angeben.

icon Günstigerprüfung entscheidet über Art der Riester-Förderung

Günstigerprüfung entscheidet über Art der Riester-Förderung

Ob Riester-Sparer nur die Zulagen erhalten oder die Zulagen plus einer Steuerersparnis, ermittelt das Finanzamt mit der so genannte Günstigerprüfung. Im Rahmen dieser Prüfung rechnen die zuständigen Mitarbeiter des Finanzamtes aus, bei welcher der beiden Förderungen der Vorteil des Sparers größer ist. Ist die Summe der Riester-Zulagen höher als die Steuerersparnis, bleiben die Riester-Beiträge steuerlich unberücksichtigt. Liegt die errechnete Steuerersparnis über dem Wert der Zulagen, wird der Steuervorteil mit den erhaltenen Zulagen verrechnet.

Anlage AV - Angaben zu Altersvorsorgebeiträgen (sog. Riester-Verträge)

Damit das Finanzamt die Günstigerprüfung durchführen kann, müssen Versicherte die Anlage AV in ihrer Steuererklärung ausfüllen. Hier werden die „Angaben zu Altersvorsorgebeiträgen“ gemacht. Die Anlage dient dazu, einen zusätzlichen Sonderausgabenabzug zu beantragen.

icon Die Zentrale Zulagenstelle für Altersvermögen

Die Zentrale Zulagenstelle für Altersvermögen

Die Zentrale Zulagenstelle für Altersvermögen (ZfA) ist zuständig für die Berechnung, Kontrolle, Auszahlung und Rückforderung von Riester-Rente Zulagen. Sie ist als Verwaltungseinheit Teil des Deutschen Rentenversicherung Bund.

Die ZfA entscheidet darüber, ob der Riester-Sparer einen Anspruch auf die staatlichen Zulagen hat und in welcher Höhe sie an den Anbieter ausgezahlt werden. Der Riester-Rente-Anbieter schreibt dann den jeweiligen Betrag dem Altersvorsorgevertrag des Sparers gut. Die Altersvorsorgezulagen müssen beim jeweiligen Versicherer bzw. bei der Bank beantragt werden. Der Zulagenantrag muss spätestens bis zum Ablauf des übernächsten Jahres des betreffenden Beitragsjahres bei der Versicherung eingereicht werden.

Begriffserläuterung zur Riester-Rente Förderung

Riester-Rente Förderquote

Je höher die Förderquote ausfällt, desto geringer ist der Anteil, den der Sparer selbst für die zukünftige Riester-Rente eingezahlt hat. Die Riester Förderquote ergibt sich aus dem jeweiligen Anlagebetrag, der durch die Subventionen vom Staat prozentual ausgeglichen wird.

Riester-Rente Sockelbetrag

Seit 2012 muss bei der Riester-Rente mindestens der sogenannte Sockelbetrag von 60 Euro pro Jahr zu entrichten ist. Menschen mit einem oder mehreren Kindern erhalten hohe Riester Zulagen. Wenn das Einkommen dazu noch vergleichsweise gering ist, ist die Summe der Zulagen nicht selten höher als der Mindest-Eigenbeitrag (4 Prozent vom Brutto-Einkommen abzüglich Summe der Zulagen). Damit niemand die Förderung erhält, ohne wenigstens einen kleinen Eigenbeitrag zu leisten, wurde der Sockelbeitrag eingeführt.

Wer ist begünstigt?

Bei der Riester-Rente wird zwischen sogenannter mittelbarer (indirekter) und unmittelbarer (direkter) Begünstigung unterschieden. Dank dieser Möglichkeit können auch Ehepartner eines Zulageberechtigten private Vorsorge betreiben, die nicht erwerbstätig sind. Dabei müssen jedoch bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Der direkt begünstigte Anleger muss selbst einen Riester-Vertrag abgeschlossen haben.
  • Der Partner selbst darf nicht förderberechtigt sein.
  • Der erforderliche Mindestbeitrag entspricht dem Sockelbeitrag in Höhe von 5 Euro pro Monat.

Riester Förderung nicht mit Riester Zulagen verwechseln

Die Riester-Förderung darf nicht mit den Riester-Zulagen verwechselt werden. Die Riester-Zulagen meint ausschließlich die staatliche Zulagen in Form der Grund- und der Kinderzulage sowie des Berufseinsteigerbonus. Die Riester Förderung hingegen umfasst sowohl die Zulagen als auch die Steuervergünstigungen.

Darum ist die Unterscheidung wichtig

Die Riester-Rente wäre allein mit den Zulagen nur für Familien mit Kindern interessant. Durch die Steuervorteile wird die Riester-Rente jedoch auch für Menschen ohne Kinder bzw. mit einem vergleichsweise hohem Einkommen attraktiv.

Riester-Rente Förderung berechnen

Welche Förderungs-Variante für jeden einzelnen die günstigere ist, lässt sich vor Vertragsabschluss berechnen. Jedoch ist das nicht der einzige Punkt, auf den man bei der Suche nach der passenden Riester-Rente achten sollte. Auch die Auswahl des Riester-Produktes spielt eine große Rolle. Sie entscheidet, wie hoch die Rendite schlussendlich ausfällt.

Im Riester-Rente-Test können Versicherte nachlesen, welche Vor- und Nachteile die einzelnen Varianten aufweisen und welche Anbieter mit ihren Tarifen als Testsieger hervorstechen.