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Riester-Rente für Beamte
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Riester-Rente für Beamte

Auch Beamte zählen zum unmittelbar förderberechtigten Personenkreis der Riester-Rente. Die einzige Voraussetzung ist, dass sie eine Freistellung der Versicherungspflicht erwirken müssen. Diese Einwilligung kann beim Arbeitgeber bzw. Dienstherren eingeholt werden. Wenn diese vorliegt, haben auch Beamte Anspruch auf die höchstmögliche staatliche Förderung.

Riester Rente Beamte

Beamtenrente – Freistellung der Versicherungspflicht

Bei der Beamtenversorgung handelt es sich um eine eigenständige Versorgung, die sich prinzipiell von der gesetzlichen Rentenversicherung unterscheidet. Für Beamtinnen und Beamte gilt das entsprechende Beamtenversorgungsgesetz. Dieses Gesetz regelt die Versorgung für Bundes-, Landes und Gemeindebeamte. Auf Grund der sinkenden Leistungen im Pensionsalter dürfen auch Beamte einen privaten Altersvorsorgevertrag, in Form einer Riester-Rente abschließen.

Riester-Rente für Beamte – Zulagen in Anspruch nehmen

Um die Zulagen der Riester-Förderung in Anspruch nehmen zu können, bedarf es einer Einverständniserklärung von seiten des Arbeitgebers bzw. des Dienstherren. Denn grundsätzlich besteht für alle Staatsdiener eine Versicherungspflicht. Der Vertrag für die Altersvorsorge hat entsprechend zertifiziert zu werden. Bei dieser Zertifizierung handelt es sich jedoch um eine reine Formalität, da alle Verträge bei der Riester-Rente zertifiziert werden müssen, um förderfähig zu sein. Auskunft über die Güte des Vorsorgevertrages erhalten die Anleger mit einer solchen Zertifizierung jedoch nicht.

Bis zum Pensionsalter (je nach Vertrag variabel)

Der Vertrag endet mit dem Pensionsalter. Dabei spielt es keine Rolle, welche Produkte zur Altersvorsorge gewählt worden sind. Als Anlageformen der Riester-Rente fürs Alter stehen insgesamt vier Produkte zur Auswahl:

  • Klassische Rentenversicherung
  • Fondssparplan
  • Banksparplan
  • Eigenheimrente (Wohn-Riester)

Riester-Rente: Produkte für Beamte im Detail

Mittlerweile hat sich herausgestellt, dass die klassische Rentenversicherung das renditeärmste und im Abschluss kostenintensivste Produkt aller angebotenen Varianten ist. Somit ist es zur Bildung einer zusätzlichen Altersvorsorge für Beamtinnen und Beamte gänzlich ungeeignet. Zur privaten Vorsorge sollten daher besser die Fondssparpläne oder auch die Banksparpläne genutzt werden. Denn die Gebühren für Vertrieb und Abschluss betragen bei diesen Produkten maximal fünf Prozent. Im Riester-Rente-Vergleich werden bei der herkömmlichen Variante Kosten von bis zu 20 Prozent erhoben.

Zentrale Zulagenstelle für Altersvermögen (ZfA)

Die Zentrale Zulagenstelle für Altersvermögen dient als Partner zwischen den Anbietern von Altersvorsorgeverträgen, der zuständigen Besoldungsstelle und der Deutschen Rentenversicherung. Eine weitere Aufgabe dieser Institution ist es, die Mitteilungen der deutschen Rentenversicherung an die Behörden zu übermitteln.

Die ZfA hat für Beamte einen Leitfaden (PDF) erarbeitet, welche Schritte einzuhalten sind, um eine staatlich geförderte Riester-Rente zu erhalten.

Steuerfreibeträge über die Steuererklärung

Über die Steuererklärung haben Beamte die Möglichkeit, einen Steuerfreibetrag geltend zu machen. Seit 2008 liegt dieser Steuerfreibetrag bei maximal 2.100 Euro im Jahr. Diese sind als Sonderausgaben bei der Einkommenssteuererklärung anzugeben. Vor 2008 lag die Steuerfreibetrag noch bei maximal 1.575 Euro.

Checkliste für Beamte

 Schritte auf dem Weg zur Riester-Rente für Staatsdiener:

  1. Abschluss eines zertifizierten Riester-Vertrages
  2. Überprüfung, ob Sozialversicherungsnummer angekommen ist
  3. Sozialversicherungsnummer der Besoldungsstelle mitteilen,
  4. Antrag der Zulagennummer ist beim Arbeitgeber bzw. der Besoldungsstelle abzugeben
  5. Zentrale Zulagenstelle (ZfA) vergibt die entsprechende Zulagennummer
  6. Die Datenübermittlung an die zuständige Stelle bewilligen. (Die Einverständniserklärung erfolgt formlos.)
  7. Durch die Einverständniserklärung kann die ZfA den Mindesteigenbetrag ermitteln

Frist für Beamte

Beamte müssen die entsprechende Riester-Rente Einwilligung bis spätestens zum Ende des zweiten Vertragsjahres abgeben. Also in dem Jahr, welches auf das erste Beitragsjahr folgt. Sofern diese nicht innerhalb der Frist eingegangen sein sollte, erhalten die Beamten keine Zulagen oder die Option auf Abzug der Sonderausgaben. Bei eventuellem Wechsel des Dienstherren muss die Einwilligung bei der entsprechenden Besoldungsstelle abgegeben werden. Dann ist der neue Dienstherr berechtigt, die Zulagenberechtigung zu übermitteln.