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Rürup-Rente
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Rürup-Rente

Die auch als Basisrente bezeichnete Altersvorsorge wird seit 2005 staatlich gefördert. Namensgeber ist der Wirtschaftsweise Bert Rürup. Direkte Altersvorsorgezulagen, wie bei der Riester-Rente, gibt es bei diesem Modell allerdings nicht. Vielmehr erhalten diejenigen, die nicht der gesetzlichen Rentenversicherung oder einem Versorgungswerk angehören, steuerliche Vorteile. Das gilt vor allem für Selbständige und Freiberufler.

Voraussetzung

Die eingezahlten Beiträge können im Rahmen des Sonderausgabenabzugs steuerlich abgesetzt werden. Es gilt der gesetzliche Höchstbetrag. Die Voraussetzungen sind:

  • Das angesparte Vermögen kann nur in Form einer monatlichen Rente gezahlt werden
  • Es besteht somit kein Kapitalwahlrecht wie bei der Riester-Rente (30-prozentige Entnahme des Gesamtkapitals zu Rentenbeginn)
  • Für vor 2012 abgeschlossene Verträge erfolgt die Auszahlung ab Vollendung des 60. Lebensjahres
  • Für nach 2012 abgeschlossene Verträge beginnt die Auszahlungsphase nicht vor dem 62. Lebensjahr
  • Förderberechtigt sind im Gegensatz zur Riester-Rente alle Personen
  • Besondere Zielgruppe sind Selbstständige und Freiberufler

Für Selbständige: Rürup statt Riester

Die Rürup-Rente wurde ursprünglich für selbständig und freiberuflich arbeitende Menschen konzipiert, denn diese Berufsgruppen dürfen im Normalfall nicht Riestern. Durch die Rürup-Rente können auch sie für das Alter vorsorgen und gleichzeitig von der staatlichen Förderung profitieren. Neben freiberuflich Tätigen und Gewerbetreibenden dürfen aber auch Beamte und Angestellte einen Rürup-Vertrag abschließen. Das Finanzamt erkennt bei einer Rürup-Rente etwa 78 Prozent der Einzahlungen als Sonderausgaben an.

Anlageformen der Rürup-Rente

Es gibt grundsätzlich vier verschiedene Produkte, die der Förderung der Basisrente unterliegen:

  • herkömmliche Rentenversicherungen
  • fondsgebundene Varianten
  • der Fondssparplan sowie
  • die britische Vorsorge

Fondsgebundene Rürup-Rente

Bei der fondsgebundenen Variante werden die Beiträge zum einen in gesicherte Finanzprodukte und zum anderen in Aktien- bzw. Investmentfonds angelegt. Bei den sicheren Finanzprodukten handelt es sich insbesondere um Wertpapiere, die zu konstanten Raten verzinst werden. Auf längere Sicht ist hierbei, eine höhere Rendite zu erzielen als bei der herkömmlichen Vorsorge.

Für risikofreudige Anleger geeignet

Das Potential auf eine höhere Rendite ist hier zwar gegeben, allerdings auch das Risiko der Anlage. Daher haben die Anleger hier die Möglichkeit, den entsprechenden Risikograd selbst festzulegen. Prinzipiell eignet sich diese Variante für alle, die nicht nur Freude am Risiko haben, sondern auch noch sehr jung sind. Denn je länger die Dauer der Anlage, desto sinnvoller ist die fondsgebundene Rürup-Rente.

Anbieter Rürup-Fondssparplan

Es gibt lediglich zwei Gesellschaften, die Fondssparen anbieten. Das sind zum einen die DWS und zum anderen die Deka. Die DWS vertreibt das Produkt DWS Basisrente Premium aus dem Hause Zurich Versicherung. Die Deka nutzt die Angebote der Öffentlichen Lebensversicherung Braunschweig mit den Tarifbezeichnungen Deka-Zielgarant sowie Deka-Zielfonds.

DWS Basisrente Premium:

  • Die Einzahlungen werden in ein ausgewähltes Produktportfolio gezahlt.
  • Um einen hohen Ertrag zu ermöglichen, werden die Prämien in den DWS Vorsorge Dachfonds (hauptsächlich Aktienfonds) eingezahlt.
  • Bei schlechter Marktlage werden Beiträge in sichere Rentenfonds übertragen.

Deka-Zielgarant:

  • Auch hier erfolgt die Anlage in einen sogenannten Dachfonds.
  • Kapitalschutz: Der Sparer bekommt stets den Erstausgabepreis minus der fälligen Gebühren.
  • Der Anteilswert wird monatlich neu bewertet: Der maximale Wert ist für Sparer bedeutend, da er bis zum Ende der Vertragslaufzeit garantiert wird (Höchststandsicherung ein Leben lang).

Deka-Zielfonds:

  • Geringere Garantie als bei Deka-Zielgarant
  • Vermögen fließt ebenfalls in einen Dachfonds
  • Höchststandsicherung in den letzten vier Vertragsjahren

Rürup-Rente und Berufsunfähigkeitsversicherung in einem Produkt

Mittlerweile haben Sparer die Möglichkeit, eine Rürup-Rente, eine Lebensversicherung oder auch eine Riester-Rentenversicherung mit einer Berufsunfähigkeitszusatzversicherung (BUZ) zu kombinieren. Sofern die Prämienzahlungen für die Basisrente mindestens 50 Prozent ausmachen, kann auch die Berufsunfähigkeitsversicherung im Rahmen der Sonderausgaben steuerlich abgesetzt werden. Der Vorteil hierbei ist, dass bei Anerkennung der Berufsunfähigkeit (mindestens 50% BU-Grad) die Beitragszahlungen in die private Altersvorsorge von der Versicherung weitergezahlt werden. Weiterhin können Sparer eine Berufsunfähigkeitsrente vereinbaren.

Sicher vor Zugriff

Das angesparte Vermögen ist in der Ansparphase, wie bei der Betriebsrente oder der Riester-Rentenversicherung, sicher vor dem Zugriff Dritter:

  • Keine Anrechnung bei Hartz-IV bzw. Arbeitslosengeld II
  • Pfändungsschutz auch für Selbständige
  • Insolvenzschutz

Rürüp-Rente: Für wen?

Das Modell wurde für all diejenigen entwickelt, die von der Riester-Rente nicht begünstigt sind. Das heißt, dass die geförderte Rentenversicherung vor allem für selbständig und freiberuflich Tätige geeignet ist. Die Pluspunkt für diese Personengruppen sind hierbei sowohl der Insolvenz- und Pfändungsschutz als auch die Steuervorteile. Im Test schneidet vor allem die Debeka-Versicherung gut ab.

Rürup-Auszahlung

Es erfolgt eine Besteuerung parallel zu der gesetzlichen Rentenversicherung. Welche Steuerlast auf den Rentner zukommt, ist abhängig vom Rentenbeginn. Bei Auszahlungsbeginn in 2007 beträgt der zu versteuernde Anteil 54 Prozent. Bis zum Jahr 2020 erfolgt auch hier eine Erhöhung um jeweils zwei Prozentpunkte:

  • 2008: 56%
  • 2009: 58%
  • 2010: 60%
  • 2011: 62%
  • 2012: 64%
  • 2013: 66%
  • 2014: 68%
  • 2015: 70%
  • 2016: 72%

Ab 2021 erfolgt eine Erhöhung um jährlich einen Prozentpunkt. Ab 2040 werden 100 Prozent angesetzt.

Beispiel Rentenbeginn ab 2013

Der Altersrentner erhält eine jährliche Zahlung aus seiner Altersvorsorge bzw. der Rürup-Rente in Höhe von 20.000 Euro. Der Steuerpflicht unterliegen demzufolge 72 Prozent. Es werden somit 14.400 Euro versteuert. Die Differenz zwischen dem Rentenfreibetrag und der Rürup-Rente unterliegen im vollen Umfang der Besteuerung. Es handelt sich bei Basisrenten jedoch um kapitalgedeckte Altersvorsorgeprodukte (nicht umlagefinanziert).

Rürup-Rente in der Steuererklärung angeben

Um den Steuervorteil der Rürup-Rente auch nutzen zu können, müssen die Einzahlungen zunächst in der Steuererklärung geltend gemacht werden. Vom Versicherer erhält man jedes Jahr eine Auflistung der steuerwirksamen Beträge aus dem Vorjahr. Die gezahlten Beiträge müssen dann in der Steuererklärung unter der Anlage Vorsorgeaufwand als Sonderausgabe angegeben werden. Die Förderung muss jedes Jahr aufs Neue beantragt werden.

Sonderausgabenabzug Rürup-Rente

Arbeitnehmer (Single) und Arbeitgeber zahlen je 5.000 Euro in die gesetzliche Rentenversicherung ein. Der Arbeitnehmer zahlt zusätzlich 3.000 Euro in einen Rürup-Renten-Vertrag ein.

  1. Anteil in gesetzliche Rentenversicherung: 10.000 Euro
  2. Zuzüglich Rürup-Rente: 3.000 Euro
  3. Summe: 13.000 Euro
  4. Für das Jahr 2011 können 72 Prozent abgesetzt werden.

Insgesamt sind höchstens 20.000 Euro abzugsfähig!

100 Prozent im Jahre 2025

Im Steuerjahr 2011 sind noch 72% als Sonderausgaben abzugsfähig, 2012 sind es bereits 74%. Es folgt somit eine jährliche Erhöhung um zwei Prozentpunkte.

Beispielrechnung bei jährlichem Beitrag von 3.000 Euro:

  • 2011: 72% mal €3.000=€2.160
  • 2012: 74% mal €3.000=€2.220
  • 2013: 76% mal €3.000=€2.280
  • 2014: 78% mal €3.000=€2.340
  • 2025: 100%= €3.000