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Riester vererben – mit und ohne Abzüge
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Riester vererben – mit und ohne Abzüge

Die Riester-Rente in erster Linie für den Sparer selbst gedacht. Im Todesfall kann das Guthaben jedoch an die Hinterbliebenen vererbt werden. Staatliche Zulagen und Steuervorteile müssen die Erben zurückzahlen – allerdings nicht in jedem Fall!

Wie kann ich meinen Riester-Vertrag vererben?

Im Todesfall geht das angesparte Riester-Guthaben grundsätzlich auf die Hinterbliebenen über. Wie sich der Hinterbliebenenschutz genau gestaltet, hängt jedoch von mehreren Faktoren ab:

  • Todeszeitpunkt
  • Form der Riester-Rente
  • individuelle Vereinbarungen mit dem Riester-Anbieter
  • Familienverhältnis zum Erben

Kommt es zum Todesfall, sollten die Hinterbliebenen sich möglichst bald mit dem Anbieter der Riester-Rente in Verbindung setzen. Auf diesem Wege lassen sich die Details der Vererbung klären.

Was geschieht mit den ausgezahlten Zulagen?

Riester-Rente vererbenStirbt der Riester-Sparer während der Ansparphase, geht das eingezahlte Guthaben uneingeschränkt auf die Erben über. Das gilt allerdings abzüglich aller staatlichen Zulagen und bislang gewährter Steuervorteile. Die Hinterbliebenen erhalten also lediglich das reine Riester-Guthaben ausgezahlt.

Für diese Regelung gibt es eine Ausnahme: Der Ehepartner des Verstorbenen kann das Guthaben auf einen eigenen Riester-Vertrag übertragen lassen.

Sofern der Ehepartner zum Zeitpunkt des Todes nicht getrennt vom Verstorbenen lebt und als Begünstigter im Vertrag eingetragen ist, erfolgt die Übertragung förderunschädlich. Das bedeutet, alle bisher gewährten Zulagen und Steuervorteile bleiben erhalten (s. a. Riester-Rente-Förderung). Für die Übertragung ist es unerheblich, ob der Ehepartner selbst förderberechtigt ist. Besteht noch kein eigener Riester-Vertrag, lässt sich dieser bis zu 12 Monate nachträglich abschließen.

Riester-Vertrag vor dem 60. Lebensjahr abschließen

Wer das 60. Lebensjahr vollendet hat, kann in der Regel keinen Riester-Vertrag mehr eröffnen. Ehepartner sollten daher für den Fall der Fälle vorsorgen und schon vor dem 60. Geburtstag einen eigenen Riester-Vertrag abschließen. Wer keine Förderung erhält, kann sich dazu entschließen, den Vertrag nicht aktiv zu besparen. Für diesen Fall empfiehlt sich ein Riester-Banksparplan ohne Kontoführungsgebühren.

Riester vererben: Spar-Form wichtig

Wie sich Riester konkret vererben lässt, hängt auch von der gewählten Form des Riester-Sparens ab. Das Guthaben einer Riester-Rentenversicherung wird wie beschrieben an die Hinterbliebenen ausbezahlt. Verstirbt der Sparer nur wenige Jahre nach Vertragsabschluss, wird allerdings noch kaum Kapital vorhanden sein. Die Kosten für den Abschluss der Riester-Versicherung werden nämlich zumeist auf die ersten fünf Jahre der Vertragslaufzeit verteilt.

Was geschieht beim Todesfall in der Auszahlungsphase?

Verstirbt der Sparer in der Auszahlungsphase der Riester-Rente, gelten die individuellen Vereinbarungen des Vertrags. Wer sich für eine Riester-Rentenversicherung entscheidet, kann eine Rentengarantiezeit vereinbaren. Die Versicherer bieten in der Regel Garantiezeiten zwischen fünf und 23 Jahren an. Tritt der Todesfall innerhalb dieser Garantiezeit ein, erhalten die Erben die Rente nur bis zum Ablauf des vereinbarten Zeitraums ausbezahlt.

Ein Beispiel: Ein Riester-Sparer vereinbart eine Garantiezeit von zehn Jahren. Er verstirbt fünf Jahre nach Beginn der Auszahlungsphase. Die Hinterbliebenen erhalten jetzt noch fünf weitere Jahre Rentenzahlungen. Verstirbt der Riester-Rentner nach Ablauf der Garantiezeit, erfolgt in der Regel keine Auszahlung an die Erben. Gleiches gilt, falls im Vertrag keine Garantiezeit vereinbart wurde. Um Hinterbliebene abzusichern, empfehlen Experten eine Garantiezeit von mindestens 15 Jahren.

Riester-Rente mit Hinterbliebenenversicherung

Wer sich für eine Riester-Rentenversicherung entscheidet, hat die Option, eine Hinterbliebenenversicherung zu vereinbaren. Im Todesfall geht das angesparte Guthaben inklusive aller Überschüsse an den Ehepartner oder die Kinder des Verstorbenen über. Die staatlichen Zulagen und Steuervorteile bleiben dabei erhalten. Erben die Kinder, gilt dies, solange noch Anspruch auf Kindergeld besteht, also bis zum Abschluss des 18. oder 25. Lebensjahres. Die Verbindung der Riester-Rentenversicherung mit einem Hinterbliebenenschutz ist jedoch mit Kosten verbunden und schmälert die spätere Rentenauszahlung. Laut Experten und den Verbraucherschützern von Stiftung Warentest ist eine Risikolebensversicherung meist eine sinnvollere Alternative, um Angehörige für den Todesfall abzusichern.

Riester-Banksparplan vererben

Für einen Riester-Bausparplan gelten etwas andere Regelungen als für eine Riester-Rentenversicherung. Der Gesetzgeber hat für Banksparpläne und Fondssparpläne drei Phasen festgelegt:

  • die Ansparphase
  • die Auszahlungsphase I ab Vollendung des 60. Lebensjahres
  • die Auszahlungsphase II oder Restverrentungsphase, zu der ein Bank- oder Fondssparplan in eine Riester-Rentenversicherung umgewandelt wird

Verstirbt der Riester-Rentner während der Ansparphase, verhält es sich wie bei der Riester-Rentenversicherung: Das angesparte Kapital geht auf die Erben über. Lässt der Ehepartner des Verstorbenen das Geld in einen eigenen Riester-Vertrag übertragen, bleiben alle staatlichen Förderungen erhalten. Tritt der Todesfall während der Auszahlungsphase I ein, also zwischen dem 60. und dem 85. Lebensjahr, erhalten die Hinterbliebenen das Kapital, das noch nicht durch die Rentenzahlung aufgebraucht wurde.

Riester vererben nach Erreichen der Restverrentungsphase

Mit Vollendung des 85. Lebensjahres beginnt bei Riester-Banksparplänen und Fondssparplänen die Auszahlungsphase II bzw. Restverrentungsphase. Ab diesem Zeitpunkt wird der Sparplan durch eine Rentenvresicherung abgelöst und die Sparer erhalten ihr restliches Kapital in Form einer lebenslangen Rente. Tritt der Todesfall nach dem 85. Lebensjahr ein, lässt sich Riester nicht mehr vererben und es werden keine Hinterbliebenenleistungen mehr ausbezahlt.

Riester-Fondssparplan vererben

Für die Vererbung von Riester-Fondssparplänen gelten ähnliche Regelungen wie für Riester-Banksparpläne. Zu beachten ist hierbei, dass die Kapitalgarantie nicht während der Laufzeit des Riester-Vertrags gilt, sondern nur für den Beginn der Rentenphase. Für die Erben bedeutet das: Sinken die Aktienkurse, ist das Fondsvermögen unter Umständen weniger wert als die Summe der angesparten Beiträge. Dennoch gelten Riester-Fondssparpläne als renditestarke Form der Riester-Rente. Darüber hinaus bieten sie zumindest während der Auszahlungsphase I einen guten Hinterbliebenenschutz.

Wohn-Riester vererben

Als Alternative zum herkömmlichen Riester-Vertrag können sich Sparer auch zum Wohn-Riestern entscheiden (s. a. Riester umwandeln). Verstirbt der Vertragsinhaber während der Ansparphase und bevor er Wohneigentum erworben hat, gelten die gleichen Bedingungen wie für alle weiteren Riester-Produkte.

Hat der Verstorbene jedoch bereits eine Immobilie per Wohn-Riester-Förderung beworben, müssen die Erben in Zukunft Steuern auf das gesamte Wohnförderkonto zahlen. Bereits erhaltene staatliche Zulagen und Steuervorteile müssen allerdings nicht zurückgezahlt werden. Wohnen der Ehepartner und kindergeldberechtigte Kinder des Verstorbenen nicht ohnehin schon in der finanzierten Immobilie, haben sie 12 Monate Zeit, diese zu beziehen. Darüber hinaus müssen sie sich als Eigentümer der Immobilie eintragen lassen und das Wohneigentum selbst nutzen. Das Wohnförderkonto wird dann ab Rentenbeginn regulär versteuert.

Fällt eine Erbschaftssteuer an?

Geht es darum, Riester zu vererben, kommt auch die Frage nach einer möglichen Erbschaftssteuer auf. Wird ein Riester-Vertrag an nahe Verwandte wie Ehepartner oder Kinder vererbt, sind die Freibeträge recht hoch. Erbschaftssteuer fällt daher meist nicht an. Etwas anders sieht es aus, wenn entferntere Verwandte die Riester-Rente erben. In diesem Fall werden geringere Freibeträge angerechnet. Je nach Verwandtschaftsgrad ist dann eventuell eine Erbschaftssteuer zu zahlen. Die niedrigsten Freibeträge gelten für nicht verheiratete Ehepartner.