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Riester-Rente im Todesfall
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Riester-Rente im Todesfall

Im Todesfall wird die Riester-Rente in der Regel an den Ehepartner übertragen. Sofern der Verstorbene nicht verheiratet sein sollte, erhalten die Kinder den Vertrag mit dem angesparten Geld. Das Vermögen muss in einer solch schicksalhaften Situation nicht zurückgezahlt werden. Aber es gibt einiges zu beachten.

Funktionsweise im Todesfall:

Unverheiratet

Stirbt der Riesternde, erhalten die Erben die Einzahlungen plus der entsprechenden Verzinsung. Zurückzahlen müssen sie jedoch auch in diesem Fall, die bis dahin erhaltenen staatlichen Zulagen (Riester-Rente Förderung) sowie die Begünstigungen bei der Steuer. Dies gilt nicht, wenn der Versicherte erst in der Rentenphase, also nach Auszahlungsbeginn versterben sollte.

Mit Ehepartner

Sollte der Todesfall bereits vor dem Auszahlen der Rente eintreten, so hat der Ehepartner Anspruch auf das ersparte Vermögen. Und das auch dann, wenn der Ehepartner selbst in Besitz einer Riester-Rente sein sollte. Mit Beginn der monatlichen Auszahlung im Alter erhält der hinterbliebene Ehepartner so beide Verträge ausgezahlt. Dies gilt, wenn der Riesternde während der Ansparphase verstorben sein sollte. Weitere Informationen zur Riester-Rente Auszahlung

Bei Kindergeld

Wenn die hinterbliebenen Erben noch selbst Anspruch auf Kindergeldzahlungen haben, können sie die vererbte Riester-Rente bzw. das verzinste Vermögen in eine Waisenrente umwandeln.

Zulagen zurückzahlen vor Auszahlung

Sofern der Ehepartner das gebildete Kapital nicht ausgezahlt haben möchte, erhalten die Erben das bis zu diesem Zeitpunkt angesparte und verzinste Vermögen. Doch auch in diesem Fall gelten die Rückzahlmodalitäten, die die steuerlichen Begünstigungen und die Zulagen betreffen.

Rentengarantiezeit vereinbaren

Sollte der Versicherte nach dem Auszahlungsbeginn verstorben sein, so erhalten die Erbberechtigten in der Regel nichts, wenn keine weitere Vereinbarungen getroffen wurden. Das komplette Vermögen ist in diesem Fall weg.
Anders sieht es aus, wenn eine Rentengarantiezeit vertraglich festgelgt wurde. Dann erhalten die Erben auch im Todesfall, nach der Auszahlung der vereinbarten Rentenzahlung des Vertrages, die Rentenleistungen. Dies gilt sowohl für den Ehepartner, als auch für die Kinder. Bei einer Rentenversicherung gibt es für die Hinterbliebenen eine Auszahlungsgarantie von bis zu zehn Jahren.

Todeszeitpunkt ist entscheidend

Wenn der Sparer während der Ansparphase stirbt, haben die Angehörigen keinen Anspruch auf die Rente, wenn keine Rentengarantiezeit vereinbart wurde. Wenn der Riester-Sparer in der Auszahlungsphase verstirbt, können der Ehepartner bzw. die Kinder die Rente auf sich übertragen lassen. Allerdings gelten in diesem Zusammenhang unterschiedliche Regelungen bezüglich der Auszahlungsdauer.

Pflichtteil

Sofern der Sparer während der Rentenphase versterben sollte und es wurde mit dem Anbieter keine Rentengarantiezeit vereinbart, kennt die Riester-Rente keinen Pflichtteil. Einzig während der Ansparphase hat die Familie Anspruch auf das verzinste Kapital. So sieht es die Regelung derzeit vor.

  • Gut zu wissen

Eine Riester-Rente kann, wenn die Rentengarantiezeit vereinbart worden ist, als Lebensversicherung fungieren. Somit werden die Hinterbliebenen mit der Riester-Rente abgesichert.

Hinterbliebene absichern

Bei Eintritt in die Riester-Rente entfällt der Anspruch für die Erben üblicherweise. Somit sollte eine Garantie auf Fortsetzung der Rentenzahlung für die Angehörigen ausgehandelt werden.

Zusammenfassung

Wichtig ist der Zeitpunkt des Todes. Stirbt der Versicherte während der Ansparphase (vor Rentenbeginn), erhält der Bezugsberechtigte das angesparte Kapital, wenn eine Leistung bei Tod vor Altersrentenbeginn vereinbart worden ist. Handelt es sich bei dem Bezugsberechtigten nicht um den Ehepartner, müssen Zulagen und Steuervorteile zurückgezahlt werden.

Diese Verpflichtung zur Rückzahlung entfällt für den Ehepartner

  • wenn die Eheleute nicht dauernd getrennt voneinander leben und
  • wenn das hinterlassene Vorsorgekapital auf einen eigenen Riester-Vertrag übertragen wird.

Ein solcher Altersvorsorgevertrag kann auch abgeschlossen werden, um die Übertragung zu ermöglichen. Vor dem Tod des Versicherten muss also nicht zwingend ein zweiter Vertrag für den Ehepartner abgeschlossen sein.

Wünscht der hinterbliebene Ehepartner eine Kapitalzahlung statt der Übertragung auf einen eigenen Vorsorge-Vertrag, müssen die staatlichen Förderungen zurückerstattet werden.

Verstirbt der Versicherte während der Auszahlphase (Rentenbezugsphase), wird die Rente an den Bezugsberechtigten ausgezahlt, sofern eine Rentengarantiezeit vereinbart wurde. Die Förderungen müssen dennoch anteilig zurückgezahlt werden. Abzugsfrei kann nur der Ehepartner profitieren, wenn eine Übertragung auf einen eigenen Altersvorsorge-Vertrag (Riester-Rente) stattfindet.