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Riester-Rente für Gutverdiener
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Riester-Rente für Gutverdiener

Die Riester-Rente soll vor allem Verbraucher mit kleinem und mittleren Einkommen bei der Altersvorsorge unterstützen. Doch auch Gutverdiener können von der staatlichen Förderung profitieren. Vor allem Steuervorteile machen die Riester-Rente für Gutverdiener interessant.

Riester-Rente für Gutverdiener

Profitieren auch Gutverdiener von der Riester-Rente?

Als der Gesetzgeber 2002 die Riester-Rente ins Leben gerufen hat, war das vorrangige Ziel, vor allem Personen mit geringem und mittleren Einkommen bei der privaten Altersvorsorge unter die Arme zu greifen. Dazu fördert der Staat die Riester-Rente unter anderem durch Zulagen. Förderberechtigte Sparer erhalten eine Grundzulage von 175 Euro. Wer diese Grundzulage in voller Höhe erhalten möchte, muss mindestens vier Prozent seines letztjährigen rentenversicherungspflichtigen Einkommens in die Riester-Rente einzahlen. Familien mit Kindern profitieren zudem von der Kinderzulage. Für Kinder, die vor 2008 geboren sind, gibt es 185 Euro, für nach 2008 geborene Kinder beträgt die Kinderzulage sogar 300 Euro pro Jahr und Kind.

Auf den ersten Blick scheint es also so, als sei die Riester-Rente vor allem für kinderreiche Familien und Geringverdiener attraktiv. Die Praxis zeigt allerdings, dass auch Gutverdiener von der staatlich geförderten Altersvorsorge profitieren.

Zahlreiche Gutverdiener “riestern”

Wie eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) und der Freien Universität Berlin (FU) herausfand, verteilen sich 38 Prozent der Gesamtförderung auf die oberen zwei Zehntel der verfügbaren Einkommen. Über eine Milliarde Euro an Förderung wurden an Riester-Sparer mit einem Jahres-Nettoeinkommen von mehr als 60.000 Euro ausgeschüttet. Nur sieben Prozent der insgesamt gewährten Förderung, rund 200 Millionen Euro, flossen an Riester-Sparer aus den unteren beiden Zehnteln der Einkommensbezieher.

Steuerersparnis macht Riester-Rente interessant

Die Ergebnisse basieren auf Statistiken der Deutschen Bundesbank aus dem Jahr 2010. Seitdem hat sich einiges geändert, unter anderem wurde die Grundzulage von zuvor 154 Euro auf jetzt 175 Euro erhöht.

Aktuellere Zahlen der Zentralen Zulagenstelle für Altersvermögen (ZfA) zeigen, dass vier von zehn Personen, die Riester-Zulagen erhalten, ein Einkommen von weniger als 20.000 Euro im Jahr erhalten und damit den Geringverdienern zuzurechnen sind.

Am Potenzial der Riester-Rente für Gutverdiener ändert dies nichts. Personen mit hohem Jahreseinkommen profitieren allerdings weniger von den Zulagen und vielmehr von Steuervorteilen.

Hoher Steuersatz = hohe Steuerersparnis

Alle Beiträge, die in einen Riester-Vertrag eingezahlt werden, lassen sich zu 100 Prozent von der Steuer absetzen. Bei alleinstehenden Personen entspricht dies bis zu 2.100 Euro pro Jahr. Besparen beide Ehepartner einen Riester-Vertrag, können Ehepaare 4.200 Euro absetzen. Von der Steuererstattung zieht das Finanzamt allerdings die staatlich gewährten Zulagen ab. Für Geringverdiener mit entsprechend geringem Steuersatz ergibt sich daher kaum eine Steuerersparnis. Anders sieht es bei Gutverdienern aus: Je höher der persönliche Steuersatz ist, umso attraktiver wird die Riester-Rente.

Beispielrechnung

Eine Beispielrechnung verdeutlicht die Steuervorteile der Riester-Rente für Gutverdiener. Nehmen wir an, Sie erhalten ein zu versteuerndes Jahreseinkommen von 60.000 Euro. Um die volle Grundzulage zu erhalten, müssten Sie vier Prozent dieses Einkommens einzahlen. Der Gesetzgeber hat die Einzahlung zur Riester-Rente allerdings auf einen Maximalbetrag von 2.100 Euro gedeckelt. Davon können Sie noch einmal die Grundzulage in Höhe von 175 Euro abziehen. Das macht einen Beitrag von 1.925 Euro im Jahr. Diese 1.925 Euro können Sie in der Steuererklärung als Sonderausgabe geltend machen. Daraus ergibt sich eine Steuerersparnis von 746 Euro.

Riester-Rente um Basis-Rente ergänzen

Wie hoch die Steuervorteile durch die Riester-Rente genau ausfallen, hängt vom persönlichen Steuersatz ab. Wollen Sie noch mehr aus der staatlich geförderten Altersvorsorge herausholen, können Sie Ihre Riester-Rente um eine Basis-Rente ergänzen. Das Geld, was Ihnen der Fiskus für Ihre Riester-Beiträge zurückerstattet, zahlen Sie dann in eine Basis- bzw. Rürup-Rente ein. Diese bietet noch größere Steuervorteile.

Ledige können aktuell 23.362 Euro anteilig von der Steuer absetzen. Bei gemeinsam veranlagten Ehepaaren liegt der absetzbare Betrag bei 46.724 Euro. Im Jahr 2017 beträgt der absetzbare Anteil 84 Prozent. Dieser Anteil steigt jährlich um zwei Prozent, bis Sie im Jahr 2025 dann 100 Prozent der Beiträge steuerlich geltend machen können.

Welche Form der Riester-Rente lohnt sich für Gutverdiener?

Entscheiden Sie sich für eine Riester-Rente, stehen Ihnen drei Optionen zur Auswahl:

  • Riester-Rentenversicherungen
  • Riester Banksparpläne
  • Riester Fondssparpläne

Wer vorrangig ein Eigenheim finanzieren möchte, kann auch die Eigenheimrente, besser bekannt als Wohn-Riester, wählen. Alle staatlich zertifizierten Riester-Produkte haben Anspruch auf die staatlichen Zulagen und erlauben, dass die geleisteten Beiträge als Sonderausgabe von der Steuer abgesetzt werden. Jedes Produkt weist jedoch eigene Vor- und Nachteile auf.

Der Vorteil einer klassischen Riester-Rentenversicherung liegt in der festgeschriebenen Verzinsung. Dadurch können Sparer von Beginn an abschätzen, wie hoch ihre Rente in der Auszahlungsphase ausfallen wird. Die hohe Planungssicherheit bedeutet jedoch eine geringe Flexibilität. Die Riester-Rentenversicherung wendet sich in erster Linie an Sparer, die auf Sicherheit setzen, und punktet weniger durch eine hohe Rendite.

Wer sich für einen fondsgebundenen Tarif entscheidet, kann dagegen auch in risikoreichere Produkte mit höheren Renditeaussichten investieren. Eine Garantie auf eine höhere Rentenauszahlung gibt es allerdings nicht. Riester-Rentner können sich lediglich darauf verlassen, zum Auszahlungsbeginn 100 Prozent ihrer eingezahlten Beträge zurückzuerhalten. Abhängig von der Inflationsrate kann sich daraus ein Verlust ergeben.

Bei der Suche nach einem geeignetem Riester-Produkt sind zudem die Kosten zu berücksichtigen. Vor allem in den ersten Jahren sind diese recht hoch. Die Kosten für die Riester-Rente setzen sich zusammen aus den Abschlusskosten sowie den Vertriebs- und Verwaltungskosten. Riester-Sparer sollten darauf bestehen, von ihrem Anbieter eine genaue Aufschlüsselung der Kosten zu erhalten. Riester-Banksparpläne und -Fondssparpläne sind in der Regel günstiger als eine Riester-Rentenversicherung.

Fazit

Auch mit einem hohen Einkommen können Sie also von der Riester-Rente profitieren. Das gilt vor allem für junge Erwerbstätige mit einem Einkommen von über 60.000 Euro. Interessant wird die Riester-Rente für Gutverdiener durch attraktive Steuervorteile. Die Steuererstattung können Sie direkt für sich nutzen oder aber in eine weitere Altersvorsorge investieren. Ein weiterer Vorteil: Entscheiden Sie sich irgendwann dazu, ein Haus zu bauen oder Wohneigentum zu erwerben, können Sie Ihr bestehendes Riester-Guthaben zur Eigenheimfinanzierung verwenden. Das ist zwar nicht das vorrangige Ziel der Riester-Rente, gibt Ihnen aber das gute Gefühl, etwas in der Hinterhand zu haben.