Riester Rente

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Die Riester-Rente in der Kritik
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Die Riester-Rente in der Kritik

Vor nun mehr 15 Jahren wurde die Riester-Rente unter der Schröder-Regierung eingeführt und stiftet seitdem Verwirrung in Bezug auf ihren Nutzen. Viele sind auch 2017 der Auffassung, dass die Regelungen rund um die Riester-Rente und die Bedingungen die Förderung zu erhalten, zu kompliziert sind. Skeptiker bezweifeln immer wieder den Nutzen der Riester-Rente und sind der Meinung, dass die gesamte Riester-Rente überdacht werden sollte. Der Gesamtverband Deutscher Versicherer (GDV) möchte anhand von Zahlen dieser Kritik entgegen wirken. Die Frage, ob sich die Riester-Rente nun lohnt oder nicht, stellt sich indes immer wieder.

Die Riester-Rente rückt in zeitlichen Abständen immer wieder negativ in den Fokus der Öffentlichkeit. Vor allem in Sachen Transparenz scheint diese Variante der Altersvorsorge noch einigen Nachholbedarf zu haben. Viele Verbraucher sind verunsichert und können nicht einschätzen, wie sich die Riester-Rente letztendlich entwickeln wird. Dass ein Abschluss dennoch lohnenswert sein kann, beweisen unter anderem unterschiedliche Testergebnisse von Stiftung Warentest.

Die Kritik im Einzelnen

Einige Wissenschaftler und Verbraucherschützer sehen in der staatlich geförderten Altersvorsorge keine Möglichkeit eine gute Rendite zu erzielen. Der Grund: Speziell die immensen Kosten bei der Riester Rente gehen stets zu Lasten der Versicherten und schmälern damit die Erlöse. Die Kritikpunkte beziehen sich dabei allerdings eher auf die klassische Altersvorsorge und können kaum entkräftet werden. Denn mit Kosten von etwa 20 Prozent für Abschluss und Vertrieb ist das Produkt offenkundig zu teuer.
Mehr Informationen zu den Kosten der Riester-Rente gibt es hier. 

Fonds- und Banksparplan deutlich rentabler

Eine höhere Rendite können Anleger schon bei einem Fonds- oder Banksparplan erwarten. Der Nachteil bei der fondsgebundenen Variante liegt in der starken Ausrichtung am Kapitalmarkt. Nicht befürchten müssen die Investoren jedoch, dass die Beiträge verloren gehen. Denn sowohl die Einzahlungen als auch die Förderung werden gesetzlich garantiert. Eine Studie belegt, dass die Verzinsung mit weit über sieben Prozent um ein Vielfaches höher liegt, als bei der herkömmlichen Rentenversicherung.

Geeignet ist die Variante für:

  • junge Leute
  • Familien
  • Geringverdiener

Nur für Familien sinnvoll

Berechtigt ist der Vorwurf, dass die Riester Rente mit ihren Altersvorsorgezulagen speziell Familien und Eltern begünstigt. Denn für jedes Kind gibt es je nach Geburtsjahr eine Zulage in Höhe von 185 Euro, wenn das Geburtsjahr vor 2008 liegt oder 300,00 Euro, bei Geburt nach 2008. Somit stimmt die Kritik, dass Familien bzw. Eltern besonders profitieren. Kinderlose Riesternde können nur die normale Förderung in Höhe von 154 € erhalten.

Zeitliche Entwicklung der Riester-Verträge

Viele Kritiker behaupten, dass noch immer zu wenige Bürger privat Vorsorge betreiben würden. Angesichts der Zahlen kann dieser Vorwurf zum Teil jedoch entkräftet werden (Quelle: BMAS – Bundesministerium für Arbeit und Soziales).

  • 2009: 13.365.000
  • 2010: 14.464.000
  • 2011: 15.416.000
  • 2012: 15.781.000
  • 2013: 15.999.000
  • 2014: 16.296.000
  • 2015: 16.482.000
  • 3. Quartal 2016: 16.508.000

Allerdings stimmt es, dass seit 2011 die Zahl der Neuverträge merklich zurückgegangen ist. Das heißt es entscheiden sich immer weniger Menschen dazu einen Riester-Vertrag abzuschließen.

Seit 2012 ist allerdings eine hohe Steigerungsrate im Bereich der Eigenheimrente (Wohn Riester) zu vermelden. 80 Prozent der Neuabschlüsse entfielen 2012 demnach auf den Wohn-Riester.

Probleme mit der mageren Rendite

Die Versicherer werben gerne damit, dass die klassische Riester Rente für Versicherte sicher ist und nicht den Schwankungen der Kapitalmärkte unterliegt. Tatsächlich fallen jedoch bei diesem Vorsorgeprodukt die höchsten Kosten aller angebotenen Anlageformen an. Auch wenn das Produkt scheinbar keine Risiken birgt, ist es nicht nur unflexibel, sondern auch teuer. Das Problem ist, dass sich die hohen Kosten kurzfristig nicht kompensieren lassen.

Grundsätzlich lohnt sich die klassische Riester-Rente weniger für:

  • Geringverdiener
  • Junge Versicherte
  • Personen, ohne gesichertes Einkommen

Riester-Vertrag enthält zu wenig Informationen

Auch die Reister-Verträge an sich stehen als intransparent und informationsarm in der Kritik. Demnach erhalten die Verbraucher bislang weder Informationen über das Risiko der Anlageform, die garantierten Rentenauszahlung noch über die tatsächlichen Kosten. Viele Kunden wussten selbst nach Vertragsabschluss nicht über die ihnen zustehende Förderung Bescheid. Dies geht aus einer repräsentativen Studie hervor. Eine Bilanz zeigt weiterhin, dass Zulagen häufig schlichtweg nicht beantragt worden sind.

Die Gründe hierfür sind:

  • Fehlende Information
  • Komplexes und bürokratisches Zulagenverfahren
  • Probleme mit dem Anbieter

Mini-Reformen

Auch der Bundestag hat sich mit der anhaltenden Kritik zur privaten Altersvorsorge beschäftigt. Als Folge dessen, sollen Versicherte nun eine genaue Übersicht über wichtige Eckpunkte und Kennzahlen in ihren Verträgen erhalten. Dazu zählen:

  • Übersicht über die tatsächlichen Kosten
  • Ausweisung der garantierten Rente
  • Risiko-Klassifizierung des Produktes (Im Schulnotensystem von 1 bis 6)

Inwiefern diese gesetzlich erzwungene Transparenz, die staatlich bezuschusste Altersvorsorge profitabler und vergleichbarer machen wird, bleibt abzuwarten. Kritiker sehen die Neuerung als Tropfen auf den heißen Stein und prognostizieren, die das Produktinformationsblatt keine grundsätzliche Verbesserung bringen wird.

Versicherte müssen alt werden wie „Methusalem“

Ein weiterer, sich hartnäckig haltender Kritikpunkt ist, dass die Riester-Versicherten sehr alt werden müssen, damit sich der Altersvorsorgevertrag im Rentenalter rechnet.
Auch hier gilt, dass es Produkte mit niedrigen und hohen Kosten gibt. Wie beispielsweise im Fall der klassischen Rentenversicherung sind deutlich zu hohe Kosten mit dem Produkt verbunden. Durch diesen Sachverhalt sinkt nicht nur die Rendite, sondern letztendlich auch die garantierte Rente im Alter. Damit ist die Kritik nur teilweise berechtigt und hängt von dem jeweiligen Riester-Produkt ab.

Hohes finanzielles Risiko

Auch der Vorwurf, dass ein finanzielles Risiko für die Anleger besteht, stimmt so pauschal nicht.
Bei jedem zertifizierten Produkt werden im Rentenalter sowohl die eingezahlten Beiträge als auch, die vom Staat erhaltenen Zulagen als garantierte Rente ausgezahlt. Dieser Geldbetrag stellt allerdings lediglich das unterste Minimum dar. Die Gesellschaften weisen in ihren Verträgen sowohl eine prognostizierte als auch eine garantierte Rente aus. Die garantierte Rente erhält der Versicherte zu Beginn der Auszahlungsphase in jedem Fall. Die prognostizierte Rente ist eine Zusatzleistung, deren Höhe vom Anlageerfolg der Unternehmen abhängig ist.

Rente nur für Besserverdiener lohnenswert?

Ein grundsätzlicher Kritikpunkt an der Riesterrente ist, dass sie sich nur für Besserverdienende rechnet. Laut der Ausgabe der Finanztest 2012 ist diese Kritik ungerechtfertigt.
Die jeweiligen Beiträge dieser Altersvorsorge orientieren sich am Einkommen der Sparer. Bei einer Beitragszahlung von vier Prozent des Bruttoverdienstes erhalten die Versicherten die volle Förderung. Arbeitnehmer, die weniger verdienen, können zwar nur geringere Beiträge einzahlen als Besserverdienende oder Beamte, aber dies hat keine Auswirkungen auf die Höhe der Zulagen. Werden die Mindestbeiträge eingezahlt, die nötig sind, um Anrecht auf die staatlichen Zulagen zu haben, bekommt der Riesternde diese auch. Der im aktuellen Jahr zu entrichtende Beitrag, wird anhand des Vorjahreseinkommens berechnet. Das heißt, wer weniger verdient, für den sind auch die zu zahlenden Mindestbeiträge zur Riester-Rente geringer. So besteht unter bestimmten Umständen sogar die Möglichkeit, mehr staatliche Zuschüsse zu erhalten, als man selbst einzahlt.

Zusammenfassung der Stiftung Warentest

Im Zuge, der von der Bundesregierung geplanten Reform sollen die Schwachstellen der Riester-Rente beseitigt werden.

Folgende Punkte sollen mit der Neuregelung angegangen werden:

  • Verbesserung der Vergleichbarkeit der Produkte
  • umfassende Informationen zur Höhe der nötigen Mindesteinzahlung und der späteren Rente

In den letzten Jahren hatte der Verbraucher einige Verschlechterungen hin zu nehmen. Trotz der Änderungen ist die Riesterrente laut Finanztest jedoch noch immer eine rentable Zusatzrente.

Alle Informationen zur Riester-Rente sind unter riesterrente-heute.de zu erhalten.

Probleme der Riester-Rente

Ein weiteres Problem betrifft die Vermittler. Sie bekommen hohe Provisionen für die Vermittlung bestimmter Produkte der Riesterrente in Aussicht gestellt. Die Folge ist, dass die jeweiligen Kunden so teilweise an unpassende Produkte geraten. Die Makler erhalten beispielsweise bei der Vermittlung von Fondssparplänen eine geringere Provision als bei klassischen Riester-Renten.

Riester-Rente besser als ihr Ruf

Tatsächlich scheint die Riesterrente nicht so schlecht zu sein, wie sie häufig dargestellt wird. Die einzelnen Tarife schneiden in den jeweiligen Tests besser ab als in der Bevölkerung allgemein bekannt zu sein scheint. So ist ein Riester-Rente Fondssparplan eine vergleichsweise günstige Alternative zu den sonstigen Produkten. Die Kosten für Vertrieb, Vermittlung und Verwaltung betragen hier nur etwa fünf Prozent. Die klassische Form weist hingegen Kosten von bis zu 20 Prozent auf. Dies wissen viele Verbraucher nicht, da die Versicherungsbranche in aller Regel die kostenintensiveren Produkte bewirbt.

Schluss mit schlechter Beratung nach Neuregelung

Im Zuge der geplanten Reform sollen die Versicherer künftig im Falle einer schlechten Beratung sanktioniert werden und die Kunden dürfen ohne wirtschaftliche Verluste aus dem entsprechenden Vertrag jederzeit aussteigen. Auch sollen die Kosten für einen Wechsel in Zukunft gedeckelt werden. Die Höchstgrenze wird hierbei auf 150 Euro festgelegt. Auch Verbraucherschutz und Finanzexperten raten eher zu einem Fondssparplan. Hier sind die Kosten für einen Abschluss wesentlich geringer als bei anderen Vorsorgeprodukten.
Informationen zum Fondsparplan sind unter riesterrente-heute.de zu finden.

Modellrechnung der Stiftung Warentest

Ein alleinerziehender Sparer mit zwei Kindern und einem jährlichen Verdienst von etwa 20.000 Euro kann Zulagen von bis zu 754 Euro pro Jahr erhalten. Dabei hat er lediglich den so genannten Sockelbetrag in Höhe von 60 Euro im Jahr zu zahlen. An diesem Beispiel wird schnell klar, dass vor allem Menschen, die nicht so viel verdienen von der bekanntesten Altersvorsorge profitieren. Vor allem durch die relativ hohe Kinderzulage. Diese beträgt pro Kind, dass nach 2008 geboren wurde, 300 Euro im Jahr.

Zu wenig Sparer der Riester-Rente

Dies ist ein zum Teil berechtigter Kritikpunkt. Die Bundesregierung hat ihr Ziel verfehlt. Mit rund 16,5 Millionen Riester-Sparern werden noch immer nur etwa die Hälfte der förderberechtigten erreicht. Andererseits liegt die Riester-Rente mittlerweile auf dem dritten Rang, der am häufigsten abgeschlossenen Versicherungen in Deutschland.

Problematischer ist vielmehr der Sachverhalt, dass die Menschen, die riestern häufig zu geringe Beiträge einzahlen, sodass sie die Förderung nicht bekommen, die ihnen eigentlich zusteht. Fazit: : Die Funktionsweise dieser Altersvorsorge sollte den Verbrauchern besser vermittelt werden.

Zu komplex und voller Bürokratie

Dieser Vorwurf ist berechtigt. Um die gesamte Funktionsweise verstehen zu können, benötigt der Verbraucher viele Informationen. Speziell das Zulagenverfahren ist reltiv kompliziert. Die Anleger verschenken auf Grund der zu komplexen Funktionsweise der Riester-Rente viele Millionen Euro an staatlichen Zulagen. Die Regierung plant indes Verbesserungen in diesem Bereich. Dies scheint angesichts der verschenkten Zuschüsse auch dringend notwendig.

Produktinformationsblatt sorgt für mehr Transparenz

Eine erste Reaktion der Regierung auf das Problem der mangelnden Transparenz der Riester-Verträge gibt es bereits: Mit der Einführung von standardisierten Produktinformationsblättern, die die wichtigsten Informationen über Kosten, Renditeerwartung und Anlagerisiko des Anbieters aufzeigen soll. Ab Anfang 2017 sollen die Produktinformationsblätter für alle Anbieter von Riester- und Rürup-Renten Pflicht werden. Damit wird immerhin das Problem der mangelnden Transparenz behoben. Die anderen Kritikpunkte werden wohl jedoch auch weiterhin bestehen bleiben.

Fazit zur Kritik an der Riester-Rente

Die Funktionsweise der Riester-Rente ist in ihrem Grundgedanken gut, allerdings sollten die Angebote optimiert werden. Die Riester-Rente ist für diejenigen lohnenswert, die eine zusätzliche Rente im Alter beziehen möchten sowie für die, die Wohneigentum erwerben wollen. Mit einer Riester-Rentenversicherung können bessere Konditionen erreicht werden als mit anderen Versicherungsvarianten. Die Funktionsweise der Riesterrente müsste vereinfacht werden. Für wen sich die Riester-Rente letztendlich lohnt wirklich, kann schnell und einfach mit Hilfe von einem neutralen Online-Vergleich herausgefunden werden.
Unter riesterrente-heute.de wird ein solcher Rechner angeboten.