Riester Rente

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Riester-Rente in manchen Fällen pfändbar
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Riester-Rente in manchen Fällen pfändbar

Der große Vorteil der Riester-Rente ist, dass sie vor Pfändungen Dritter sicher ist. Die Voraussetzung ist allerdings, dass sie mit staatlichen Zulagen aufgebaut wurde. Prinzipiell wird die staatliche Riester-Rente nicht als Vermögen im Falle einer Arbeitslosigkeit angerechnet. Der Grund dafür ist, dass sie als Altersvorsorge gewertet wird. Der Sparer hat dabei allerdings alles richtig zu machen. Dies hat ein aktuelles Gerichtsurteil erst kürzlich gezeigt.

Der Fall

Ein Münchener Gericht hat entschieden, dass eine Frau den entsprechenden Rückkaufswert ihrer Versicherung an den Insolvenzverwalter auszuzahlen hat. Somit haben Gläubiger in Einzelfällen einen Zugriff auf das ersparte Guthaben der Schuldner. Dies ist allerdings nur dann möglich, wenn dieser die staatliche Förderung nicht beim jeweiligen Anbieter beantragt hat. Da die Betroffenen dies in diesem konkreten Fall nicht getan hat, konnte ihr Vermögen gepfändet werden. Das sollten Sparer der Riester-Rente unbedingt wissen und beachten.

Pfändungsschutz bei Insolvenz

Bezüglich des Pfändungsschutzes der Riester-Rente, gilt es zwischen dem ersparten Vermögen und den jeweiligen Leistungen der Rente zu unterscheiden. Das ersparte Riester-Kapital ist laut Einkommensteuergesetz nicht übertragbar, weshalb es auch bei einer Privatinsolvenz geschützt ist. Die Bedingung ist allerdings, dass es der steuerlichen Förderung unterlegen ist. Geschützt sind somit auch die entsprechend eingezahlten Beiträge sowie die erhaltenen staatlichen Zulagen.

Ohne staatliche Zulagen pfändbar

Sollten keine staatliche Zulagen beantragt worden sein, so ist die Riester-Rente pfändbar. Laufende Rentenleistungen werden somit als Eigenkapital gewertet. Damit eine Pfändung möglich ist, hat der Sparer allerdings große Beiträge in die Riester-Rente einzuzahlen. In dem beschriebenen Beispiel handelte es sich ebenfalls um sehr hohe Ersparnisse. Normale Beitragszahlungen in wesentlich geringerer Höhe sind auch bei einer Nichtförderung pfändungssicher.

Pfändungsschutz bei Arbeitslosengeld I und II (Hartz 4)

Wie bei der Betriebsrente ist auch die Riester-Rente generell nicht pfändbar. Auch dann nicht, wenn die Arbeitslosigkeit droht. Bedingung ist allerdings, dass die Riester-Rente auf staatlicher Förderung beruht. Ansonsten verhält es sich in diesem Fall ebenso wie bei einer Insolvenz. Es müssten schon immens hohe Beiträge zur Riester-Rente entrichtet worden sein, damit das Arbeitsamt das Geld anrechnen darf. Der jeweilige Rückkaufswert liegt in den meisten Fällen deutlich unter dem anrechenbaren Niveau.

Fazit

Versicherer werben immer wieder damit, dass die Riester-Rente bei Insolvenz und im Fall, dass man arbeitslos wird, nicht pfändbar ist (Riester-Rente bei Arbeitslosigkeit). Grundsätzlich ist dies auch richtig. Allerdings muss der Riesternde dann auch alles richtig machen. Es gilt daher rechtzeitig die Zulagen zu beantragen und darauf zu achten, dass der Rückkaufswert nicht die pfändbare Höhe übersteigt. Informationen zur Pfändungssicherhit bei Zahlungsunfähigkeit und bei Arbeitslosigkeit sind unter www.riesterrente-heute.de zu finden.