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Riester-Rente bei Arbeitslosigkeit
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Riester-Rente bei Arbeitslosigkeit

Auch wer arbeitslos ist, sollte nicht auf die Riester-Rente verzichten. Bei Arbeitslosengeld I oder Hatz IV gilt: 5 Euro im Monat einzahlen und dabei die volle staatliche Förderung erhalten. Der sogenannte Mindestbeitrag in Höhe von fünf Euro im Monat wurde eingeführt, um auch Arbeitslosen Zugang zu privater Vorsorge zu verschaffen. Der Beitrag für die Riester-Rente richtet sich stets nach dem Einkommen des Vorsorgenden. Je geringer das Einkommen, desto geringer auch der Beitrag.

Was ist mit der Riester-Rente, wenn man arbeitslos wird?

Wer arbeitslos wird und eine Riester-Rente besitzt, hat einiges zu beachten. Die zu entrichtenden Beiträge für die geförderte Altersvorsorge orientieren sich stets am Bruttojahreseinkommen des Vorjahres. Somit hat der Sparer auch die gewohnten Beiträge zu zahlen, wenn man arbeitslos wird. Wem der Beitrag nun zu hoch sein sollte, der hat die Option, den Vertrag ruhen zu lassen. Der Arbeitslose kann aber auch seine Beiträge, je nach finanzieller Situation, an die wirtschaftliche Lage anpassen. Bei beiden Möglichkeiten sollte ein formloses Schreiben verfasst werden.

Arbeitslos und Riester-Rente:

Vor allem Kinder steigern die Rendite der staatlich geförderten Altersvorsorge.
Beispiel: Eine Mutter von zwei Kindern bezieht Arbeitslosengeld II. Das erste Kind wurde am 02.08.2006 geboren. Das zweite Kind wurde am 15.07.2012 geboren.

  • Die Grundzulage von 154 Euro jährlich
  • Die Kinderzulage für Kind 1 beträgt 185 Euro im Jahr
  • Die Kinderzulage für Kind 2 umfasst schon 300 Euro im Jahr (weil nach 2008 geboren)
  • Staatliche Zulagen gesamt = 639 Euro

Zu zahlender Mindestbeitrag und Zulagen

Die Frau erhält im Jahr 639 Euro an staatlichen Zulagen. Dabei hat sie im Monat lediglich den Mindestbeitrag in Höhe von 5 Euro  für ihre Zusatzrente zu zahlen.

  • Zulage vom Staat: 639 Euro
  • Mindestbeitrag: 5 Euro im Monat bzw. 60 Euro im Jahr
  • = 579 Euro Gewinn für die Sparerin pro Jahr

Arbeitslosengeld I: Bruttoeinkommen

Für die gesetzliche Rentenversicherung ist der Bezug von Arbeitslosengeld I noch von großer Bedeutung. Die Agentur für Arbeit zahlt in diesem Fall auch weiterhin Beiträge an den gesetzlichen Rentenversicherungsträger. Als Grundlage werden 80 Prozent des zuletzt verdienten Bruttoeinkommens herangezogen. Bei einem Bruttoverdienst  von 2.000 Euro vor der Arbeitslosigkeit werden von der Agentur somit 1.600 Euro als Basis verwendet. Die spätere Rentenminderung fällt daher mit etwa 5 Euro relativ gering aus. Zumindest für das eine Jahr des Leistungsbezuges.

Arbeitslosengeld II

Nach einem Jahr Arbeitslosengeld I erhält der Leistungsempfänger Arbeitslosengeld II (Hartz-IV). Bei Hartz-IV müssen Leistungsempfänger schon erhebliche Einbußen bei der gesetzlichen Rentenversicherung hinnehmen. Mit Beginn des Jahres 2011 zählt die Zeit von Hartz-IV nicht mehr als Pflichtversicherungszeit. Somit werden keine Rentenbeiträge an den gesetzlichen Rentenversicherungsträger abgeführt. In diesem Fall lohnt es sich zu riestern, denn nur so lassen sich die erheblichen Renteneinbußen ausgleichen.

Arbeitslosigkeit ohne Leistungsanspruch

Einige Bürger haben im Falle einer Arbeitslosigkeit keinerlei Leistungsanspruch. Dies gilt unter anderem für Eheleute. Hierbei wird das Bruttoeinkommen der Ehepartner angerechnet. Allerdings ergibt sich in diesem Fall ein indirekter Anspruch bei der Riester-Rente. So gilt auch im Fall einer Arbeitslosigkeit ohne Leistungsanspruch eine Förderung mit der Riester-Rente. Hier gelten dieselben Konditionen wie im oben genannten Beispiel (5 Euro im Monat und dabei maximale Zulagen). Alle wichtigen Informationen finden Sie in den FAQsr. Unter Riester-Rente-Test finden Sie außerdem alle aktuellen Testergebnisse.

Zurück in den Beruf

Was mit der Riester-Rente geschieht, wenn man arbeitslos ist, wurde bereist erwähnt. Ebenso verhält es sich im umgekehrten Fall. Sofern der Arbeitslose wieder ins Berufsleben einsteigt, hat er im ersten Jahr seiner Arbeitstätigkeit nur sehr geringe Beiträge für die Altersvorsorge zu entrichten. Es wird die Zeit des Leistungsbezugs als Grundlage genommen. Somit erfolgt ein Ausgleich.

Modellfall: Andreas

  1. Andreas war im Jahr 2009 arbeitslos, weil seine Firma in die Insolvenz gegangen ist. Er hat ein Arbeitslosengeld von 900 Euro erhalten. Im nächsten Jahr hat er wieder eine Arbeit bekommen und verdient nun 2.000 Euro.
  2. Um an die maximalen Zulagen erhalten zu können, hat er monatlich 36 Euro zu zahlen. Denn relevant sind die 900 Euro aus den Zeiten der Arbeitslosigkeit.