Riester Rente

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Der Maximalbetrag bei der Riester-Rente
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Der Maximalbetrag bei der Riester-Rente

Grundsätzlich können Verbraucher in ihren Riester-Vertrag so viel einzahlen, wie sie möchten. Steuervorteile genießen Sie jedoch nur bis zu einem Maximalbetrag. Nach § 10 EStG können Zulageberechtigte bis zu 2.100 Euro für die Altersvorsorge steuerlich geltend machen. In gewissen Fällen kann es sich dennoch lohnen, mehr als Riester-Rente Maximalbetrag einzuzahlen.

Wie hoch ist der Riester-Rente Maximalbetrag?

Drei Begriffe sind im Zusammenhang mit der Riester-Rente wichtig:

  • Sockelbetrag
  • Mindestbetrag
  • Maximalbetrag oder auch Höchstbetrag

Der Zusammenhang der drei Begriffe:

Der Staat fördert die Riester-Rente über eine Grundzulage und Steuervorteile. Um die Altersvorsorgezulage überhaupt in Anspruch nehmen zu können, muss der sogenannter Sockelbetrag entrichtet werden. Dieser liegt bei 60 Euro im Jahr. Wer die volle Grundzulage in Höhe von 175 Euro (seit 01.01.2018) erhalten möchte, muss zudem einen Mindestbetrag von 4 Prozent seines rentenversicherungspflichtigen Bruttoeinkommens aus dem Vorjahr in den Riester-Vertrag einzahlen. Wer weniger einzahlt, erhält eine entsprechend geringere Förderung. Die dritte wichtige Größe für die Riester-Rente ist der Maximalbetrag. Das ist der Höchstbetrag, den Zulageberechtigte steuerlich geltend machen können. Definiert ist der Riester-Rente Maximalbetrag in § 10a Einkommensteuergesetz (EStG). Er liegt bei jährlich 2.100 Euro.

Maximalbetrag für riesternde Ehepaare

Zahlen beide Ehepartner in die Rentenversicherung ein, können auch beide einen Riester-Vertrag abschließen. Der Riester-Rente Maximalbetrag verdoppelt sich damit auf 4.200 Euro. Beide Ehepaare erhalten die Grundzulage. Zusätzlich besteht Anspruch auf eine Kinderzulage in Höhe von 300 Euro für Kinder, die nach 200 geboren sind, bzw. 185 Euro für Kinder, die vor 2008 geboren sind. Die Kinderzulage wird pro Ehepaar nur einmal ausgezahlt.

Ist nur ein Ehepartner rentenversicherungspflichtig beschäftigt und schließt einen Riester-Vertrag ab, ist der andere mittelbar förderberechtigt. Um ebenfalls die volle Grundzulage zu erhalten, zahlt der mittelbar förderberechtigte Ehepartner lediglich den Sockelbetrag von 60 Euro pro Jahr in den Riester-Vertrag ein. Der förderbare Maximalbetrag steigt in diesem Fall auf 2.160 Euro.

Können Riester-Sparer auch mehr als den Maximalbetrag einzahlen?

Grundsätzlich können Sparer so viel Geld in ihren Riester-Vertrag einzahlen, wie sie möchten. Wer mehr als den Maximalbetrag leistet, erhält auf die Überzahlung jedoch keine Förderung mehr. Erhalten Arbeitnehmer jedoch einen so hohen Bruttoverdienst, dass 4 Prozent ihres Einkommens höher sind als 2.100 Euro, müssen sie auch nur den Maximalbetrag einzahlen, um staatliche Förderung zu erhalten.

Zulagen mindern den Riester-Rente Maximalbetrag

Maximalbetrag - Höchstbetrag

Möchten Sie Ihre Beiträge zur Riester-Rente steuerlich geltend machen, tragen Sie diese ab Zeile 9 der Anlage AV ein. Die staatlich gewährten Zulagen sind allerdings bereits Teil des förderfähigen Beitrags. Bei Erhalt der kompletten Grundzulage werden daher statt 2.100 Euro Maximalbetrag nur 1.925 Euro fällig. Das bedeutet allerdings auch, dass nur maximal 1.925 Euro von der Steuer abgesetzt werden können.

Je höher die gewährten Zulagen, umso geringer fällt der Steuervorteil aus. Als Beispiel dient ein Ehepaar, bei dem ein Partner in die Riester-Rente einzahlt. Bei zwei Kindern, die nach 2008 geboren sind, ist von 2.100 Euro Maximalbetrag neben der Grundzulage auch noch die Kinderzulage von 600 Euro abzuziehen. Die steuerlich absetzbaren Beiträge zur Altersvorsorge liegen dementsprechend nur noch bei 1.325 Euro.

Das Finanzamt ist verpflichtet, eine s. g. Günstigerprüfung durchzuführen. Das heißt, es prüft, ob die Zulagen oder eine Steuerermäßigung günstiger für Sie sind. Bei getrennter Veranlagung erfolgt die Günstigerprüfung für jeden Ehepartner gesondert. Bei gemeinsamer Veranlagung addiert das Finanzamt in der Regel die Zulagen, die beide Ehepartner erhalten und vergleicht diese mit dem möglichen Sonderausgabenabzug. Sollte dabei eine Steuerermäßigung für Sie herauskommen, erhalten Sie die Differenz aus Steuerrückzahlung abzüglich Zulagen ausbezahlt. Den Maximalbetrag steuerlich geltend zu machen lohnt sich also vor allem für Personen, die keine oder eher geringe Zulagen erhalten, etwa alleinstehende Besserverdienende.

Alternativen zur Überzahlung prüfen

Zahlen Sie mehr als den erforderlichen Höchstbetrag von 2.100 Euro in Ihren Riester-Vertrag ein, erhöht sich damit im Alter zwar die Rente. Dabei ist allerdings zu berücksichtigen, dass die Riester-Rente nachgelagert besteuert wird. Während der Auszahlungsphase fallen auf die Riester-Rente 100 Prozent des persönlichen Steuersatzes an. Wie hoch der Steuersatz ist, hängt vom Einkommen des Rentners ab. Damit holt sich der Staat Steuervorteile aus der Ansparphase zum Teil wieder zurück.

Statt eine höhere Zahlung zur Riester-Rente zu leisten, kann es daher steuerlich günstiger sein, in die Basisrente oder eine andere private Altersvorsorge zu investieren. Möchten Sie das Optimum aus Ihrer Altersvorsorge herausholen, sollten Sie sich individuell beraten lassen.

Maximalbetrag gilt auch für den Insolvenz- und Hartz-IV-Schutz

Hin und wieder wird die Überzahlung von Riester-Verträgen empfohlen, da auf diese Weise ein höherer Beitrag unter den Insolvenz- und Hartz-IV-Schutz falle. Das stimmt allerdings nicht. Der Insolvenz- und Hartz-IV-Schutz bezieht sich ebenfalls auf den förderungsfähigen Maximalbetrag von 2.100 Euro.

Wann lohnt es sich, mehr als den Maximalbetrag in die Riester-Rente einzuzahlen?

In gewissen Fällen kann sich eine Überzahlung der Riester-Rente lohnen. Das gilt vor allem für Riester-Fondssparpläne.
Auch bei Riester-Fondssparplänen gibt bei Überzahlung weder höhere Zulagen noch lassen sich die zusätzlich gezahlten Beiträge von der Steuer absetzen. Vorteile können sich allerdings während der Auszahlungsphase ergeben.

Anders als angespartes Riester-Kapital wird überspartes Fondsguthaben nämlich nicht zu 100 Prozent besteuert. Wie bei einer Kapital-Lebensversicherung müssen Sparer lediglich den halben Gewinn mit ihrem persönlichen Steuersatz abrechnen. Gilt im Ruhestand also ein Steuersatz von 25 Prozent, werden bei hälftiger Besteuerung nur 12,5 Prozent auf die Kapitalerträge berechnet. Das gilt unter folgenden Bedingungen:

  • Bei Riester-Verträgen, die vor 2011 abgeschlossen wurden, müssen Sparer das 60. Lebensjahr vollendet haben.
  • Bei Riester-Verträgen, die nach 2011 abgeschlossen wurden, müssen Sparer das 62. Lebensjahr vollendet haben.
  • Der Riester-Fondssparplan muss seit mindestens 12 Jahren bestehen.

Riester-Fondssparpläne als Alternative zu Banksparplänen

Riester-Fondssparpläne eignen sich auch für nicht förderberechtigte Personen als Alternative zu herkömmlichen Bank- und Fondssparplänen. Letztere unterliegen der Abgeltungssteuer von 25 Prozent, zudem fallen Solidarbeitrag und Kirchensteuer an. Die Steuersätze überzahlter Riester-Fondssparpläne liegen in jedem Fall unterhalb der Abgeltungssteuer. Zusätzlich profitieren Sparer von der gleichen Kapitalgarantie zu Rentenbeginn wie bei einer geförderten Altersvorsorge. Das Geld, das in einen ungeförderten Riester-Fondssparplan einfließt, muss nicht verrentet werden. Sparer können es sich zu Rentenbeginn auch auszahlen lassen. Wird das Geld verrentet, wird der relativ geringe Ertragsanteil versteuert.

Lohnt es sich für Sie, mehr als den Riester-Rente Maximalbeitrag einzuzahlen? Lassen Sie sich von unseren unabhängigen Experten zur Riester-Rente beraten und erfahren Sie, wie Sie das Optimum aus Ihrem Riester-Vertrag herausholen.