Riester Rente

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Riester-Rente während der Elternzeit
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Riester-Rente während der Elternzeit

Je Erziehungsjahr für das Kind erhält der Erziehende einen Entgeltpunkt beim gesetzlichen Rentenversicherungsträger zugeschrieben. Dies gilt für die ersten drei Jahre der Elternzeit. Umgerechnet bedeutet das eine höhere monatliche Rente von bis zu 75 Euro. Da die Eltern in der Elternzeit gesetzlich pflichtversichert sind, gelten sie als förderberechtigt und erhalten auch weiterhin die Zulagen für ihre Riester-Rente. Der Grund hierfür ist, dass eine Pflichtversicherung gleichzeitig eine unmittelbare Begünstigung darstellt.

Recht der Eltern auf Teilzeitarbeit

Das Gesetz sieht vor, dass Arbeitnehmer während der Elternzeit zweimal eine Herabsetzung der Arbeitszeit erwirken dürfen. Zuvor vereinbarte Regelungen in Bezug auf die Teilzeitarbeit zählen hierbei mit. Bei Arbeit in Teilzeit macht es ein neu geschaffenes Gesetz den Eltern wesentlich leichter, Beruf und Familie miteinander zu verbinden. Der Anspruch auf eine Beschäftigung in Teilzeit besteht für Eltern in den ersten drei Jahren. Eine reduzierte Wochenarbeitszeit ist demnach vor dem Gesetz dann möglich, wenn das Unternehmen mehr als 15 Angestellte beschäftigt.

Beitrag bei Elterngeld

Die Grundlage zur Berechnung des zu zahlenden Beitrages zur Riester-Rente bildet das Bruttoeinkommen des Vorjahres. Demnach ändert sich für die Eltern auch in der Zeit der Erziehung am Beitrag nichts. Es werden für die maximale Förderung auch fortan vier Prozent zu entrichten sein. Da es sich hierbei um eine versetzte Beitragszahlung handelt, wird er erst im darauf folgenden Jahr geringer ausfallen.

Zulagen während der Elternzeit

Wenn während der Elternzeit keiner sozialversicherungspflichtigen Tätigkeit nachgegangen wird und ein Mindesteigenbeitrag von 5 Euro monatlich (60 Euro jährlich) eingezahlt wird, können die Eltern (bzw. der Elternteil, der das Kindergeld erhält) in drei Jahren von folgenden Zulagen profitieren, wenn das Kind nach 2008 geboren wurde:

Kinderzulage pro Jahr Grundzulage pro Jahr Zulage gesamt über 3 Jahre
ein Kind 300 € 154 € 1.362 €
zwei Kinder 600 € (300 € je Kind) 154 € 2.262 €
drei Kinder 900 € (300 € je Kind) 154 € 3.162 €

Mehrere Kinder

Sollten während der Erziehungszeit weitere Kinder folgen, hat dies positive Auswirkungen auf den bestehenden Riester-Vertrag. Die Dauer der Pflichtversicherung verlängert sich entsprechend der Anzahl der Kinder. Sollte nach zwei Jahren des Beginns der Elternzeit ein weiteres Kind geboren worden sein, verlängert sich der Anspruch auf die Zulagen der Riester-Rente auf insgesamt 48 Monate. Weitere Infos zur Kinderzulage gibt es hier.

Rechte auch für Selbständige

Auch Selbständige haben mit der Geburt des Kindes Rechte auf Entgeltpunkte der gesetzlichen Rentenversicherung. Mit der Erziehung eines Kindes fallen Selbständige unter die Versicherungspflicht. Somit haben sie die Möglichkeit, zu riestern und müssen nur den Mindestbeitrag zahlen, um die maximalen Zulagen zu erhalten.

Höhe des Beitrags während der Elternzeit

Die Höhe des Beitrages in die Riester-Altersvorsorge, den man während der Elternzeit einzahlen muss, hängt von der Höhe des rentenversicherungspflichtigen Einkommens aus dem Vorjahr ab. Davon müssen 4% als Beitrag in die Riester-Rente eingezahlt werden. Die (Kinder-) Zulagen werden von diesem Betrag abgezogen und der restliche Beitrag muss vom Sparer entrichtet werden.

Urlaub und Urlaubsanspruch für Erziehende

Das Gesetz sieht vor, dass der Arbeitgeber den Urlaubsanspruch des Arbeitnehmers um 1/12 mindern kann. Dies gilt für jeden Monat im Kalenderjahr. Eine Reduzierung vom Urlaubsanspruch ist rechtlich nicht möglich, wenn der Erziehende in Teilzeit während der Elternzeit tätig ist. Sofern das Beschäftigungsverhältnis während der Dauer der Erziehungszeit endet, ist der Arbeitgeber verpflichtet, den noch nicht abgegoltenen Urlaub zu gewähren. Auswirkungen auf die vom Staat geförderten Zulagen hat ein Urlaub jedoch nicht.

Gut zu wissen

Eine Mutter, die bislang mittelbar von der Regelung begünstigt gewesen ist, erhält mit der Geburt des Kindes nun eine unmittelbare (direkte) Begünstigung.