Riester Rente

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Höchstbetrag und Mindesteigenbetrag
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Höchstbetrag und Mindesteigenbetrag

Wer sich zum ersten Mal mit dem Thema Riester-Rente beschäftigt, stößt unweigerlich auch auf die Begriffe Höchstbeitrag und Mindesteigenbeitrag. Sie sind vom Gesetzgeber vorgegeben und einzuhalten, wenn man die staatlichen Zulagen und die steuerlichen Vorteile maximal nutzen möchte. Beide Beträge sind recht einfach zu verstehen und zu berechnen, wenn man das Prinzip einmal verstanden hat.

Steuerliche Förderung bis zum Höchstbeitrag

Der Höchstbetrag ist vor allem im Zusammenhang mit der steuerlichen Förderung der Riester-Rente interessant. 2.100 Euro, dieser Betrag kann jährlich maximal von der Steuer abgezogen werden. Wer darüber hinaus einen höheren Beitrag in die Riester-Rente einzahlen möchte, sollte prüfen, ob vielleicht andere Alternativen für den Aufbau einer privaten Altersvorsorge bessere Rendite bringen. Zwar ist die Riester-Rente sehr sicher und gut kalkulierbar, doch aufgrund der geringen Verzinsung können andere Alternativen für die private Altersvorsorge (Riester-Rente Alternativen) als Ergänzung noch besser geeignet sein.

Höchstbeitrag mit Steuersenkungseffekt

Durch den abzugsfähigen Höchstbeitrag von 2.100 Euro für jeden rentenversicherungspflichtigen Versicherten ergibt sich ein Steuervorteil, der direkt vom persönlichen Steuersatz abhängt. Aus dieser Steuererleichterung ergibt sich ein weiterer wichtiger Vorteil der Riester-Rente. Je höher der persönliche Steuersatz ist, desto größer ist selbstverständlich auch der steuerliche Senkungseffekt, wenn der Höchstbeitrag ausgeschöpft wird. Aus der Zulagenförderung und der Steuersenkung ergibt sich letztlich der große Vorteil der Riester-Rente. Sie ist aufgrund des Steuervorteils nicht nur für Menschen mit einem geringeren Einkommen interessant, sondern auch für sogenannte Besserverdiener mit höherem Einkommen. Weitere Informationen rund um das Thema Riester-Rente und Steuer.

Der Mindesteigenbeitrag für volle Zulagen

Der Staat gewährt für jeden Riester-Vertrag eine Grundzulage sowie eine Kinderzulage für kindergeldberechtigte Kinder. Um diese staatliche Förderung in vollem Umfang zu erhalten, muss man jedes Jahr mindestens vier Prozent (wenigstens jedoch 60 Euro) des rentenversicherungspflichtigen Einkommens in den Vertrag einzahlen.

Beispielrechnung anhand eines Modellkunden

  • monatlicher Bruttoverdienst: 1.500 €
  • zwei Kinder

Da die Zulagen in Abzug gebracht werden, muss der Modellkunde lediglich den Mindesteingenbeitrag von 5 € pro Monat bzw. 60 € im Jahr zahlen. Damit verringern die Zulagen den Eigenbeitrag. Der Mindestbeitrag ist vom Sockelbetrag abzugrenzen.

Zulagen sind einkommensunabhängig

Die staatlichen Zulagen werden unabhängig vom Einkommen an jeden, der sich für die Art der Rentenversicherung entscheidet, in gleicher Höhe gezahlt. Somit wird die Grundzulage über 154 Euro ebenso wie die Kinderzulage bei kindergeldberechtigten Eltern an einen Arbeitnehmer mit einem geringen Einkommen ebenso vollständig gezahlt, wie an einen Arbeitnehmer mit hohem Verdienst. Sollte der Mindesteigenbeitrag von vier Prozent des Einkommens aber so gering sein, dass er durch hohe Zulagen rechnerisch vollständig entfällt, ist trotzdem ein Sockelbeitrag von 60 Euro im Jahr zu zahlen. Diese Konstellation kann bei Versicherten mit einem geringen Einkommen und mit mehreren Kindern durchaus auftreten. In diesem Fall haben Versicherte für die volle Zulagenförderung einen Sockelbeitrag von 60 Euro zu zahlen. Dies ist beispielsweise bei Hartz-IV-Empfängern der Fall (Riester-Rente und Hartz-IV).

 

Förderung für niedrige und hohe Einkommen

Mit der Einführung der Riester-Rente ging man davon aus, dass sich die Zulagenförderung vor allem für Arbeitnehmer mit einem niedrigen Einkommen anbietet. Schon mit einem geringen Eigenbeitrag von 60 Euro kann man die Zulage in voller Höhe erhalten und sich dadurch eine attraktive Altersvorsorge aufbauen. Doch während die Zulagen vor allem bei geringen Einkommen interessant sind, greift die steuerliche Förderung eher bei hohen Gehältern. Deshalb kommt die Riester-Rente letztlich für nahezu jeden Angestellten in Frage, der in einem sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnis steht.

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