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Riester-Rente für Familien
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Riester-Rente für Familien

Hohe staatliche Zulagen machen die Riester-Rente für eine Familie besonders attraktiv. Neben einer Grundzulage von maximal 175 Euro erhalten Familien für jedes Kind eine Kinderzulage von bis zu 300 Euro pro Jahr. Auch Alleinerziehende ohne eigenes Einkommen können von der staatlich geförderten Altersvorsorge profitieren.

Kinderzulage macht Riester-Rente für Familie attraktiv

Riester Rente FamilieDer Staat fördert die Riester-Rente mit verschiedenen Zulagen. Jeder förderberechtigte Riester-Sparer erhält die sogenannte Grundzulage. Seit 2018 beträgt die Höhe der Grundzulage 175 Euro im Jahr. Wer sich die volle Zulage sichern möchte, muss pro Jahr mindestens 4 Prozent des letztjährigen Bruttoeinkommens in den Riester-Vertrag einzahlen. Berufseinsteiger unter 25 Jahren erhalten zusätzlich einen einmaligen Berufseinsteigerbonus in Höhe von 200 Euro.

Familien profitieren zudem vom Kinderzulage. Pro Kind, das vor 2008 geboren wurde, erhalten Eltern 185 Euro pro Jahr. Für Kinder, die ab 2008 geboren wurden, zahlt der Staat sogar eine Zulage von 300 Euro im Jahr. Dank der Kinderzulage lohnt sich der Abschluss einer Riester-Rente für eine Familie. Haben beide Eltern einen Riester-Vertrag abgeschlossen, kann ein vierköpfiger Haushalt mit zwei Kindern bis zu 950 Euro im Jahr an Zulagen erhalten (s. a. Riester-Rente für Ehepaare).

Die Kinderzulage wird gezahlt, solange die Kinder kindergeldberechtigt sind. Empfänger der Kinderzulage ist in der Regel der Elternteil, der auch das Kindergeld bezieht. Auf Wunsch lässt sich die Kinderzulage aber auch auf den anderen Elternteil übertragen.

Wer erhält die Riester-Förderung?

Förderberechtigt im Sinne der Riester-Rente sind:

  • rentenversicherungspflichtig Beschäftigte
  • rentenversicherungspflichtige Selbständige und Freiberufler, etwa Handwerksmeister, Künstler und Publizisten
  • geringfügig Beschäftigte, die in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen
  • Beamte, Berufssoldaten und Bundesfreiwilligendienstleistende
  • Bezieher von Hartz IV, Arbeitslosengeld und Krankengeld
  • Eltern während der Elternzeit
  • unter Umständen auch Personen, die eine Erwerbsminderungs- oder Dienstunfähigkeitsrente beziehen

Riester-Rente für nicht-förderberechtigte Ehepartner

Auch nicht-förderberechtigte Ehepartner können von der Riester-Rente profitieren, sofern der andere Partner Anspruch auf die staatlichen Zulagen hat. Ist ein Partner rentenversicherungspflichtig beschäftigt und der andere selbständig oder Hausfrau/Hausmann, können beide einen Riester-Vertrag abschließen. Der nicht-förderberechtigte Partner muss nun lediglich den Mindestbetrag von 60 Euro im Jahr (5 Euro im Monat) einzahlen und erhält damit Anspruch auf die staatliche Förderung.

Voraussetzung ist, dass beide Ehepartner ihren Wohnsitz in Deutschland haben und nicht dauerhaft getrennt leben.

Trennt sich das Ehepaar, geht der indirekte Förderungsanspruch verloren. Der geschiedene Ehepartner hat nun die Möglichkeit, seinen Riester-Vertrag beitragsfrei zu stellen, also keine Beiträge mehr einzuzahlen. Sobald eine rentenversicherungspflichtige Beschäftigung aufgenommen wird, kann er die Einzahlungen weiterführen und erhält auch wieder staatliche Zulagen.

Lohnt sich die Riester-Rente auch für Alleinerziehende?

Die Kinderzulage erhalten nicht nur verheiratete Ehepaare. Auch Alleinerziehende profitieren von der staatlichen Förderung der Riester-Rente. Ein alleinerziehender Elternteil mit zwei Kindern erhält bis zu 775 Euro im Jahr. Bei einem Kind fördert der Staat den Riester-Vertrag immer noch mit bis zu 475 Euro im Jahr.

Beispielrechnung für Alleinerziehende ohne eigenes Einkommen

Die Riester-Rente ist vor allem für Alleinerziehende interessant, die außer Unterhaltsleistungen kein eigenes Einkommen beziehen. Sie können den Sockelbetrag von 60 Euro im Jahr in den Riester-Vertrag einzahlen und sich dadurch die staatliche Förderung sichern.

Eine Beispielrechnung zur Veranschaulichung: Ein alleinerziehender Elternteil hat ein Kind, das nach 2008 geboren wurde. Der alleinerziehende Riester-Sparer erhält eine Grundzulage von 175 Euro und die Kinderzulage in Höhe von 300 Euro. 60 Euro muss der Sparer selbst aufbringen. Das bedeutet, dass pro Jahr 535 Euro in die Riester-Rente fließen können.

Riester-Rente für eine Familie während der Elternzeit

Eine besondere Regelung sieht der Staat während der Elternzeit vor. Bis zu drei Jahre Erziehungszeit können Eltern nehmen. Während dieser Zeit muss der Elternteil, der sich um die Erziehung des Kindes kümmert, lediglich den Sockelbeitrag von 60 Euro pro Jahr entrichten.

Ergeben sich für Familien auch Steuervorteile?

Riester-Rente FamilieNeben Zulagen gewährt der Staat auf die Riester-Rente auch Steuervorteile. Riester-Beiträge bis zu einer Höhe von 2.100 Euro im Jahr lassen sich von der Steuer absetzen. Wer von den Steuervorteilen profitieren möchte, füllt die Anlage AV aus und trägt die zur Riester-Rente geleisteten Beiträge dort ein. Wie hoch die Steuerrückerstattung ausfällt, hängt vom persönlichen Steuersatz und der Höhe der gewährten Zulagen ab. Die Zulagen werden vom Maximalbetrag von 2.100 Euro abgezogen.

Das Finanzamt führt eine Günstigerprüfung durch. Ist die Steuerentlastung durch den Sonderausgabenabzug höher als die Summe der erhaltenen Zulagen, erhalten Riester-Sparer die Differenz als Steuererstattung zurück. Durch die hohen Zulagen ist der Steuervorteil für Familien eher gering.

Beispielrechnung Steuervorteil für Familien

Angenommen, in einer Familie mit zwei Kindern hat ein Ehepartner einen Riester-Vertrag abgeschlossen. Die Kinder sind beide nach 2008 geboren. Der “riesternde” Ehepartner zahlt 4 Prozent seines Brutto-Vorjahreseinkommens ein und bekommt damit die volle Grundzulage von 175 Euro. Zusätzlich gibt es 600 Euro Kinderzulage.

Von den 2.100 Euro, die maximal von der Steuer abgesetzt werden können, sind jetzt 775 Euro abzuziehen. Damit kann die Familie noch 1.325 Euro als Sonderausgabe steuerlich geltend machen.

Welche Riester-Rente bietet für eine Familie die größten Vorteile?

Wer eine Riester-Rente abschließen möchte, hat die Auswahl zwischen verschiedenen Varianten. Neben der klassischen Riester-Rentenversicherung gibt es noch Riester-Banksparpläne und Riester-Fondssparpläne. Für junge Familien bieten Bank- und vor allem Fondssparpläne oft die höchsten Rendite. Das Risiko ist zwar etwas höher als bei einer klassischen Rentenversicherung, jüngere Sparer haben aber noch die Zeit, fallende Börsenkurse “auszusitzen”.

Entscheiden sich Familien für eine Riester-Rentenversicherung, sollten sie auf möglichst günstige Abschlussgebühren achten. Einzelne Riester-Produkte unterscheiden sich zum Teil enorm. Ein unabhängiger Makler kann bei der Entscheidung beraten und unterstützt sie dabei, eine geeignete Riester-Rente für die Familie zu finden.

Mit der Riester-Rente in die eigenen vier Wände

Junge Familien können die Riester-Rente auch nutzen, um sich den Traum von den eigenen vier Wänden zu erfüllen. Das funktioniert über die Eigenheimrente, umgangssprachlich auch als Wohn-Riester bekannt. Wer die Riester-Rente zum Erwerb oder Bau eines Eigenheims nutzen möchte, hat verschiedene Möglichkeiten. Zum einen können Familien direkt einen Wohn-Riester-Vertrag abschließen. Zum anderen lässt sich ein bestehender Riester-Vertrag auch in eine Eigenheimrente umwandeln (s. a. Riester umwandeln). Schließlich ist es möglich, bis zu 100 Prozent des angesparten Kapitals aus dem Riester-Vertrag zu entnehmen und für die Finanzierung des Eigenheims zu verwenden. Voraussetzung für die Eigenheimrente ist, dass Familien das Haus oder die Wohnung selbst als Hauptwohnsitz nutzen.

Ab wann können sich Familien die Riester-Rente auszahlen lassen?

Ausbezahlt wird die Riester-Rente frühestens ab dem 60. Geburtstag. Riester-Rentner haben die Wahl, ob sie das angesparte Kapital als monatliche Rente erhalten möchten, oder aber zu Rentenbeginn 30 Prozent des Kapitals auf einmal entnehmen. In der Auszahlungsphase anfallende Zinsen können ebenfalls gesondert ausbezahlt werden.

Die Riester-Rente wird nachgelagert besteuert. Da das Einkommen im Alter häufig geringer ist als während des Erwerbslebens, müssen die meisten Riester-Rentner während der Auszahlungsphase nur einen geringen Steuersatz zahlen.