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Riester-Rente Lehrer
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Riester-Rente Lehrer

Riester-Rente für Lehrer? Die reguläre Rentenversicherung für Lehrer sichert den Berufsstand im Alter und bei frühzeitiger Dienstunfähigkeit ab. Bei der Versorgung der Lehrer handelt es sich um ein eigenständiges System. Für selbständige Lehrer wurde eine besondere Regelung geschaffen. So können auch Lehrer von der staatlichen Förderung der Riester-Rente profitieren.

Beamtenversorgungsgesetz

Es besteht hierbei ein prinzipieller Unterschied zu der gesetzlichen Rentenversicherung, die beitragsgeschützt ist. Durch das Beamtenversorgungsgesetz wird die gesetzliche Rentenversicherung für Lehrer, die den Beamtenstatus besitzen, gesondert geregelt. Die Versorgung erfolgt einheitlich für alle Beamten. Von der Zentralen Zulagenstelle für Altersvermögen gibt es eine Übersicht, was Beamte beachten müssen, wenn sie eine staatlich geförderte Riester-Rente beantragen wollen.

Lohnt sich die Riester-Rente für Lehrer?

Auf Grund der einheitlichen Versorgungsregelung besitzen Lehrer keinen Anspruch auf eine betriebliche Altersvorsorge. Daher haben Lehrer lediglich mit dem Abschluss einer privaten Altersvorsorge im Rahmen einer Rentenversicherung für Beamte Anspruch auf die Riester-Rente Leistungen.

Die staatlichen Zulagen (Riester-Rente Förderung) sowie die Vorteile bei der Steuer können somit in vollem Umfang genutzt werden. Daher lohnt die Riester-Rente auch für verbeamtete Lehrer. Voraussetzung ist einzig, dass ein geförderter Altersvorsorgevertrag abgeschlossen und der Mindesteigenbeitrag eingezahlt wird.

Eine Riester-Rente kann bei Versicherungen, Banken und anderen Finanzdienstleistern abgeschlossen werden. Sinnvoll und ratsam ist und bleibt allerdings ein unabhängiger Riester-Vergleich der jeweiligen Anbieter.

Beispielrechnung: Bruttoverdienst von 3.000 Euro monatlich und zwei Kinder

Die Kinder sind beide nach dem relevanten Jahr 2008 geboren. Daher wird eine Kinderzulage in Höhe von 300 Euro pro Kind und Jahr für einen Elternteil gewährt. Bei einem monatlichen Bruttoeinkommen von 3.000 Euro muss der Sparer monatlich 4  Prozent als Beitrag für die Riester-Rente zahlen, um die maximale Förderung zu erhalten. Das entspricht 120 Euro pro Monat bzw. einen Jahresbeitrag von 1.440 Euro. Von den 1.440 € werden nun die Grund- und die Kinderzulage abgezogen. Dass bedeutet bei zwei, nach 2008 geborenen Kindern, werden 754 € abgezogen und der betreffende Lehrer muss nur noch einen Jahresbeitrag von 686 € bzw. 57,17 pro Monat für seine Altersvorsorge zahlen, um:

  • zweimal die Zulage für Kinder von 300 Euro (gesamt 600 Euro)
  • sowie die Grundzulage in Höhe von 154 Euro zu erhalten.

Hinzu kommen noch die Erleichterungen bei der Steuer, Mindestrendite und gegebenenfalls ein Berufseinsteiger-Bonus.

  • Gut zu wissen

Wenn der Ehepartner eine Riester-Rente abgeschlossen haben sollte, ergibt sich ein mittelbarer Förderanspruch. Der Vorteil hierbei ist, dass lediglich der 2012 eingeführte Sockelbetrag von 60 Euro im Jahr als Beitrag anfällt. Obwohl die Beitragszahlung sehr gering ist, erhält der Sparer die maximal mögliche Förderung (auf 60 Euro können hier leicht mehrere Kinderzulagen, Grundzulage und steuerliche Vorteile kommen).

Verbeamtete Lehrer

Die Regelung der Versorgung erfolgt für Beamte (Riester Rente für Beamte) aus Bund und Ländern, aus Gemeinden und Körperschaften und aus Anstalten sowie Stiftungen des öffentlichen Rechtes. Seit dem 01.01.2005 haben auch Lehrer die Möglichkeit, die staatlich geförderte Riester-Rente zu nutzen. Dies ergibt sich aus dem sogenannten Alterseinkünftegesetz. Daher haben auch Lehrer die Chance, aus ihrem unversteuerten Verdienst privat Vorsorge zu betreiben und von den Leistungen der Riester-Rente zu profitieren.

Auch für den Berufsstand der Lehrer sind sinkende Alterseinkünfte zu befürchten. Daher ist es sinnvoll, privat vorzusorgen.

Selbständige Lehrer

Für selbständige Lehrer (Riester-Rente für Selbständige) musste auf Grund der Besonderheit die Regelung mit einem Urteil des Bundesverfassungsgerichtes klargestellt werden. Laut Beschluss ist die Rentenversicherung für selbständige Lehrer gemäß der Verfassung gültig. Dies gilt auch dann, wenn diese nicht in einem Beschäftigungsverhältnis tätig sind. Durch diese Regelung soll die Altersarmut vermieden werden.

Eine ungleiche Behandlung gegenüber anderen selbständigen Berufsgruppen schloss das Bundesverfassungsgericht aus. Mit Beschluss des Bundesverfassungsgerichtes vom 26.06.2007 wurde dieser Personenkreis als schutzbedürftig eingestuft, da ihr Lebensunterhalt hauptsächlich auf der Verwertung der Arbeitskraft basiert. Um der Altersarmut zu entgehen, ist ein Abschluss nach Auffassung der Richter sinnvoll.

Fazit

Die zusätzliche Altersvorsorge ist sinnvoll, weil die gesetzliche Rentenversicherung rapide zu sinken droht. Vor allem profitieren aber Eltern von den Förderrichtlinien zur Riester-Rente, da die Kinderzulage mit bis zu 300 Euro als Zuschuss sehr hoch ausfällt. Ein Vergleich ist sinnvoll und lohnt für jeden, der eine geringe Rente zu erwarten hat. Unter riesterrente-heute.de erfahren Sie mehr zum Thema.