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Rente mit 63 – Voraussetzungen und Abschläge
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Rente mit 63 – Voraussetzungen und Abschläge

Wer nicht bis zum 65. oder 67. Lebensjahr arbeiten möchte, kann bereits mit 63 Jahren die Frührente beantragen. Für Beschäftigte, die mindestens 45 Jahre lang in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt haben, ist sogar eine abschlagsfreie Rente mit 63 möglich. Die Altersgrenze für die abschlagsfreie Frührente wird jedoch schrittweise angehoben.

Was ist die abschlagsfreie Rente mit 63?

Mit 63 in Rente gehenDas Renteneintrittsalter liegt für zahlreiche Beschäftigte bei 65 Jahren. Wer nach 1964 geboren ist, erreicht das gesetzliche Renteneintrittsalter sogar erst mit 67 Jahren. Nicht jeder kann oder möchte aber so lange arbeiten. Für besonders langjährig beschäftigte Arbeitnehmer hat der Gesetzgeber zum 1. Juli 2014 daher die Möglichkeit geschaffen, auch schon mit 63 Jahren in Rente zu gehen, ohne dass die Rente reduziert wird.

Die Voraussetzung für die „Altersrente für besonders langjährig Versicherte“, wie die Rente mit 63 offiziell heißt: Arbeitnehmer müssen mindestens 45 Jahre lang in die Rentenversicherung eingezahlt haben. Laut Berechnungen der Bundesregierung können jährlich rund 200.000 Beschäftigte von der abschlagsfreien Frührente profitieren, rund 25 Prozent davon Frauen.

Was zählt zur Versicherungszeit?

Zur Versicherungszeit zählt nicht nur die Zeit, die Sie tatsächlich gearbeitet haben. Ausschlaggebend ist die Zeit, in der Sie Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung geleistet haben. Dazu zählen:

  • Zeiten mit Pflichtbeiträgen aus selbständiger Beschäftigung
  • Zeiten, in denen ALG I, Teilarbeitslosengeld, Krankengeld, Kurzarbeitsgeld oder Übergangsgeld gezahlt wurde
  • Ausbildungszeit
  • Kindererziehungszeit
  • Zeiten der nicht erwerbsmäßigen Pflege von Angehörigen
  • Wehr- und Zivildienst
  • berufliche Weiterbildung
  • Zeitraum, in dem Insolvenzgeld bezogen wurde
  • Zeiten, in denen freiwillige Rentenbeiträge gezahlt wurde, wenn Pflichtbeiträge für mindestens 18 Jahre vorhanden sind

Nicht berücksichtigt werden Zeiträume, in denen ALG II, Geld aus einem Versorgungsausgleich oder aus einem Rentensplitting unter Ehegatten oder eingetragenen Lebenspartnern bezogen wurde.

Wer kann die abschlagsfreie Frührente mit 63 beantragen?

Eine Mindestversicherungszeit von 45 Jahren ist noch nicht die einzige Vorgabe für die abschlagsfreie Rente mit 63. Wer den früheren Renteneintritt beantragt, darf zudem noch keine Altersrente beziehen.

Ab dem Jahrgang 1953 erfolgt darüber hinaus eine schrittweise Anhebung der Altersgrenze um jeweils zwei Monate. Für Arbeitnehmer, die im Jahr 1957 geboren sind, liegt das frühestmögliche Eintrittsalter in die abschlagsfreie Rente damit bei 63 Jahren und 10 Monaten. Wer 1958 geboren ist, kann erst mit 64 Jahren in Rente gehen, ohne Abschläge zu zahlen. Ab dem Jahrgang 1965 liegt das Eintrittsalter für die „Altersrente für besonders langjährig Versicherte“ dann bei 65 Jahren.

So verläuft die schrittweise Anhebung des Eintrittsalters auf 65 Jahre

Erläuterung der unten stehenden Tabelle: Wer 1953 geboren wurde, kann im Alter von 63 Jahren und 2 Monaten vorzeitig in Rente gehen, ohne Abschläge hinnehmen zu müssen.

Geburtsjahr Jahr Monate
1953 63 2
1954 63 4
1955 63 6
1956 63 8
1957 63 10
1958 64 0
1959 64 2
1960 64 4
1961 64 6
1962 64 8
1963 64 10

Für alle Jahrgänge ab 1964 beträgt das Eintrittsalter in die abschlagsfreie Frührente dann 65 Jahre.

Müssen Sie die abschlagsfreie Frührente in Anspruch nehmen?

Die abschlagsfreie Frührente ist eine freiwillige Option. Der Gesetzgeber wollte mit dieser Regelung ursprünglich Arbeitnehmer schützen, die aus gesundheitlichen Gründen nicht bis zum gesetzlichen Renteneintrittsalter arbeiten können. Laut einer Studie der Deutschen Rentenversicherung wird diese Möglichkeit allerdings vor allem von gesunden, arbeitsfähigen Beschäftigten in Anspruch genommen.

Rentner müssen zwar keine Abschläge befürchten, erhalten durch die kürzere Arbeitszeit aber weniger Rentenpunkte gutgeschrieben. Entsprechend bekommen Sie auch etwas weniger Rente ausbezahlt. Meist ist der Unterschied so gering, dass sich das Weiterarbeiten bis zum gesetzlichen Renteneintrittsalter nicht wirklich lohnt. Falls Sie dennoch weiterarbeiten möchten, können Sie das vorbehaltlich tarifvertraglicher oder anderer arbeitsrechtlicher Einschränkungen jedoch problemlos tun.

Abschlagsfreie Rente für Schwerbehinderte

Auch Schwerbehinderte können ohne ohne Abschläge früher in Rente gehen. Der Grad der Behinderung muss mindestens 50 Prozent betragen. Das Renteneintrittsalter steigt wiederum schrittweise um zwei Monate an, bis auf 65 Jahre für Beschäftigte, die ab 1964 geboren wurden. Wer früher in Rente gehen möchte, zahlt pro Monat, den die Rente früher beginnt, einen Abschlag von 0,3 Prozent des Rentenbetrags.

Rente mit 63 mit Abschlägen

Mit 63 in Rente gehenEine Alternative zur abschlagsfreien Rente mit 63 ist die „Altersrente für langjährig Versicherte“. Die Hürden für den Antrag sind geringer: Sie müssen nur 35 Jahre lang in die Rentenversicherung eingezahlt haben. Zudem bleibt das Eintrittsalter konstant, unabhängig vom Geburtsdatum.

Im Vergleich mit der abschlagsfreien Rente ist die „Altersrente für langjährig Versicherte“ allerdings recht teuer. Für jeden Monat, den Sie früher in Rente gehen, müssen Sie einen Abschlag von 0,3 Prozent in Kauf nehmen. Möchten Sie sich beispielsweise zwei Jahre vor dem gesetzlichen Renteneintrittsalter berenten lassen, wird ihre Rente um 7,2 Prozent gekürzt.

Besonders teuer ist die frühere Berentung für jüngere Arbeitnehmer, die mit 63 Jahren in Rente gehen möchten. Für alle ab 1964 geborenen Jahrgänge liegt das gesetzliche Renteneintrittsalter bei 67 Jahren. Die Rente mit 63 bedeutet einen um vier Jahre vorverlegten Rentenbeginn und damit Abschläge in Höhe von 14,4 Prozent.

Wie können Sie die Rente mit 63 beantragen?

Genau wie die reguläre Rente müssen Sie auch die Frührente mit 63 bei der Deutschen Rentenversicherung beantragen. Die dafür notwendigen Formulare erhalten Sie online, Sie können Sie sich auf Anfrage aber auch per Post zuschicken lassen.
Um eine pünktliche Rentenauszahlung zu gewährleisten, sollten Sie den Antrag auf Altersrente rund drei Monate vor dem geplanten Rentenbeginn stellen. Die Deutsche Rentenversicherung prüft den Antrag auf Richtigkeit und berechnet auch, ob eventuelle Abschläge anfallen. Sollten Sie den Antrag etwa aus Krankheitsgründen nicht selbst stellen können, kann dies auch eine Vertrauensperson für Sie übernehmen.

Nach erfolgreicher Prüfung ergeht der Rentenbescheid. Dieser legt die Summe Ihrer Rentenbezüge verbindlich fest. So lange Sie noch keinen Rentenbescheid erhalten haben, können Sie Ihren Antrag auf Frührente jederzeit zurücknehmen. Ist der Rentenbescheid eingegangen, können Sie ihn innerhalb der Widerspruchsfrist noch anfechten.

Dürfen Sie während der Frührente etwas dazuverdienen?

Grundsätzlich dürfen Sie während der Frührente durchaus einer Beschäftigung nachgehen, um Ihre Rente aufzustocken. Bis zum Erreichen der Regelaltersgrenze ist der zulässige Zuverdienst allerdings begrenzt. Verdienen Sie nicht mehr als 6.300 Euro im Jahr, erhalten Sie die Rente in voller Höhe ausbezahlt. Bei einem höheren Nebenverdienst wird ein Zwölftel des Betrags, der über 6.300 hinausgeht, zu 40 Prozent auf die Rentenauszahlung angerechnet. Haben Sie die Regelaltersgrenze erreicht, können Sie ohne Einschränkungen hinzuverdienen.