Riester-Rente - ja oder nein?
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Riester-Rente: ja oder nein?

Die Pros und Contras der staatlich geförderten privaten Altersvorsorge

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Riester-Rente: ja oder nein?

Die Riester-Rente wird durchaus auch kritisch gesehen, doch die Zahlen sprechen für sich: Kaum ein Vorsorgeprodukt vereint Sicherheit mit guten Renditeaussichten wie die staatlich geförderte Altersvorsorge. Riester-Rente: ja oder nein? Dieser Frage versuchen wir in diesem Beitrag nachzugehen.

Darum ist zusätzliche private Vorsorge wichtig

Die demografische Entwicklung in Deutschland führt dazu, dass die Menschen immer älter werden. Lebenserwartung und Rentenverweildauer (der Zeitraum, in dem eine Person Rentenzahlungen bezieht) steigen. Das gesetzliche Umlagesystem – die arbeitende Generation erbringt Beiträge, aus denen die Rente der älteren Generation gezahlt wird – stößt an seine Grenzen.

So funktioniert die Riester-Rente

Bei der Riester-Rente verbinden sich Ziele einer Rentenversicherung mit der Förderung durch den Staat. Die Versicherten zahlen ihre monatlichen Beiträge und erhalten zusätzlich die staatliche Förderung sowie steuerliche Vergünstigungen. Zum Zeitpunkt des Renteneintritts beginnt dann die monatliche Auszahlung des angesparten Vermögens in Form einer lebenslangen Rente. Diese setzt sich aus der garantierten Rente und der Überschussbeteiligung zusammen.

Gute Angebote nutzen – definitiv ja!

Bei etlichen Gesellschaften, die eine herkömmliche private Rentenversicherung anbieten, ist der Nutzen verschwindend gering. Das gilt auch für die herkömmliche Riester-Rentenversicherung. Die Angebote wurden bereits 2012 von Finanztest untersucht. Das Ergebnis: Nur fünf Anbieter erhielten eine gute Bewertung. Bei allen anderen Angeboten wird der Nutzen nur als sehr gering eingeschätzt. Außerdem sind die Verträge laut Finanztest nur wenig transparent.

Zum Riester-Rente-Test

Beiträge regelmäßig zahlen

Es sollten im Idealfall jeden Monat Beiträge eingezahlt werden, um letztendlich eine zusätzliche bedarfsgerechte Rente erhalten zu können. Jedoch, gibt es auch die Möglichkeit, dass die Einzahlungen für eine bestimmte Dauer ausgesetzt werden. Sollten diese fehlenden Beträge jedoch nicht zu einem späteren Zeitpunkt wieder ausgeglichen werden, fallen auch die späteren Auszahlungen geringer aus.

Ja oder Nein – die Antwort:

Gibt es eine eindeutige Antwort in Bezug auf die klassische Riester-Rente?

Es empfiehlt sich immer ein persönlicher Vergleich, um im Einzelfall richtig entscheiden zu können. Nur so kann auch ein wirklich gutes und individuell passendes Riester-Produkt ausfindig gemacht werden. Prinzipiell ist die Riester-Rente immer noch eine der effektivsten und beliebtesten Altersvorsorgeformen in Deutschland. Einen unverbindlichen Riester-Rente-Vergleich erhalten Sie über unser kostenloses Vergleichsformular.

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Vorteile der Riester-Rente

  • Riester-Versicherte erhalten eine umfassende Förderung durch staatliche Zulagen und Steuervorteile.

  • Lebenslange Rentenzahlungen sind ab Rentenbeginn garantiert.

  • Rendite durch Überschussbeteiligung möglich.

  • Riester-Rente ist auch bei Arbeitslosigkeit und Hartz-IV-Bezug sicher.

  • Bei einer entsprechenden Vereinbarung können das Riester-Vorsorgevermögen und die erhaltenen Zulagen an den Partner vererbt werden.

Nachteile der Riester-Rente

  • Die Verträge der Anbieter sind zum teil noch immer intransparent und zu komplex, daher ist es schwierig, die Qualität der Tarife ohne Expertenhilfe einzuschätzen.

  • Die nachgelagerte Besteuerung im Rentenalter kann eine zusätzliche Belastung darstellen.

  • Die Vererbbarkeit ist nur eingeschränkt für den Ehepartner möglich.

  • Auszahlungen der Riester-Rente sind nicht im vollem Umfang Hartz-IV-sicher.

Vorteil: Beitragsgarantie

Die Beitragsgarantie gibt den Versicherten die Sicherheit, dass die berechnete Auszahlung mindestens auf den eingezahlten Beiträgen und erhaltenen Zulagen beruht.

icon Berufseinsteigerbonus - der Bonus für junge Sparer

Berufseinsteigerbonus - der Bonus für junge Sparer

Ein Pluspunkt für junge Riester-Sparer ist der Berufseinsteigerbonus. Versicherte, die vor ihrem 25. Geburtstag mit dem riestern beginnen, bekommen im Jahr des Vertragsabschlusses einmalig 200 Euro gutgeschrieben. Dieses Geld fließt direkt in den Riester-Vertrag ein.

Welche Riester-Rente Vorteile gelten für Familien?

Familien mit Kindern erhalten neben der jährlichen Grundzulage, von 175 Euro noch eine Kinderzulage für jedes kindergeldberechtigte Kind.

  • Für Kinder deren Geburtsjahr vor 2008 liegt, beträgt die Kinderzulage 185 Euro.
  • Wurde das Kind nach dem 31.12.2007 geboren, erhalten die Eltern 300 Euro pro Jahr.

Durch die Kinderzulagen ist die Riester-Rente vor allem für Elternpaare und Alleinerziehende mit einem oder mehreren Kindern eine attraktive und lohnenswerte Vorsorge.

Vorteil: Steuerliche Vergünstigungen

Beiträge und Zulagen lassen sich steuerlich geltend machen. Dafür sind lediglich die entsprechenden Zahlen in der Einkommenssteuererklärung einzutragen (siehe auch Riester-Rente Steuer). Der maximale Sonderausgabenabzug liegt aktuell bei 2.100 Euro. Die zuständige Finanzbehörde prüft, ob die steuerpflichtigen Riester-Sparer von einer entsprechenden Steuerersparnis profitieren. Das ist meist bei kinderlosen Alleinlebenden der Fall, für die diese Form der Riester-Förderung daher besonders interessant ist.

icon Steuervorteil macht Riester-Rente für Gutverdiener attraktiv

Steuervorteil macht Riester-Rente für Gutverdiener attraktiv

Die private Riester-Altersvorsorge ist durch ihre Steuervorteile für Gutverdiener eine sinnvolle Vorsorge-Option. Jährlich sind Beiträge bis zu 2.100 Euro steuerlich absetzbar.

Hinweis: Die Rückzahlung des Finanzamts kann als Sonderzahlung ebenfalls in die Riester-Versicherung eingezahlt werden. Damit erhöht sich die private Rente und die Riester-Sparer profitieren im nächsten Jahr erneut von den Steuervorteilen.

Nachteil: Steuerpflicht im Rentenalter

Die ausgezahlte Rente muss voll versteuert werden. Allerdings ist der Steuersatz für Rentner geringer als für Erwerbstätige, deshalb wirkt sich dieser Riester-Rente Nachteil in den meisten Fällen weniger stark aus als im ersten Moment anzunehmen.

icon Riester-Auszahlung ins Ausland möglich

Riester-Auszahlung ins Ausland möglich

Diejenigen, die in der Vergangenheit ihren Ruhestand nicht in Deutschland verbringen wollten, mussten die staatlich erhaltenen Zuschüsse zurückzahlen. Bis 2009 war die Auszahlung der Riester-Rente an einen Wohnsitz in Deutschland gebunden. Der Europäische Gerichtshof kippte diese Bestimmung im Jahr 2009, da dies gegen geltendes EU-Recht verstößt.

Diese Regelung ist allerdings an die Bedingung geknüpft, dass der Altersruhesitz in einem EU-Land liegt.

Nachteil: Wohnsitz außerhalb der EU

Wer sich entscheidet, im Alter in einem Land außerhalb der Europäischen Union zu leben, dem kann es passieren, dass die Zulagen zurückgezahlt werden müssen.
Eine Schwachstelle beim Riestern liegt unter anderem darin, dass diese Form der privaten Rentenversicherung in der Auszahlphase besteuert wird. Das heißt, dass in Deutschland Steuern auf den Sparer zukommen werden. Im Ausland hat man mit dieser Steuerbelastung häufig nicht zu rechnen. Daher ergeben sich für ihn mit der Verlegung des Wohnsitzes ins Ausland letztendlich steuerliche Vorteile im Rentenalter.
Während der Ansparphase gelten ohnehin steuerliche Vorteile.

Riester nicht immer vererbbar

Eheleute können die Riester-Rente des riesternden Ehepartners förderunschädlich erben, wenn dieser verstirbt.

Stirbt der Riester-Sparer während der Auszahlungsphase, entscheidet die vertraglich vereinbarte Rentengarantiezeit darüber, wie lange die Riester-Rente an den Verwitweten ausgezahlt wird.

Beispiele:

  • Herr Walther hat die Riester-Rente vor seinem Tod bereits drei Jahre in Anspruch genommen. Damit hat seine Frau nur noch zwei Jahre Anspruch auf die Rentenzahlung.
  • Frau Müller hat eine Riester-Versicherung ohne Zusatzvereinbarung abgeschlossen. Im Fall ihres Todes fällt das angesparte Altersvorsorgevermögen der Versicherung zu.
  • Herr Bauer hat einen Riester-Bank- oder Fondssparplan (Riester-Rente Fondssparplan). Da er bei seinem Tod älter als 85 Jahre ist, haben seine Angehörigen keinen Anspruch mehr auf das angesparte Vermögen.
icon Das sollten Beamte beachten

Das sollten Beamte beachten

Prinzipiell gelten für Beamte (Riester-Rente für Beamte) die gleichen Vor- und Nachteile wie für alle anderen auch.
Hinzu kommt bei Beamten jedoch, dass sie etwas mehr beachten müssen, damit ihr Anspruch auf die Zulagen nicht verloren geht.

  • Sie müssen eine Freistellung von ihrer Versicherungspflicht beantragen.
  • Beamte müssen eine schriftliche Einwilligung abgeben, dass die Stellen, die für ihre Besoldung und Bezüge zuständig sind, alle notwendigen Daten an die Zentrale Zulagenstelle für Altersvermögen (ZfA) weitergeben dürfen. Diese gilt bis zum Widerruf.

Mit dem bürokratischen und komplizierten Zulagenverfahren haben jedoch nicht nur Beamte zu kämpfen. Die Bilanz zeigt, dass hier viel Geld verschenkt wird. Daher sollten alle Anleger einen Dauerzulagenantrag ausfüllen und bei ihrem Anbieter einreichen.

Berater-Tipp

Dauerzulagenantrag nutzen

„Um nicht jedes Jahr immer wieder die staatliche Zulage beantragen zu müssen, ist es sinnvoll, einen Dauerzulagenantrag beim Anbieter abzugeben. Dieser Antrag hat zur Folge, dass die Beantragung der Zulagen automatisch erfolgt. Das spart Zeit und vor allem viel Geld. Allerdings müssen Sie daran denken ihren Riester-Rente-Anbieter über wichtige Änderungen zu informieren, die die Höhe ihres Beitrages beeinflussen könnten. Dazu zählen z. B. Geburt eines Kindes, Erhöhung bzw. Verringerung des Bruttoeinkommens.“ Alexander Vorgerd

Alexander Vorgerd
„Die Beratung war kompetent und vertrauensvoll. Die Bearbeitungszeit war sehr schnell. Vielen Dank!“

05.04.2018, Privatkunde

Kundenstimmen
4.9 von 5 bei 162 Bewertungen
icon Kritik

Kritik

Widersprüchliche Darstellungen betreffen den Nutzen der Riester-Rente. Einige Experten sind vom Nutzen der Riester-Rente nicht überzeugt – s. a. Riester-Rente in der Kritik. Viele Verbraucherschützer meinen hingegen, dass es sich bei dieser privaten Altersvorsorge um eine lohnende Investition handelt, die vor Altersarmut schützen kann.

Das bereits kurz nach Einführung der Riester-Rente stark kritisierte Zulagenverfahren ist inzwischen deutlich vereinfacht worden. So reicht heute ein Dauerzulagenantrag, um die Förderungen zu erhalten. In der Vergangenheit hatten viele Riester-Sparer ihren Zulagenantrag nicht gestellt und erhielten auch keine Förderungen.

Riester-Rente in der Kritik

Einige Wissenschaftler und Verbraucherschützer sehen in der staatlich geförderten Altersvorsorge keine Möglichkeit, eine gute Rendite zu erzielen. Der Grund: Speziell die immensen Kosten bei der Riester-Rente gehen stets zu Lasten der Versicherten und schmälern damit die Erlöse. Die Kritikpunkte beziehen sich dabei allerdings eher auf die klassische Altersvorsorge und können kaum entkräftet werden. Denn mit Kosten von etwa 20 Prozent für Abschluss und Vertrieb ist das Produkt offenkundig zu teuer.

Fonds- und Banksparplan deutlich rentabler

Eine höhere Rendite können Anleger schon bei einem Fonds- oder Banksparplan erwarten. Der Nachteil bei der fondsgebundenen Variante liegt in der starken Ausrichtung am Kapitalmarkt. Nicht befürchten müssen die Investoren jedoch, dass die Beiträge verloren gehen. Denn sowohl die Einzahlungen als auch die Förderung werden gesetzlich garantiert. Eine Studie belegt, dass die Verzinsung mit weit über sieben Prozent um ein Vielfaches höher liegt, als bei der herkömmlichen Rentenversicherung.

Geeignet ist die Variante für:

  • junge Leute
  • Familien
  • Geringverdiener

Nachteile beim Bausparen

Die aufgestellten Strukturen der Kosten sind beim Riester-Rente Bausparen zum Teil etwas unübersichtlich.

Ein Bausparvertrag beinhaltet prinzipiell eine Abschlussgebühr in Höhe von einem Prozent auf die gewählte Bausparsumme. Als der Bausparvertrag eingeführt wurde, war die Handhabung noch sehr kompliziert. Stiftung Warentest hat allerdings ermittelt, dass die Angebote günstiger und transparenter geworden sind. So hatte der Vergleich der Stiftung Warentest eine mögliche Ersparnis von bis zu 13.000 Euro für Wohn-Riester Sparer ermittelt. Die Kombination aus Bausparen und einem tilgungsfreiem Darlehen hat sich beim Vergleich als besonders sinnvoll herausgestellt.

icon Nur für Familien sinnvoll

Nur für Familien sinnvoll

Berechtigt ist der Vorwurf, dass die Riester Rente mit ihren Altersvorsorgezulagen speziell Familien und Eltern begünstigt. Denn für jedes Kind gibt es je nach Geburtsjahr eine Zulage in Höhe von 185 Euro, wenn das Geburtsjahr vor 2008 liegt oder 300,00 Euro, bei Geburt nach 2008. Somit stimmt die Kritik, dass Familien bzw. Eltern besonders profitieren. Kinderlose Riesternde können nur die normale Förderung in Höhe von 175 € erhalten.

Zeitliche Entwicklung der Riester-Verträge

Viele Kritiker behaupten, dass noch immer zu wenige Bürger privat Vorsorge betreiben würden. Angesichts der Zahlen kann dieser Vorwurf zum Teil jedoch entkräftet werden (Quelle: BMAS – Bundesministerium für Arbeit und Soziales).

  • 2009: 13.365.000
  • 2010: 14.464.000
  • 2011: 15.416.000
  • 2012: 15.781.000
  • 2013: 15.999.000
  • 2014: 16.296.000
  • 2015: 16.482.000
  • 3. Quartal 2016: 16.508.000

Allerdings stimmt es, dass seit 2011 die Zahl der Neuverträge merklich zurückgegangen ist. Das heißt es entscheiden sich immer weniger Menschen dazu einen Riester-Vertrag abzuschließen.

Seit 2012 ist allerdings eine hohe Steigerungsrate im Bereich der Eigenheimrente (Wohn Riester) zu vermelden. 80 Prozent der Neuabschlüsse entfielen 2012 demnach auf den Wohn-Riester.

Probleme mit der mageren Rendite

Die Versicherer werben gerne damit, dass die klassische Riester Rente für Versicherte sicher ist und nicht den Schwankungen der Kapitalmärkte unterliegt. Tatsächlich fallen jedoch bei diesem Vorsorgeprodukt die höchsten Kosten aller angebotenen Anlageformen an. Auch wenn das Produkt scheinbar keine Risiken birgt, ist es nicht nur unflexibel, sondern auch teuer. Das Problem ist, dass sich die hohen Kosten kurzfristig nicht kompensieren lassen.

Grundsätzlich lohnt sich die klassische Riester-Rente weniger für:

  • Geringverdiener
  • Junge Versicherte
  • Personen, ohne gesichertes Einkommen

Riester-Vertrag enthält zu wenig Informationen

Auch die Reister-Verträge an sich stehen als intransparent und informationsarm in der Kritik. Demnach erhalten die Verbraucher bislang weder Informationen über das Risiko der Anlageform, die garantierten Rentenauszahlung noch über die tatsächlichen Kosten. Viele Kunden wussten selbst nach Vertragsabschluss nicht über die ihnen zustehende Förderung Bescheid. Dies geht aus einer repräsentativen Studie hervor. Eine Bilanz zeigt weiterhin, dass Zulagen häufig schlichtweg nicht beantragt worden sind.

Die Gründe hierfür sind:

  • Fehlende Information
  • Komplexes und bürokratisches Zulagenverfahren
  • Probleme mit dem Anbieter
icon Versicherte müssen alt werden wie Methusalem

Versicherte müssen alt werden wie Methusalem

Ein weiterer, sich hartnäckig haltender Kritikpunkt ist, dass die Riester-Versicherten sehr alt werden müssen, damit sich der Altersvorsorgevertrag im Rentenalter rechnet.

Auch hier gilt, dass es Produkte mit niedrigen und hohen Kosten gibt. Wie beispielsweise im Fall der klassischen Rentenversicherung sind deutlich zu hohe Kosten mit dem Produkt verbunden. Durch diesen Sachverhalt sinkt nicht nur die Rendite, sondern letztendlich auch die garantierte Rente im Alter. Damit ist die Kritik nur teilweise berechtigt und hängt von dem jeweiligen Riester-Produkt ab.

Hohes finanzielles Risiko

Auch der Vorwurf, dass ein finanzielles Risiko für die Anleger besteht, stimmt so pauschal nicht.
Bei jedem zertifizierten Produkt werden im Rentenalter sowohl die eingezahlten Beiträge als auch, die vom Staat erhaltenen Zulagen als garantierte Rente ausgezahlt. Dieser Geldbetrag stellt allerdings lediglich das unterste Minimum dar. Die Gesellschaften weisen in ihren Verträgen sowohl eine prognostizierte als auch eine garantierte Rente aus. Die garantierte Rente erhält der Versicherte zu Beginn der Auszahlungsphase in jedem Fall. Die prognostizierte Rente ist eine Zusatzleistung, deren Höhe vom Anlageerfolg der Unternehmen abhängig ist.

icon Rente nur für Besserverdiener lohnenswert?

Rente nur für Besserverdiener lohnenswert?

Ein grundsätzlicher Kritikpunkt an der Riesterrente ist, dass sie sich nur für Besserverdienende rechnet. Laut der Finanztest-Ausgabe 2012 ist diese Kritik ungerechtfertigt. Die jeweiligen Beiträge dieser Altersvorsorge orientieren sich am Einkommen der Sparer. Bei einer Beitragszahlung von vier Prozent des Bruttoverdienstes erhalten die Versicherten die volle Förderung. Arbeitnehmer, die weniger verdienen, können zwar nur geringere Beiträge einzahlen als Besserverdienende oder Beamte, aber dies hat keine Auswirkungen auf die Höhe der Zulagen. Werden die Mindestbeiträge eingezahlt, die nötig sind, um Anrecht auf die staatlichen Zulagen zu haben, bekommt der Riesternde diese auch. Der im aktuellen Jahr zu entrichtende Beitrag, wird anhand des Vorjahreseinkommens berechnet. Das heißt, wer weniger verdient, für den sind auch die zu zahlenden Mindestbeiträge zur Riester-Rente geringer. So besteht unter bestimmten Umständen sogar die Möglichkeit, mehr staatliche Zuschüsse zu erhalten, als man selbst einzahlt.

Riester-Rente contra: Nachholbedarf bei der Transparenz

Einige Produkte fressen die Ersparnisse der Anleger auf. Der Grund: Die Versicherungswirtschaft bewirbt zum Teil unpassende Angebote der Riesterrente. Die Standard Riesterversicherung ist mit bis zu 20 Prozent Kosten die vergleichsweise teuerste Alternative aller Angebote. Die Kosten entfallen auf die Bereiche Vertrieb, Verwaltung und Vertragsabschluss.

Eine fondsgebundene Riester Rente ist mit geringeren Kosten von bis zu fünf Prozent, eine günstigere Alternative für den Kunden.

Im Podcast des GDV wird die Riester-Rente vorgestellt:

icon Pro wie Produktinformationsblatt:

Pro wie Produktinformationsblatt:

Auch der Bundestag hat sich mit der anhaltenden Kritik zur privaten Altersvorsorge beschäftigt. Als Folge dessen, sollen Versicherte nun eine genaue Übersicht über wichtige Eckpunkte und Kennzahlen in ihren Verträgen erhalten. Dazu zählen:

  • Übersicht über die tatsächlichen Kosten
  • Ausweisung der garantierten Rente
  • Risiko-Klassifizierung des Produktes (Im Schulnotensystem von 1 bis 6)

Inwiefern diese gesetzlich erzwungene Transparenz, die staatlich bezuschusste Altersvorsorge profitabler und vergleichbarer machen wird, bleibt abzuwarten. Kritiker sehen die Neuerung als Tropfen auf den heißen Stein und prognostizieren, die das Produktinformationsblatt keine grundsätzliche Verbesserung bringen wird.

Mit Hilfe des in Auftrag gegebenen Produktinformationsblattes sollen die Bürger künftig besser informiert werden. Auch sollen schlechte Angebote künftig besser zu erkennen sein. Seit Januar 2017 ist das Informationsblatt verpflichtend für alle Anbieter von Riester-Renten. Die meisten Versicherer nutzen dieses Blatt allerdings bereits jetzt schon. Was für den Riester-Sparer besonders interessant ist: Das Blatt informiert über die Zusammensetzung der Kosten des Produkts. Dadurch kann der Interessent die verschiedenen Tarife vor dem Abschluss besser vergleichen und das optimale Angebot finden.

Zusammenfassung der Stiftung Warentest

Im Zuge, der von der Bundesregierung geplanten Reform sollen die Schwachstellen der Riester-Rente beseitigt werden.

Folgende Punkte sollen mit der Neuregelung angegangen werden:

  • Verbesserung der Vergleichbarkeit der Produkte
  • umfassende Informationen zur Höhe der nötigen Mindesteinzahlung und der späteren Rente

In den letzten Jahren hatte der Verbraucher einige Verschlechterungen hin zu nehmen. Trotz der Änderungen ist die Riesterrente laut Finanztest jedoch noch immer eine rentable Zusatzrente.

Riester-Rente contra: Eigeninteresse der Anbieter

Die Hauptverantwortung für den relativ schlechten Ruf der Riester-Rente tragen indes die, vom Eigeninteresse geleiteten Versicherungsvermittler. Hohe Provisionen gibt es für die Produkte, die von Nachteil für den Kunden sein können. Auf Grund von Fehlinformation weiß eine große Anzahl der Riester-Sparer nicht um die beträchtlichen Kosten ihres jeweiligen Vertrages. Dies sorgt verständlicherweise für Unmut.

Ein weiteres Problem betrifft die Vermittler. Sie bekommen hohe Provisionen für die Vermittlung bestimmter Produkte der Riesterrente in Aussicht gestellt. Die Folge ist, dass die jeweiligen Kunden so teilweise an unpassende Produkte geraten. Die Makler erhalten beispielsweise bei der Vermittlung von Fondssparplänen eine geringere Provision als bei klassischen Riester-Renten.

Zu wenig Sparer der Riester-Rente

Dies ist ein zum Teil berechtigter Kritikpunkt. Die Bundesregierung hat ihr Ziel verfehlt. Mit rund 16,5 Millionen Riester-Sparern werden noch immer nur etwa die Hälfte der förderberechtigten erreicht. Andererseits liegt die Riester-Rente mittlerweile auf dem dritten Rang, der am häufigsten abgeschlossenen Versicherungen in Deutschland.

Problematischer ist vielmehr der Sachverhalt, dass die Menschen, die riestern häufig zu geringe Beiträge einzahlen, sodass sie die Förderung nicht bekommen, die ihnen eigentlich zusteht. Fazit: : Die Funktionsweise dieser Altersvorsorge sollte den Verbrauchern besser vermittelt werden.

Zu komplex und voller Bürokratie

Dieser Vorwurf ist berechtigt. Um die gesamte Funktionsweise verstehen zu können, benötigt der Verbraucher viele Informationen. Speziell das Zulagenverfahren ist reltiv kompliziert. Die Anleger verschenken auf Grund der zu komplexen Funktionsweise der Riester-Rente viele Millionen Euro an staatlichen Zulagen. Die Regierung plant indes Verbesserungen in diesem Bereich. Dies scheint angesichts der verschenkten Zuschüsse auch dringend notwendig.

Fazit zur Kritik an der Riester-Rente

Die Funktionsweise der Riester-Rente ist in ihrem Grundgedanken gut, allerdings sollten die Angebote optimiert werden. Die Riester-Rente ist für diejenigen lohnenswert, die eine zusätzliche Rente im Alter beziehen möchten sowie für die, die Wohneigentum erwerben wollen. Mit einer Riester-Rentenversicherung können bessere Konditionen erreicht werden als mit anderen Versicherungsvarianten. Die Funktionsweise der Riesterrente müsste vereinfacht werden. Für wen sich die Riester-Rente letztendlich lohnt wirklich, kann schnell und einfach mit Hilfe von einem neutralen Online-Vergleich herausgefunden werden.

icon Gut zu wissen

Gut zu wissen

Bezieher von Hartz-IV, als Minijobber, Angestellte, Hausfrauen und Hausmänner, Alleinerziehende und pflegende Familienangehörige haben die Möglichkeit, bis zu 1.000 Euro im Jahr staatliche Zulagen zu erhalten. Dabei haben sie in einigen Fällen lediglich den Sockelbetrag in Höhe von 60 Euro im Jahr zu zahlen.

Jetzt kostenlosen Vergleich anfordern und alle Vorteile der Riester-Rente nutzen und den Nachteilen aus dem Weg gehen.

icon Modellrechnung der Stiftung Warentest

Modellrechnung der Stiftung Warentest

Ein alleinerziehender Sparer mit zwei Kindern und einem jährlichen Verdienst von etwa 20.000 Euro kann Zulagen von bis zu 775 Euro pro Jahr erhalten. Dabei hat er lediglich den so genannten Sockelbetrag in Höhe von 60 Euro im Jahr zu zahlen. An diesem Beispiel wird schnell klar, dass vor allem Menschen, die nicht so viel verdienen von der bekanntesten Altersvorsorge profitieren. Vor allem durch die relativ hohe Kinderzulage. Diese beträgt pro Kind, dass nach 2008 geboren wurde, 300 Euro im Jahr.

Riester-Rente besser als ihr Ruf

Tatsächlich scheint die Riesterrente nicht so schlecht zu sein, wie sie häufig dargestellt wird. Die einzelnen Tarife schneiden in den jeweiligen Tests besser ab als in der Bevölkerung allgemein bekannt zu sein scheint. So ist ein Riester-Rente Fondssparplan eine vergleichsweise günstige Alternative zu den sonstigen Produkten. Die Kosten für Vertrieb, Vermittlung und Verwaltung betragen hier nur etwa fünf Prozent. Die klassische Form weist hingegen Kosten von bis zu 20 Prozent auf. Dies wissen viele Verbraucher nicht, da die Versicherungsbranche in aller Regel die kostenintensiveren Produkte bewirbt.

Schluss mit schlechter Beratung nach Neuregelung

Im Zuge der geplanten Reform sollen die Versicherer künftig im Falle einer schlechten Beratung sanktioniert werden und die Kunden dürfen ohne wirtschaftliche Verluste aus dem entsprechenden Vertrag jederzeit aussteigen. Auch sollen die Kosten für einen Wechsel in Zukunft gedeckelt werden. Die Höchstgrenze wird hierbei auf 150 Euro festgelegt. Auch Verbraucherschutz und Finanzexperten raten eher zu einem Fondssparplan. Hier sind die Kosten für einen Abschluss wesentlich geringer als bei anderen Vorsorgeprodukten.
Informationen zum Fondsparplan sind unter riesterrente-heute.de zu finden.

Ja oder Nein? – Oder doch Wohn-Riester?

Mittlerweile entscheiden sich immer mehr Bürger für den Wohn-Riester (Eigenheimrente). Wer einen solchen Vertrag abschließen möchte, erhält ebenfalls die volle Förderung und hat Anrecht auf sehr günstige Darlehen.

icon Nachteile beim Wohn-Riester

Nachteile beim Wohn-Riester

In Bezug auf den Wohn-Riester gibt es zwei große Kritikpunkte.

Wer mit dem Wohn-Riester eine Immobilie erwirbt oder baut, muss diese selbst bewohnen. Das heißt, den Wohn-Riester kann man nicht dazu nutzen, ein Ferienhaus oder eine Wohnung zum Weitervermieten zu finanzieren. Dies ist durch das Gesetz nicht vorgesehen.

Sollte es dem Riesternden darüber hinaus nicht gelingen, den Kredit bis zum Rentenalter zu tilgen, so muss er die erhaltene Förderung ebenfalls zurückzahlen. Daher sollte man den Kombikredit aus tilgungsfreiem Darlehen und Bausparvertrag so wählen, dass er bis zu diesem Zeitpunkt abbezahlt werden kann. Finanztest hat ermittelt, dass es hier ein Einsparpotential von bis zu 13.000 Euro gibt.

Altersvorsorge-Verbesserungsgesetzes verbessert Wohn-Riester

Seit dem 1. Januar 2014 ist es möglich, die Riester-Förderung auch zum altersgerechten Aus- bzw. Umbau einer Wohnung zu nutzen. Mit dem Inkrafttreten des Altersvorsorge-Verbesserungsgesetzes kann man Kapital aus einem Wohn-Riester-Vertrag entnehmen, um einen barrierereduzierenden Umbau der eigenen Wohnung zu finanzieren. Dies war bislang nicht möglich bzw. mussten Riester-Sparer vor 2014 in einem solchen Fall die staatliche Förderung zurückzahlen. Nun kann der Verbraucher, seine selbst genutzte Wohnimmobilie altersgerecht umzubauen ohne Angst um seine Förderung zu haben.

Fazit

Die Riester-Rente hat einige Nachteile. Doch denen gegenüber stehen auch etliche Vorteile. Beide sollten für jeden Einzelfall gegeneinander abgewogen werden. Trotz aller Kritik können Verbraucher mit einer Riester-Rente noch immer hohe Rendite erzielen. Diese ist nicht nur von der Zahl der Kinder abhängig.

Mit den staatlichen Zulagen, den steuerlichen Vorteilen und der hohen Sicherheit hält die Riester-Rente überzeugende Argumente bereit. Einige Regelungen der Riester-Rente haben jedoch auch Nachteile bzw. ungünstige Auswirkungen, die es bei anderen Altersvorsorgeprodukten nicht gibt. Entscheidend ist vor allem die die Wahl des richtigen Produktes. Häufig haben Kunden, die unzufrieden mit ihrem Riester-Produkt sind, schlichtweg einen falschen Vertrag bei zu hohen Kosten abgeschlossen.