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Höchstbetrag und Mindesteigenbeitrag

Die Ober- und Untergrenze beim "Riestern"

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Höchstbetrag und Mindesteigenbeitrag

Bei der Riester-Rente sind Mindesteigenbeitrag und Höchstbetrag vom Gesetzgeber festgelegt worden. Wer sich mit seinen Beiträgen außerhalb dieser beiden Grenzen bewegt, erhält keine staatlichen Zulagen.

Voraussetzungen zum Erhalt von Förderung und Steuervorteilen

Sparer müssen eine gewisse Eigenleistung erbringen, um Anspruch auf die staatliche Riester-Förderung bei der Riester-Rente zu erhalten.

Mindesteigenbeitrag und Höchstbetrag

Mindestens 4 Prozent des Bruttogehalts vom Vorjahr muss im Jahr eingezahlt werden. Diese vier Prozent vom Vorjahresbruttogehalts wird allerdings sowohl nach unten durch den so genannten Sockelbetrag begrenzt.

Mindestens 60 Euro

Der Sockelbeitrag liegt bei 60 Euro Eigenleistung pro Jahr. Diese 60 Euro müssen mindestens pro Jahr in den Riester-Vertrag eingezahlt werden, um Zulagen erhalten zu können.

Maximal 2.100 Euro

Nach oben erfolgt eine Begrenzung nur in der Form, dass die steuerliche Förderung maximal bis zu einem Jahresbeitrag von 2.100 Euro erfolgt. Das heißt, Riester-Sparer können höhere Beträge einzahlen, erhalten dafür jedoch keine höhere Begünstigung in der Steuer.
Andererseits müssen Arbeitnehmer, deren Verdienst so hoch ist, dass vier Prozent vom Vorjahres-Bruttoeinkommen höher ist, als 2.100 Euro nur diesen Betrag einzahlen müssen, um förderberechtigt zu sein.

Berechnung des persönlichen Mindesteigenbeitrags

Um Anspruch auf die volle staatliche Förderung zu erhalten, ist es wichtig, dass die man den gesetzlich definierten Mindesteigenbetrag einzahlt. Da sich diese am Bruttoarbeitsentgelt des jeweiligen Vorjahres berechnet, kann es durchaus zu häufigen Änderungen kommen, vor allem, wenn der Sparer genau den errechneten Mindesteigenbeitrag einzahlt.

icon Rechenbeispiel Riester Rente Mindesteigenbeitrag

Rechenbeispiel Riester Rente Mindesteigenbeitrag

Modellkunde: Riester-Sparer, ohne Kinder

  • Vorjahresbrutto: 24.000 Euro
  • vier Prozent vom Vorjahresbruttoeinkommen: 960 Euro
  • abzüglich Grundzulage seit 2018: 175 Euro
  • Mindesteigenbeitrag: 785 Euro

Der Riester-Sparer muss im laufenden Jahr einen Eigenbeitrag von 785 Euro (65,42 Euro pro Monat) zahlen, um Anspruch auf die staatliche Zulagen bzw. die steuerliche Förderung zu erhalten.

Modellkunde: Riester-Sparer, zwei Kinder, nach 2008 geboren

  • Hat der Riester-Sparer zwei Kinder, die ab 2008 geboren wurden, reduziert sich der Eigenbetrag um 600 Euro (Kinderzulage pro Kind: 300 Euro) und der Versicherte hat nur noch einen Eigenbeitrag von 185 Euro (15,42 Euro pro Monat) zu leisten.

Da die alle Zulagen von den errechneten vier Prozent abgezogen werden, muss der Modellkunde lediglich den um die Zulagen reduzierten Beitrag zahlen. Damit verringern die Zulagen den Eigenbeitrag. Der Mindestbeitrag ist vom Sockelbetrag (60 Euro) abzugrenzen.

Der Mindesteigenbeitrag für volle Zulagen

Der Staat gewährt für jeden Riester-Vertrag eine Grundzulage sowie eine Kinderzulage, wenn Kinder vorhanden sind, für die der Versicherte Kindergeld bezieht. Um diese staatliche Förderung in vollem Umfang zu erhalten, muss man jedes Jahr mindestens vier Prozent (wenigstens jedoch 60 Euro) des rentenversicherungspflichtigen Einkommens in den Vertrag einzahlen.

Zulagen sind einkommensunabhängig

Die staatlichen Zulagen werden unabhängig vom Einkommen an jeden, der sich für die Art der Rentenversicherung entscheidet, in gleicher Höhe gezahlt. Somit wird die Grundzulage über 175 Euro ebenso wie die Kinderzulage bei kindergeldberechtigten Eltern an einen Arbeitnehmer mit einem geringen Einkommen ebenso vollständig gezahlt, wie an einen Arbeitnehmer mit hohem Verdienst. Sollte der Mindesteigenbeitrag von vier Prozent des Einkommens aber so gering sein, dass er durch hohe Zulagen rechnerisch vollständig entfällt, ist trotzdem ein Sockelbeitrag von 60 Euro im Jahr zu zahlen. Diese Konstellation kann bei Versicherten mit einem geringen Einkommen und mit mehreren Kindern durchaus auftreten. In diesem Fall haben Versicherte für die volle Zulagenförderung einen Sockelbeitrag von 60 Euro zu zahlen. Dies ist beispielsweise bei Hartz-IV-Empfängern der Fall (Riester-Rente und Hartz-IV).

Der Maximalbetrag bei der Riester-Rente

Drei Begriffe sind im Zusammenhang mit der Riester-Rente wichtig:

  • Sockelbetrag
  • Mindestbetrag
  • Maximalbetrag oder auch Höchstbetrag

Der Zusammenhang der drei Begriffe:

Der Staat fördert die Riester-Rente über eine Grundzulage und Steuervorteile. Um die Altersvorsorgezulage überhaupt in Anspruch nehmen zu können, muss der sogenannter Sockelbetrag entrichtet werden. Dieser liegt bei 60 Euro im Jahr. Wer die volle Grundzulage in Höhe von 175 Euro (seit 01.01.2018) erhalten möchte, muss zudem einen Mindestbetrag von 4 Prozent seines rentenversicherungspflichtigen Bruttoeinkommens aus dem Vorjahr in den Riester-Vertrag einzahlen. Wer weniger einzahlt, erhält eine entsprechend geringere Förderung. Die dritte wichtige Größe für die Riester-Rente ist der Maximalbetrag. Das ist der Höchstbetrag, den Zulageberechtigte steuerlich geltend machen können. Definiert ist der Riester-Rente Maximalbetrag in § 10a Einkommensteuergesetz (EStG). Er liegt bei jährlich 2.100 Euro.

Maximalbetrag für riesternde Ehepaare

Zahlen beide Ehepartner in die Rentenversicherung ein, können auch beide einen Riester-Vertrag abschließen. Der Riester-Rente Maximalbetrag verdoppelt sich damit auf 4.200 Euro. Beide Ehepaare erhalten die Grundzulage. Zusätzlich besteht Anspruch auf eine Kinderzulage in Höhe von 300 Euro für Kinder, die nach 2008 geboren sind, bzw. 185 Euro für Kinder, die vor 2008 geboren sind. Die Kinderzulage wird pro Ehepaar nur einmal ausgezahlt.

Ist nur ein Ehepartner rentenversicherungspflichtig beschäftigt und schließt einen Riester-Vertrag ab, ist der andere mittelbar förderberechtigt. Um ebenfalls die volle Grundzulage zu erhalten, zahlt der mittelbar förderberechtigte Ehepartner lediglich den Sockelbetrag von 60 Euro pro Jahr in den Riester-Vertrag ein. Der förderbare Maximalbetrag steigt in diesem Fall auf 2.160 Euro.

icon Können Riester-Sparer auch mehr als den Maximalbetrag einzahlen?

Können Riester-Sparer auch mehr als den Maximalbetrag einzahlen?

Grundsätzlich können Sparer so viel Geld in ihren Riester-Vertrag einzahlen, wie sie möchten. Wer mehr als den Maximalbetrag leistet, erhält auf die Überzahlung jedoch keine Förderung mehr. Erhalten Arbeitnehmer jedoch einen so hohen Bruttoverdienst, dass 4 Prozent ihres Einkommens höher sind als 2.100 Euro, müssen sie auch nur den Maximalbetrag einzahlen, um staatliche Förderung zu erhalten.

Wann lohnt es sich, mehr als den Maximalbetrag in die Riester-Rente einzuzahlen?

In gewissen Fällen kann sich eine Überzahlung der Riester-Rente lohnen. Das gilt vor allem für Riester-Fondssparpläne.
Auch bei Riester-Fondssparplänen gibt bei Überzahlung weder höhere Zulagen noch lassen sich die zusätzlich gezahlten Beiträge von der Steuer absetzen. Vorteile können sich allerdings während der Auszahlungsphase ergeben.

Anders als angespartes Riester-Kapital wird überspartes Fondsguthaben nämlich nicht zu 100 Prozent besteuert. Wie bei einer Kapital-Lebensversicherung müssen Sparer lediglich den halben Gewinn mit ihrem persönlichen Steuersatz abrechnen. Gilt im Ruhestand also ein Steuersatz von 25 Prozent, werden bei hälftiger Besteuerung nur 12,5 Prozent auf die Kapitalerträge berechnet. Das gilt unter folgenden Bedingungen:

  • Bei Riester-Verträgen, die vor 2011 abgeschlossen wurden, müssen Sparer das 60. Lebensjahr vollendet haben.
  • Bei Riester-Verträgen, die nach 2011 abgeschlossen wurden, müssen Sparer das 62. Lebensjahr vollendet haben.
  • Der Riester-Fondssparplan muss seit mindestens 12 Jahren bestehen.
icon Zulagen mindern den Riester-Rente Maximalbetrag

Zulagen mindern den Riester-Rente Maximalbetrag

Möchten Sie Ihre Beiträge zur Riester-Rente steuerlich geltend machen, tragen Sie diese ab Zeile 9 der Anlage AV ein. Die staatlich gewährten Zulagen sind allerdings bereits Teil des förderfähigen Beitrags. Bei Erhalt der kompletten Grundzulage werden daher statt 2.100 Euro Maximalbetrag nur 1.925 Euro fällig. Das bedeutet allerdings auch, dass nur maximal 1.925 Euro von der Steuer abgesetzt werden können.

Je höher die gewährten Zulagen, umso geringer fällt der Steuervorteil aus. Als Beispiel dient ein Ehepaar, bei dem ein Partner in die Riester-Rente einzahlt. Bei zwei Kindern, die nach 2008 geboren sind, ist von 2.100 Euro Maximalbetrag neben der Grundzulage auch noch die Kinderzulage von 600 Euro abzuziehen. Die steuerlich absetzbaren Beiträge zur Altersvorsorge liegen dementsprechend nur noch bei 1.325 Euro.

Das Finanzamt ist verpflichtet, eine s. g. Günstigerprüfung durchzuführen. Das heißt, es prüft, ob die Zulagen oder eine Steuerermäßigung günstiger für Sie sind. Bei getrennter Veranlagung erfolgt die Günstigerprüfung für jeden Ehepartner gesondert. Bei gemeinsamer Veranlagung addiert das Finanzamt in der Regel die Zulagen, die beide Ehepartner erhalten und vergleicht diese mit dem möglichen Sonderausgabenabzug. Sollte dabei eine Steuerermäßigung für Sie herauskommen, erhalten Sie die Differenz aus Steuerrückzahlung abzüglich Zulagen ausbezahlt. Den Maximalbetrag steuerlich geltend zu machen lohnt sich also vor allem für Personen, die keine oder eher geringe Zulagen erhalten, etwa alleinstehende Besserverdienende.

Steuerliche Förderung bis zum Höchstbeitrag

Der Höchstbetrag ist vor allem im Zusammenhang mit der steuerlichen Förderung der Riester-Rente interessant. 2.100 Euro, dieser Betrag kann jährlich maximal von der Steuer abgezogen werden. Wer darüber hinaus einen höheren Beitrag in die Riester-Rente einzahlen möchte, sollte prüfen, ob vielleicht andere Alternativen für den Aufbau einer privaten Altersvorsorge bessere Rendite bringen. Zwar ist die Riester-Rente sehr sicher und gut kalkulierbar, doch aufgrund der geringen Verzinsung können andere Alternativen für die private Altersvorsorge (Riester-Rente Alternativen) als Ergänzung noch besser geeignet sein.

Höchstbeitrag mit Steuersenkungseffekt

Durch den abzugsfähigen Höchstbeitrag von 2.100 Euro für jeden rentenversicherungspflichtigen Versicherten ergibt sich ein Steuervorteil, der direkt vom persönlichen Steuersatz abhängt. Aus dieser Steuererleichterung ergibt sich ein weiterer wichtiger Vorteil der Riester-Rente. Je höher der persönliche Steuersatz ist, desto größer ist auch der steuerliche Senkungseffekt, wenn der Höchstbeitrag ausgeschöpft wird. Aus der Zulagenförderung und der Steuersenkung ergibt sich letztlich der große Vorteil der Riester-Rente. Sie ist aufgrund des Steuervorteils nicht nur für Menschen mit einem geringeren Einkommen interessant, sondern auch für sogenannte Besserverdiener mit höherem Einkommen. Weitere Informationen rund um das Thema Riester-Rente und Steuer finden Sie hier: Riester-Rente in der Steuer.

icon Entweder Zulagen oder Steuervorteil

Entweder Zulagen oder Steuervorteil

Die Riester-Rente ist eine geförderte private Altersvorsorge. Die Förderung erfolgt entweder über die jeweiligen Zulagen (Grundzulage, Kinderzulage) oder über die steuerliche Begünstigung. Entgegen der landläufigen Meinung hat der Riester-Sparer jedoch nur Anspruch auf eine der beiden Förderungen. Welche form der Förderung der Versicherte erhält, wird über die Günstigerprüfung im Rahmen der Steuererklärung ermittelt.

Riester-Rente in der Steuer

Anhand der über die Steuererklärung gemeldeten Daten ermittelt das Finanzamt welche Variante für den Riester-Sparer günstiger ist. Das heißt, ist die summe der Zulagen höher, als der steuerliche Vorteil erhält der Sparer die Zulagen. Eine steuerliche Berücksichtigung der riester-Rente erfolgt in dem Fall nicht.
Ist die steuerliche Begünstigung höher, werden dem Versicherten diese gut geschrieben. Dafür erhält er keine Zulagen.

Alternativen zur Überzahlung prüfen

Zahlen Sie mehr als den erforderlichen Höchstbetrag von 2.100 Euro in Ihren Riester-Vertrag ein, erhöht sich damit im Alter zwar die Rente. Dabei ist allerdings zu berücksichtigen, dass die Riester-Rente nachgelagert besteuert wird. Während der Auszahlungsphase fallen auf die Riester-Rente 100 Prozent des persönlichen Steuersatzes an. Wie hoch der Steuersatz ist, hängt vom Einkommen des Rentners ab. Damit holt sich der Staat Steuervorteile aus der Ansparphase zum Teil wieder zurück.

Statt eine höhere Zahlung zur Riester-Rente zu leisten, kann es daher steuerlich günstiger sein, in die Basisrente oder eine andere private Altersvorsorge zu investieren. Möchten Sie das Optimum aus Ihrer Altersvorsorge herausholen, sollten Sie sich individuell beraten lassen.

icon Maximalbetrag gilt auch für den Insolvenz- und Hartz-IV-Schutz

Maximalbetrag gilt auch für den Insolvenz- und Hartz-IV-Schutz

Hin und wieder wird die Überzahlung von Riester-Verträgen empfohlen, da auf diese Weise ein höherer Beitrag unter den Insolvenz- und Hartz-IV-Schutz falle. Das stimmt allerdings nicht. Der Insolvenz- und Hartz-IV-Schutz bezieht sich ebenfalls auf den förderungsfähigen Maximalbetrag von 2.100 Euro.

Förderung für niedrige und hohe Einkommen

Mit der Einführung der Riester-Rente ging man davon aus, dass sich die Zulagenförderung vor allem für Arbeitnehmer mit einem niedrigen Einkommen anbietet. Schon mit einem geringen Eigenbeitrag von 60 Euro kann man die Zulage in voller Höhe erhalten und sich dadurch eine attraktive Altersvorsorge aufbauen. Doch während die Zulagen vor allem bei geringen Einkommen interessant sind, greift die steuerliche Förderung eher bei hohen Gehältern. Deshalb kommt die Riester-Rente letztlich für nahezu jeden Angestellten in Frage, der in einem sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnis steht.

Zum Riester-Rente-Vergleich.

Keine Förderung ohne Antrag

Auch wenn der Mindesteigenbeitrag korrekt ermittelt und in den Vertrag eingezahlt wird, erhält der Versicherte die jeweiligen Zulagen nur, wenn diese beantragt werden. Die Riester-Rente Anbieter schicken ihren Kunden einen standardisierten Zulagenantrag zu. Dieser muss ausgefüllt und über den Anbieter an die Zentrale Zulagenstelle für Altersvermögen (ZfA) geschickt werden.

Fristen einhalten

Die Beantragung der Zulagen muss spätestens zwei Jahre nach Vertragsschluss erfolgen. Ansonsten verfallen die Ansprüche auf die Riester-Rente Förderung.

Folgende Änderungen beeinflussen die Zulagenhöhe:

  • Geburt eines Kindes
  • Kind ist nicht mehr kindergeldberechtigt
  • Änderung des Berufsgruppe (vom Arbeitnehmer zum Beamten oder Selbständigen)
icon Rechenbeispiel: Mindesteigenbeitrag ist gleich Höchstbeitrag

Rechenbeispiel: Mindesteigenbeitrag ist gleich Höchstbeitrag

  • Beitragspflichtiges Bruttoeinkommen: 65.000 Euro
  • Ausgangsbetrag – 4 Prozent vom Brutto: 2.600 Euro
  • Höchst-Mindesteigenbeitrag: 2.100 Euro
  • Abzüglich Grundzulage seit 2018: 175 Euro
  • Abzüglich Kinderzulage (Kind 2016 geboren): 300 Euro

 

  • Mindesteigenbetrag: 1.625 Euro pro Jahr

Riester-Rente für Ehepaare: Mindesteigenbeitrag

Sind beide Ehepartner direkt förderfähig, können beide einen eigenen Riester-Vertrag abschließen und jeweils die Grundzulage erhalten. Sind Kinder vorhanden, wird die Kinderzulage in der Regel der Mutter gutgeschrieben. In jedem Fall wird die Kinderzulage nur an ein Elternteil gezahlt.

Ist nur einer der Ehepartner direkt förderfähig, kann der nicht zulagenberechtigte Partner (z. B. Hausfrauen) trotzdem eine Riester-Rentenversicherung abschließen und mindestens den Sockelbeitrag einzahlen.. Um Anspruch auf die Zulage zu erhalten, muss jedoch der förderberechtigte Ehepartner ebenfalls einen Riester-Vertrag haben.

icon Riester-Fondssparpläne als Alternative zu Banksparplänen

Riester-Fondssparpläne als Alternative zu Banksparplänen

Riester-Fondssparpläne eignen sich auch für nicht förderberechtigte Personen als Alternative zu herkömmlichen Bank- und Fondssparplänen. Letztere unterliegen der Abgeltungssteuer von 25 Prozent, zudem fallen Solidarbeitrag und Kirchensteuer an. Die Steuersätze überzahlter Riester-Fondssparpläne liegen in jedem Fall unterhalb der Abgeltungssteuer. Zusätzlich profitieren Sparer von der gleichen Kapitalgarantie zu Rentenbeginn wie bei einer geförderten Altersvorsorge. Das Geld, das in einen ungeförderten Riester-Fondssparplan einfließt, muss nicht verrentet werden. Sparer können es sich zu Rentenbeginn auch auszahlen lassen. Wird das Geld verrentet, wird der relativ geringe Ertragsanteil versteuert.