Riester Rente

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Riester-Rente Förderung
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Riester-Rente Förderung

Wer eine zertifizierte Riester-Rente abgeschlossen hat, der darf die jährliche Förderung in Anspruch nehmen. Um die maximale Höhe erhalten zu können, haben Sparer lediglich vier Prozent des Vorjahresbruttoeinkommens als Beitrag zu entrichten. Mindestens sollten im Jahr jedoch 60 Euro gezahlt werden.

Übersicht der Riester-Rente Förderung

  1. Grundzulage : 154 Euro pro Jahr
  2. Kinderzulage: Je nach Geburtsjahr des Kindes: entweder 185 Euro oder 300 Euro pro Kind und Jahr (siehe auch Riester Rente Kinderzulage)
  3. Garantierte Mindestrendite: 1,25 Prozent
  4. Berufseinsteiger-Bonus: Einmalig 200 Euro im ersten Sparjahr
  5. Steuererstattungen

Steuern sparen trotz Sockelbeitrag

Die geleisteten Riester-Beiträge können in der Steuererklärung per Sonderausgabenabzug berücksichtigt werden. Die Steuerersparnis kommt für alle Versicherungsnehmer zur Anwendung, unabhängig von der Höhe des Eigenbeitrags. Das bedeutet, dass auch Versicherte, die lediglich den Sockelbeitrag einzahlen, eine Steuerersparnis geltend machen können. Gerade Geringverdiener oder Empfänger von Hartz IV-Leistungen profitieren somit von der Riester-Förderung mit ihren zwei Komponenten. Damit ist Riester besonders für diese Gruppe eine empfehlenswerte und bezahlbare Form der Altersvorsorge. Welchen Förderungsanspruch Sie persönlich besitzen, können Sie in mit unserem Vergleichsformular berechnen.

Wenn Sie weitere Fragen zu dem Thema haben, können Sie gern unsere Experten kontaktieren, die helfen Ihnen gerne weiter.

Bis zu 2.100 Euro steuerlich geltend machen

Die Förderung setzt sich aus folgenden Komponenten zusammen:

  1. Sonderausgabenabzug bzw. Steuervorteil gemäß §10a EStG
  2. Höhe der staatlichen Zulagen der privaten Altersvorsorge

Die Bedeutung der Steuervorteile ergibt sich vor allem bei geringem Förderungsanspruch und bei hohem Verdienst des Versicherten. Bei der Einkommenssteuererklärung können Vorsorgende bis zu 2.100 Euro steuerlich als Sonderausgaben angeben.

Zentrale Zulagenstelle für Altersvermögen

Sie ist zuständig für die Auszahlung der Meister-Rente Zulagen. Die Zentrale Zulagenstelle für Altersvermögen ist Teil des Deutschen Rentenversicherung Bund. Die Stelle entscheidet darüber, ob der Riester-Sparer Ansprüche auf staatlichen Zulagen besitzt und in welcher Höhe sie an den Anbieter ausgezahlt werden. Der Anbieter schreibt dann den jeweiligen Betrag dem Altersvorsorgevertrag des Sparers gut. Die Altersvorsorgezulage bekommt der Sparer nur, wenn er spätestens bis zum Ablauf des übernächsten Jahres des betreffenden Beitragsjahres den Antrag auf die Zulage bei der Versicherung einreicht.

Berufseinsteigerbonus

Seit 2008 haben junge Sparer die Möglichkeit, den sogenannten Berufseinsteiger-Bonus in Anspruch zu nehmen. Im ersten Vertragsjahr erhalten alle Versicherungsnehmer, die das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, einmalig 200 Euro zusätzlich zu den sonstigen Altersvorsorgezulagen. Der Begriff  ist ein wenig irreführend, da alle jungen Menschen unter 25 diesen Zuschuss erhalten können.

Voraussetzungen:

  1. Der Vorsorgende muss direkt zulagenberechtigt sein und
  2. darf nach § 84 EStG Satz 2 das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben.

Beispielrechnung

Um den Bonus einzulösen, müssen Anleger den geforderten Mindesteigenbetrag zahlen. Bei einem Jahres-Bruttoeinkommen von 10.000 Euro hat der Sparer mit einer Prämie von 400 Euro abzüglich der Grundzulage (154 Euro) Anspruch auf Erhalt der Sonderzulage.

  • Monatlicher Beitrag: 20,50 Euro (4 Prozent von 10.000 €, abzüglich Grundzulage, ergibt den, zu zahlenden Sparbetrag)
  • Bonus vom Staat: 354 Euro (Grund- plus Sonderzulage)

Kein gesonderter Antrag notwendig

Im Zuge des herkömmlichen Zulagenantrags erfolgt auch die Beantragung rückwirkend. Er wird im Folgejahr auf das Vorsorgekonto verbucht. Speziell im ersten Sparjahr sollte der erforderliche Mindestbeitrag entrichtet werden, um alle Zulagen zu erhalten. Ansonsten mindert sich der einmalige Zuschuss entsprechend der geminderten Beitragszahlungen.

Dauerzulagenantrag für Riester-Förderung

Mit Hilfe von einem sogenannten Dauerzulagenantrag muss der Sparer nur einmal den Antrag ausfüllen und anschließend beim Anbieter einreichen. Dann entfällt das jährliche Beantragen der Riesterförderung. Dies spart sehr viel Zeit und im Zweifel viel Geld. Die Bilanz verdeutlicht, dass viele Sparer die Zulagen nicht beantragen und dadurch Fördergelder in Millionenhöhe verschenken. Bei einem solchen Zulagenantrag wird lediglich ein Kreuzchen gesetzt und die Zulagen werden fortan automatisch beantragt. Aber Achtung: Beim Ausfüllen des Antrages sollte man sich genügend Zeit nehmen, denn es sollten keine Fehler unterlaufen.

Unbedingt prüfen

Wichtig bei dieser Methode ist es, dass überprüft wird, ob das Beantragen auch tatsächlich funktioniert hat. Gestellt werden sollte der Antrag vorzugsweise mit Beginn der Vertragslaufzeit. Dem Kunden wird jedoch auch nach Vertragsbeginn eine Frist von zwei Jahren eingeräumt. Sollten diese zwei Jahre verstrichen sein, können die Zuschüsse nicht mehr beansprucht werden.
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Wichtig: 

  1. Antrag frühzeitig stellen.
  2. Bei Änderung der finanziellen Situation sollte der Beitrag überprüft werden.
  3. Sollten Kinder hinzukommen, so sollte auch hier der Anbieter informiert werden.

Mindestbeitrag für die volle Riester-Rente Förderung

Der Mindestbeitrag orientiert sich am rentenversicherungspflichtigen Bruttoeinkommen aus dem Vorjahr. Wer den geforderten Mindestbetrag bei der Riester-Rente entrichtet, erhält die Zulagen in voller Höhe.

Beispielrechnung: Sparer mit zwei Kindern:

Riester Rente Förderung FamilienstandDer Rentenversicherungspflichtige verfügt über ein jährliches Einkommen von 20.000 Euro brutto. Um die Regelung zu verdeutlichen, ist eines der Kinder vor dem Jahr 2008 geboren (Erik) und das andere Kind im Jahr 2009 (Maria). 

Um den Eigenanteil zu ermitteln, werden alle staatlichen Zulagen vom Anlagebetrag abgezogen!

  • Der Anlagebetrag des Anlegers umfasst 800 Euro (4 Prozent vom Bruttoverdienst)
  • Grundzulage: 154 Euro
  • Kinderzulage für Eric: 185 Euro
  • Kinderzulage für Maria: 300 Euro

 Anlagebetrag (800 Euro) abzüglich der Summe der Zulagen (639 Euro) =161 Euro

Um die Maximalförderung zu erhalten, muss der Versicherte selbst nur 161 Euro pro Jahr zahlen.
Das entspricht einer Förderungsquote von 79,88%. 

Förderquote

Je höher diese Quote tatsächlich ausfällt, desto besser. Sie ergibt sich aus dem jeweiligen Anlagebetrag, der durch die Subventionen vom Staat prozentual ausgeglichen wird.

Auch die Grundzulage wurde 2008 auf 154 Euro angehoben. Sollten die Mindesteinzahlungen unter dem erforderlichen Minimum liegen, so wird der Betrag anteilig gemindert.

Sockelbetrag

Seit 2012 gilt es bei der Riester-Rente mindestens den sogenannten Sockelbetrag von 60 Euro pro Jahr zu entrichten. Bei sehr geringem Einkommen könnte sich ein Minus bei der Eigenleistung ergeben. Um diesem Umstand vorzubeugen, wurde die gesetzliche Regelung angepasst.

Wer ist begünstigt?

Bei der Riester-Rente wird zwischen sogenannter mittelbarer (indirekter) und unmittelbarer (direkter) Begünstigung unterschieden. Dank dieser Möglichkeit können auch Ehepartner eines Zulageberechtigten private Vorsorge betreiben. Dabei müssen jedoch bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Der direkt begünstigte Anleger muss selbst einen Riester-Vertrag abgeschlossen haben.
  • Der andere Partner darf nicht selbst förderberechtigt sein.
  • Der erforderliche Mindestanteil liegt bei 5 Euro im Monat.

Nicht mit Zulagen verwechseln

Die Riester-Förderung darf nicht mit den Riester-Zulagen verwechselt werden, denn tatsächlich wird eine Riester-Rente nicht nur durch die gewährten Zulagen interessant, sondern auch durch die Steuererstattung. Doch viele Riesternde nehmen die volle Förderung gar nicht erst in Anspruch und verschenken damit Leistungen vom Staat, die ihnen eigentlich zustehen!