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Riester-Rente für Kinder
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Riester-Rente für Kinder

Die Grundzulage in Kombination mit der Kinderzulage macht die Riester-Rente zur attraktiven Altersvorsorge für Familien. Viele Eltern möchten aber auch schon für das Rentenalter ihrer Kinder vorsorgen. Gibt es Möglichkeiten, eine Riester-Rente für Kinder abzuschließen?

Riester-Rente Kinder

Können Eltern eine Riester-Rente für Kinder abschließen?

Kommende Generationen müssen sich darauf einstellen, wesentlich weniger Geld aus der staatlichen Rentenkasse zu bekommen. Viele Eltern machen sich Sorgen um die Altersvorsorge ihrer Kinder. Gerne möchten sie so früh wie möglich Rücklagen für ihren Nachwuchs bilden. Als staatlich geförderte Altersvorsorge erscheint die Riester-Rente sehr attraktiv. Aber können Eltern überhaupt eine Riester-Rente für ihre Kinder abschließen?

Riester-Produkte für Kinder sind rar. Schließlich ist die Riester-Rente in erster Linie als private Altersvorsorge für rentenversicherungspflichtig Beschäftigte gedacht. Es gibt jedoch einige Anbieter, deren Portfolio auch Riester-Fondssparpläne für Kinder umfasst. Eltern können diese Fondssparpläne bereits bei der Geburt ihres Kindes abschließen.

Die Sparpläne investieren das Geld in Aktienfonds und verbinden die Garantie auf eingezahlte Beiträge und staatliche Zulagen mit einer Chance auf hohe Rendite. In Zeiten anhaltender Niedrigzinsen sind Riester-Fondssparpläne die einzige Riester-Variante neben der Eigenheimrente, die noch wachsenden Zuspruch von Sparern verzeichnet. Aber profitieren auch Kinder von einem Riester-Fondssparplan auf ihren Namen?

Staatliche Förderung nur für rentenversicherungspflichtige Sparer

Kinder erhalten noch keine staatliche Förderung für ihren Riester-Fondssparplan. Zulagen zahlt der Staat nur an rentenversicherungspflichtig beschäftigte Sparer, Beamte und Bezieher bestimmter Sozialleistungen aus. Bis der Nachwuchs eine Ausbildung beginnt, werden also nur die eingezahlten Beiträge und die erzielten Rendite angespart.

Wer ist förderberechtigt?

Staatliche Förderung zur Riester-Rente erhalten:

  • rentenversicherungspflichtige Arbeitnehmer, Auszubildende, Bundesfreiwilligendienstleistende und Studierende mit einem rentenversicherungs­pflichtigen Minijob
  • Beamte, Soldaten und Richter
  • pflichtversicherte Selbstständige wie Journalisten und Handwerker
  • Empfänger von ALG I oder II sowie Krankengeld
  • erwerbsgeminderte, erwerbsunfähige und dienstunfähige Personen

Ehepartner einer förderberechtigten Person, die bereits einen Riester-Vertrag abgeschlossen haben, sind mittelbar förderberechtigt. Sie können einen Riester-Vertrag abschließen und erhalten die vollen staatlichen Zulagen, sofern sie mindestens den Sockelbetrag von 60 Euro im Jahr einzahlen.

Verwaltungs- und Abschlusskosten beachten

Ein Vorteil eines Riester-Fondssparplans für Kinder: Riester-Fondssparpläne sind von der Abgeltungssteuer befreit. Den angesparten Beiträgen und möglichen Renditen stehen jedoch die Verwaltungs- und Abschlusskosten des Riester-Vertrags gegenüber. Für Riester-Fondssparpläne fallen geringere Nebenkosten an als bei einer klassischen Riester-Rentenversicherung. Eltern müssen dennoch mit rund 5 Prozent Nebenkosten für die monatliche Einzahlung rechnen. Hinzu kommen die einmaligen Abschlusskosten, die je nach Anbieter stark variieren. Wer sich für Riester-Fondssparpläne interessiert, sollte die Nebenkosten daher genau vergleichen.

Eltern profitieren von der Kinderzulage

Für junge Familien ist der Abschluss einer Riester-Rente grundsätzlich attraktiv. Wer mindestens 4 Prozent seines Vorjahres-Bruttoeinkommens einzahlt, erhält jährlich die volle Grundzulage. Für jedes nach 2008 geborene Kind zahlt der Staat zudem eine sogenannte Kinderzulage in Höhe von derzeit 300 Euro pro Jahr. Für jedes vor 2008 geborene Kind beträgt die Kinderzulage 185 Euro jährlich.

Die Kinderzulage gewährt der Staat jeweils einmal pro Familie. In der Regel wird die Zulage auf den Riester-Vertrag des Elternteils angerechnet, das auch das Kindergeld bezieht. Eine Familie mit zwei Kindern, in der beide Eltern in einen Riester-Vertrag einzahlen, kann so Zulagen bis zu einer Höhe von 950 Euro im Jahr erhalten. Von der Kinderzulage profitieren auch Alleinerziehende, die neben den Unterhaltszahlungen keine eigenen Einkünfte erzielen. Sie müssen lediglich den Sockelbetrag von 60 Euro im Jahr (5 Euro im Monat) in den Riester-Vertrag einzahlen, um sich die volle Höhe der staatlichen Förderung zu sichern.

Anspruch auf die Kinderzulage besteht, so lange das Kind kindergeldberechtigt ist. Der Anspruch erlischt also, sobald das Kind das 25. Lebensjahr vollendet, in einigen Fällen auch, sobald es eine Ausbildung beginnt und eigenes Einkommen erzielt.

Alternativen zur Riester-Rente für Kinder

Riester-Fondssparpläne sind während der Ansparphase von der Abgeltungssteuer befreit. Für normale Fondssparpläne fällt theoretisch Abgeltungssteuer an, wenn die erzielte Rendite oberhalb des Sparerfreibetrags von 801 Euro im Jahr liegt. Da Kinder aber in der Regel noch kein weiteres steuerpflichtiges Einkommen beziehen, gilt zusätzlich der Grundfreibetrag. Im Jahr 2018 beträgt dieser für Ledige 9.000 Euro. Mit den üblichen Sparraten und Renditen überschreiten für Kinder abgeschlossene Fondssparpläne den Grundfreibetrag kaum. Eltern sollten daher genau vergleichen, ob ein herkömmlicher Fondssparplan eine attraktivere Variante bildet, um Kapital für ihren Nachwuchs anzusparen. Eventuell fallen die Rendite höher, die Verwaltungskosten dafür geringer aus.

Aktiendepots werden nicht aktiv gemanagt und verursachen dadurch geringere Nebenkosten als Fondssparpläne. Bei Bedarf lassen sie sich schnell auflösen. Alternativen zur Riester-Rente für Kinder bieten auch Bausparpläne. Sobald sie ins Arbeitsleben eintreten, können Kinder das angesparte Kapital nutzen und es in einen eigenen Riester-Vertrag oder die Eigenheimrente einzahlen. Ein unabhängiger Makler kann Sie bei der Auswahl der geeigneten Anlageprodukte beraten.

Lohnt sich die Riester-Rente für Kinder?

Der Wunsch vieler Eltern, möglichst früh mit der Altersvorsorge für ihre Kinder zu beginnen, ist nachzuvollziehen. Ein eigener Riester-Vertrag für Kinder ist allerdings eine vergleichsweise wenig lohnenswerte Variante. Zwar ist der Abschluss bei einigen Anbietern grundsätzlich möglich, Kinder erhalten aber noch keine staatlichen Zulagen, welche die Riester-Rente für Erwachsene so attraktiv machen. Auch der Wegfall der Abgeltungssteuer fällt bei Riester-Fondssparplänen für Kinder nicht ins Gewicht.

Möchten die Kinder den Riester-Fondssparplan nach Erreichen der Volljährigkeit nicht weiterführen und lassen sich die angesparte Summe auszahlen, werden zudem die Abschluss- und Verwaltungsgebühren abgezogen. Abhängig von der Höhe der eingezahlten Beträge und der Rendite bleibt dann oftmals nur noch ein kleiner Auszahlungsbetrag übrig.

Berufseinsteiger-Bonus sichern

Andere Anlageformen bieten vielversprechendere Möglichkeiten, bereits im Kindesalter für die Rente des Nachwuchses vorzusorgen. Sobald Kinder eine Ausbildung oder auch ein Freiwilliges Soziales Jahr beginnen, können Sie dann einen eigenen Riester-Vertrag abschließen. Neben der Grundzulage erhalten Berufsanfänger unter 25 Jahren noch einen einmaligen Berufseinsteiger-Bonus in Höhe von 200 Euro. Für junge Leute lohnt es sich daher, frühzeitig mit dem Riestern zu beginnen.