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Wohn-Riester

So nutzen Sparer die private Altersvorsorge für eine eigene Immobilie!

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Wohn-Riester

Wohn-Riester verhilft mit hohen staatlichen Zulagen und geringen Zinsen zu einer außerordentlich günstigen Finanzierung von selbst genutztem Wohneigentum. Im Idealfall haben Anleger laut Stiftung Warentest die Aussicht auf eine Ersparnis von bis zu 50.000 Euro.

Mit Wohn-Riester ins Eigenheim

Ein eigenes Haus oder eine Eigentumswohnung ist für viele Menschen ein Traum. Bei der Finanzierung dieses Traumes kann Wohn-Riester helfen: Durch staatliche Zulagen und eventuelle steuerliche Vorteile können Hausbauer bis zu 50.000 Euro einsparen, haben die Fachleute von Stiftung Warentest ermittelt.

Erfahren Sie hier, wie Sie mit dem Wohn-Riester, einer Form der Riester-Rente, die staatliche Förderung nutzen können, um im Alter mietfrei wohnen zu können.

Schuldenfrei in die Rente

Im Gegensatz zum so genannten Geld-Riester, der über Fondssparpläne und Banksparpläne die gesetzliche Rente finanziell erweitern soll, verfolgt der Gesetzgeber mit dem Wohn-Riester das Ziel, einen schuldenfreien Eintritt in die Rentenphase zu ermöglichen. Die eigene Immobilie ermöglicht es, mietfrei zu wohnen und ist zugleich eine Sicherheit fürs Alter.

Wer kann Wohn-Riester nutzen?

Welche Personen vom Wohn-Riester profitieren können, regelt das Einkommenssteuergesetz (EstG). Hier kommen die §§ 79 und 10a Absatz 1 zum Tragen.

Unmittelbar förderberechtigte Personen sind:

  • Rentenversicherungspflichtige Arbeitnehmer
  • Beamte, Richter, Soldaten und Amtsträger
  • Bezieher von Arbeitslosen- oder Krankengeld

Über Umwege können auch geringfügig Beschäftigte und mittelbar förderberechtigte Personen einen eigenen Wohn-Riester-Vertrag abschließen.

Geringfügig Beschäftigte müssen freiwillig Beiträge zur Sozialversicherung zahlen, um Wohn-Riester nutzen zu können. Für Selbstständige entfällt diese Möglichkeit.

Bei mittelbar berechtigten Personen muss der Ehepartner förderberechtigt sein und einen eigenen Vertrag abgeschlossen haben. In diesem Fall ist es möglich, dass z. B. ein nicht arbeitender Ehepartner ebenfalls einen Riester-Vertrag abschließt und von staatlichen Zulagen profitiert.

icon Maximalbetrag gilt auch für Wohn-Riester

Maximalbetrag gilt auch für Wohn-Riester

Grundsätzlich gilt für sämtliche Riester-Varianten: Die Anleger müssen mindestens 4 Prozent ihres Brutto-Vorjahreseinkommens einzahlen. Der Maximalbetrag (also die Summe, die maximal eingezahlt werden kann) liegt jährlich bei 2.100 Euro. Zwar ist es möglich, noch mehr einzuzahlen, doch wird dieser zusätzliche Beitrag nicht mehr gefördert.

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Berater-Tipp

Altersvorsorge richtig planen!

„Wer ein Haus bauen oder später ins Ausland ziehen möchte, sollte dieses bei der privaten Altersvorsorge unbedingt berücksichtigen! Denn einige Produkte eigenen sich besonders für Hausbauer, während andere besonders für Auswanderer attraktiv sind. Hausbauer profitieren beispielsweise besonders vom Wohn-Riester, während künftige Auswanderer darauf achten sollten, dass die private Altersvorsorge auch weltweit ausgezahlt werden kann.“ Alexander Vorgerd

Alexander Vorgerd
„Die Beratung war kompetent und vertrauensvoll. Die Bearbeitungszeit war sehr schnell. Vielen Dank!“

05.04.2018, Privatkunde

Kundenstimmen
4.9 von 5 bei 157 Bewertungen

Welche Immobilien sind förderbar?

Der Wohn-Riester kann für den Bau oder den Kauf von bestimmten Immobilien genutzt werden.

Dazu zählen:

  • ein eigenes Haus
  • eine Eigentumswohnung
  • eine eingetragene Genossenschaftswohnung bzw. der Erwerb von Anteilen an einem genossenschaftlichen Wohnprojekt
  • Maßnahmen zur Verbesserung der Barrierefreiheit

Der Wohn-Riester kann allerdings nicht für den Kauf eines Ferienhauses oder Wochenendhauses verwendet werden.

Wichtig ist, dass der Riester-Sparer die Immobilie selbst bewohnt. Denn Ziel des Gesetzgebers ist es, einer breiten Bevölkerungsschicht die Finanzierung eines Eigenheimes zu ermöglichen, sodass im Alter mietfrei gewohnt werden kann und die Lebenshaltungskosten möglichst niedrig ausfallen. Aus diesem Grund ist es zwar unter Umständen möglich, die geförderte Immobilie während des Erwerbslebens zu vermieten, doch spätestens mit Beginn der Rente muss der Riester-Sparer selbst einziehen. Auch die zwischenzeitliche Vermietung ist nur möglich, wenn der Besitzer beispielsweise aus beruflichen Gründen umziehen muss und deshalb die geförderte Immobilien nicht selbst bewohnen kann.

Wohn-Riester: Zulagen

Der Staat fördert Wohn-Riester mit finanziellen Zulagen. Diese Riester-Zulagen machen Wohn-Riester vor allem auch für Geringverdiener und für Familien mit mehreren Kindern attraktiv.

Um die vollen Zulagen zu erhalten, müssen die Riester-Anleger mindestens vier Prozent ihres Brutto-Vorjahreseinkommens einzahlen.

Diese Wohn-Riester Zulagen gibt es:

Grundzulage – Jeder, der einen Wohn-Riester-Vertrag abgeschlossen hat und mindestens 4 Prozent seiner Vorjahres-Bruttoeinkommens einzahlt, erhält die Grundzulage in Höhe von 175 Euro. Die Bundesregierung hob die Grundzulage zum 1. Januar 2018 im Rahmen des neuen Betriebsrentenstärkungsgesetzes (BRSG) an. Vorher lag der Betrag bei 154 Euro.

Kinderzulage – Riester-Sparer mit Kindern profitieren dank der Kinderzulage doppelt. Sie erhalten die Grund- und die Kinderzulage. Die Höhe der Kinderzulage richtet sich nach dem Geburtsjahr des Kindes.

  • Für Kinder, die vor 2008 geboren wurden, gibt es 185 Euro.
  • Für Kinder, die am 1. Januar 2008 oder später geboren wurden, beträgt die Kinderzulage 300 Euro pro Jahr und Kind.

Die Zulage erhält immer das Elternteil, dem das Kindergeld zugeteilt ist. Bei verheirateten Paaren ist dieses die Mutter, wenn nichts anderes vereinbart wurde. Soll der Vater die Zulage erhalten, müssen die Eltern die Änderung beantragen.

icon Beispielrechnung für Wohn-Riester Zulagen

Beispielrechnung für Wohn-Riester Zulagen

Beispiel-Fall: Ehepaar mit zwei Kindern

Ehepaare können jeweils einen eigenen Wohn-Riester-Vertrag abschließen. Wenn sie die maximal möglichen Zulagen erhalten möchten, müssen sie dies auch tun. Denn nur so hat jeder der Partner Anspruch auf die jährliche Grundzulage in Höhe von jeweils 175 Euro (zusammen 350 Euro).

Für ein Rechenbeispiel sei nun eine Familie mit zwei Kinder angenommen, die beide erst nach 2008 geboren wurden. Wenn nichts anderes beantragt wird, erhält die Mutter die Kinderzulagen für beide Kinder. Je Kind gibt es in diesem Fall 300 Euro (zusammen 600 Euro).

Die Ehefrau hat damit Anspruch auf staatliche Zulagen in Höhe von 775 Euro (175 Euro Grundzulage plus die 600 Euro Zulage für die beiden Kinder). Der Vater erhält nochmal 175 Euro. Zusammen bekommt das Ehepaar damit Zulagen in Höhe von 950 Euro pro Jahr. Zudem hat das Paar die Möglichkeit, eine jährliche Tilgung von bis zu 2.100 Euro als Sonderausgaben bei der Steuer abzusetzen.

Wohn-Riester weiterhin beliebt

Die Zahlen vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) belegen: Wohn-Riester ist so beliebt wie eh und je. Im Jahr 2009, ein Jahr nach der Einführung, gab es bereits rund 197.000 Verträge. Sechs Jahre später hat sich diese Zahl auf rund 1.564.000 bereits vervierfacht. Und der Trend hält an.

Im Dezember 2017 veröffentlichte das BMAS die Zahlen der ersten drei Quartale 2017. Allein im ersten Halbjahr gab es 49.000 Neu-Abschlüsse. Im dritten Quartal kamen weitere 11.000 Verträge hinzu. Zum Ende des Jahres existierten damit rund 1.767.000 Wohn-Riester-Verträge.

Wohn-Riester: Vorgaben des Staates an die Anbieter

Versicherungen, Bausparkassen und alle anderen Anbieter von Wohn-Riester- bzw. Riester-Rente-Verträgen müssen diese zertifizieren lassen, wenn sie ihre Angebote als förderfähig bewerben und anbieten möchten.

icon Altersvorsorgeverträge-Zertifizierungsgesetz (AltZertG)

Altersvorsorgeverträge-Zertifizierungsgesetz (AltZertG)

Der § 1 des Altersvorsorgeverträge-Zertifizierungsgesetzes beschäftigt sich mit Begriffsbestimmungen zum Altersvorsorgevertrag.
Absatz 3 des Gesetzes widmet sich dem Thema Zertifizierung.
(3) Die Zertifizierung eines Altersvorsorgevertrages nach diesem Gesetz ist die Feststellung, dass die Vertragsbedingungen des Altersvorsorgevertrages dem Absatz 1, 1a oder beiden Absätzen sowie dem § 2a entsprechen und der Anbieter den Anforderungen des Absatzes 2 entspricht. Eine Zertifizierung im Sinne des § 4 Abs. 2 Satz 1 stellt ausschließlich die Übereinstimmung des Vertrages mit den Anforderungen des Absatzes 1 oder 1a oder beiden sowie des § 2a fest.
(Quelle: AltZertG)

Die Zertifizierung entsprechender Produkte erfolgt durch das Bundeszentralamt für Steuern. Das Bundeszentralamt prüft dabei nicht, ob der jeweilige Vertrag wirtschaftlich tragfähig ist oder ob der Anbieter die Zusagen erfüllen kann. Auch die zivilrechtliche Richtigkeit der Vertragsbedingungen ist nicht Gegenstand der Prüfung.
Die Zertifizierung legt fest, in welche Chancen-Risiko-Klasse ein bestimmter Altersvorsorge-Vertrag einzuordnen ist.

Zertifizierungsvoraussetzungen

Zertifizierungen erhalten nur Produkte der privaten Altersvorsorge. Angebote der betrieblichen Altersvorsorge erhalten kein Zertifikat.

Anbieter, die einen Tarif zum Wohn-Riester anbieten möchten, müssen diesen zertifizieren lassen. Nur dann ist er förderfähig. Dafür muss der Vertrag bestimmte Anforderungen erfüllen.

  • Der Vertrag muss garantieren, dass zu Beginn der Auszahlungsphase mindestens die eingezahlten Beiträge und die staatliche Förderung zur Verfügung stehen.
  • Die Leistungen dürfen nicht vor dem 62. Lebensjahr oder ab Beginn der gesetzlichen Rente bzw. Pension ausgezahlt werden.
  • Der Vertrag muss eine lebenslange Rente garantieren oder aber die lebenslange Verminderung des monatlichen Nutzungsentgeltes für eine selbst genutzte Genossenschaftswohnung.
  • Die Abschlusskosten müssen sich auf mindestens fünf Jahre verteilen oder sie werden als Prozentsatz von den Altersvorsorgebeiträgen abgezogen.
  • Es muss die Möglichkeit geben, den Vertrag ruhen zu lassen. Außerdem darf die Kündigungsfrist nicht länger als drei Monate sein. Das heißt, der Kunde muss vierteljährlich zum Quartalsende kündigen können.
  • Der Vertrag muss eine wohnungswirtschaftliche Verwendung der Kapitals erlauben.

Es können auch solche Verträge zertifiziert werden, die für den Vertragspartner einen Anspruch auf die Gewährung eines Darlehens zum Zweck der wohnungswirtschaftlichen Verwendung vorsehen.

icon Begriffserklärung: wohnungswirtschaftliche Verwendung

Begriffserklärung: wohnungswirtschaftliche Verwendung

Wohnungswirtschaftliche Verwendung meint im Fall des Wohn-Riesters, die Nutzung des geförderten Kapitals zur Anschaffung, zum Bau oder zur Entschuldung einer Wohnung. Auch der Erwerb von Geschäftsanteilen an einer eingetragenen Genossenschaft für die Selbstnutzung einer Genossenschaftswohnung ist möglich.

(Quelle: Deutsche Rentenversicherung)

Sinn der Zertifizierung

Ob ein Produkt zertifiziert ist, erkennen Verbraucher an der amtlichen Prüfnummer und einem Zusatz der die Förderfähigkeit des Produktes bestätigt.
Die Zertifizierung sagt allerdings nichts über die Güte des Vertrages aus. Der Anbieter verpflichtet sich lediglich, die eingezahlten Beiträge und Zulagen (ohne Abzug von Kosten) für die Altersvorsorge bereitzustellen. für den Verbraucher ist die Zertifizierung wichtig, denn nur solche Produkte sind förderfähig. Dementsprechend ist es unter anderem von der Zertifizierung abhängig, ob der Kunde staatliche Zulagen erhält.

Bedingung des Gesetzgebers an den Verbraucher

Der Gesetzgeber bindet an seine finanzielle Unterstützung eine Bedingung. Anleger, die Wohn-Riestern müssen das angesparte Guthaben für eine selbstbewohnte Immobilie nutzen, sonst verlieren die staatliche Förderung und müssen Zulagen und Steuervorteile zurückzahlen. Außerdem muss das Darlehen, das im Rahmen des Wohn-Riester-Vertrages aufgenommen wurde, spätestens bis zum 68. Lebensjahres getilgt werden. Andernfalls sind wiederum die Zulagen zurückzuzahlen.

Wohn-Riester mit Plan

Der Wohn-Riester verlangt durch die Bedingung, dass ein Kredit, der im Rahmen des Wohn-Riesters aufgenommen wird, bis zum 68. Lebensjahr getilgt sein muss, einiges an Planung. Daher ist es wichtig den Vertrag zeitlich so abzustimmen, dass die Rückzahlung bis spätestens zu diesem Zeitpunkt erfolgt ist. Eheleute sollten zudem jeweils einen eigenen Riester-Vertrag abschließen, um die Zulagen und steuerlichen Vorteile in voller Höhe zu nutzen zu können.

Varianten des Darlehensvertrages (Wohn-Riester)

  • ohne Ansparphase

  • mit Ansparphase (Bausparvertrag)

  • mit Ansparphase und Vor- bzw. Zwischen-Finanzierungsdarlehen

Darlehensvertrag ohne Ansparphase

Wohn-RiesterWenn Sie sich für diese Variante des Wohn-Riesters entscheiden, wird sofort ein Kreditvertrag abgeschlossen und die staatlichen Zulagen fließen gleich in die Tilgung des Darlehens. Das bedeutet für unsere Beispiel-Familie mit zwei Kindern (Jeder Ehepartner hat einen eigenen Riester-Vertrag und die Kinder wurden beide nach 2008 geboren.), dass die jährlichen Zulagen in Höhe von 950 Euro, direkt in die Begleichung der Kreditschulden fließen.

Darlehensvertrag mit Ansparphase (Bausparvertrag)

Diese Variante heißt auch Riester-Bausparen und ist, die Nutzungsform des Wohn-Riesters, die die Kunden am häufigsten wählen.
Die Riester-Kunde spart zunächst innerhalb einer festgelegten Zeit einen bestimmten Geldbetrag an. Nach Ablauf der vertraglich vereinbarten Zeit ist der Wohn-Riester-Vertrag zuteilungsreif und der Kunde erhält von der Bausparkasse ein Darlehen mit den zu Vertragsbeginn festgelegten Zinsen. Die staatlichen Zuschüsse erhält der Anleger sowohl während der Ansparphase, als auch während der Tilgungsphase.

Darlehensvertrag mit Ansparphase und Vor- bzw. Zwischen-Finanzierungsdarlehen

Bei der dritten Variante handelt es sich um so genannte Kombi-Verträge, bei denen man ein Voraus-Darlehen später durch einen Bausparkredit ablöst. Diese Möglichkeit eignet sich beispielsweise, wenn man sofort eine Immobilie kaufen möchte.

Erläuterung zu Variante drei: Das tilgungsfreie Darlehen im Bausparvertrag

Der Bausparvertrag wird in Höhe des, für das Eigenheim benötigten Geldbetrages abgeschlossen. Die Bausparkasse übernimmt hier zunächst die benötigte Bausparsumme bis der Verbraucher ein minimales Guthaben angespart hat. Dieses Darlehen ist tilgungsfrei. Bei Erreichen des Mindestguthabens wird anschließend der Bausparvertrag zugeteilt. Das angesparte Guthaben sowie das Darlehen werden jetzt an den Kunden ausgezahlt. In der Ansparphase zahlt der Sparer zu festen Zinssätzen die anfallenden Raten sowie für das entsprechende Darlehen im Voraus. Bei Zuteilung wird das Darlehen abgelöst.

Wird Wohn-Riester-Guthaben als Eigenkapital anerkannt?

Wer eine Immobilie finanzieren möchte, kann das Guthaben vom Wohn-Riester als Eigenkapital einbringen. Wie auch bei anderen Darlehen gilt auch in diesem Fall: Je größer der Eigenanteil bei einer Finanzierung, desto niedriger die Zinsen des Kredits. Für Sparer bedeutet dieses: Die monatlichen Raten fallen deutlich niedriger aus!

Wohn-Riester Test

Die Produkte des Wohn-Riesters sind immer wieder Gegenstand von Testergebnissen. Allerdings gibt es hier leider nur Ergebnisse von der Stiftung Warentest.
Andere Ratingunternehmen beschäftigen sich eher mit der klassischen Riester-Rente bzw. der fondsbasierten Riester-Rente. Daher liegen zwischen den Testergebnissen jeweils zwei bis drei Jahre. Der letzte Test ist allerdings recht aktuell und wurde Ende 2017 veröffentlicht.

Stiftung Warentest prüft Angebot der Bausparkassen

Die Stiftung Warentest hat Ende Oktober 2017 mehr als 20 Angebote von verschiedenen Bausparkassen zum Wohn-Riester verglichen und bewertet. Die Ergebnisse wurden in der November-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest (Ausgabe 11/2017) veröffentlicht.

Die Experten von Stiftung Warentest forderten bei den deutschen Bausparkassen jeweils drei Angebote an. Die Bausparkassen waren angehalten für die Angebote stets den günstigsten Wohn-Riester-Tarif zu nehmen und die optimale Bausparsumme für drei vorgegebenen Beispielfällen zu nennen.

Modellsparer

  • Im ersten Fall zahlt der Kunde die höchstmögliche Summe von 2.100 Euro ein und möchte bereits nach sieben Jahren bauen bzw. eine Immobilie kaufen.

  • Der zweite Modellkunde zahlt ebenfalls 2.100 Euro jährlich ein, möchte jedoch erst nach 10 Jahren kaufen bzw. bauen.

  • Im dritten Fall soll ebenfalls nach zehn Jahren gekauft bzw. gebaut werden. Allerdings liegt die Sparleistung mit 800 Euro jährlich sehr viel niedriger.[/box]

icon Wohn-Riester-Test 2017: Ergebnis

Wohn-Riester-Test 2017: Ergebnis

Die Zahl der Anbieter hat sich im Vergleich zum Test aus 2014 stark verringert. Nur zehn Bausparkassen schickten auf die Anfrage der Stiftung Warentest Angebote. Des Weiteren gab es nur für Modellfall 2 zehn Angebote. Für den ersten Fall reichten 8 Bausparkassen ein Angebot ein. Für den dritten Fall liegen lediglich 6 Angebote vor.

Diese Bausparkassen haben Angebote zu Wohn-Riester-Produkten eingereicht

  • BHW
  • LBS Bayern
  • LBS Hessen-Thüringen
  • Deutsche Bank
  • LBS Ost
  • LBS Saar
  • Schwäbisch Hall Fuchs
  • LBS Schleswig-Holstein-Hamburg
  • LBS West
  • Wüstenrot

Fazit zum Test: Wohn-Riester lohnt sich - unter gewissen Voraussetzungen

Für Anleger, die mittel- oder langfristig planen, ist Wohn-Riester eine gute und empfehlenswerte Möglichkeit, an die eigenen vier Wände zu kommen. Der wichtigste Vorteil ist die Zinssicherheit, die der Wohn-Riester bietet. Denn es gilt die Zinshöhe, die bei Vertragsschuss vereinbart wird. Andererseits gilt die Bindung auch für die Verzinsung des Guthabens. Diese liegen derzeit unter einem Prozent. Häufig zahlen die Anbieter auch nur 0,1 Prozent Zinsen auf das Sparguthaben. Werden die Zinsen mit den Gebühren verrechnet, bleibt meist weniger übrig als die Sparer eingezahlt haben. Das heißt, zum reinen Sparen ist der Wohn-Riester derzeit nicht geeignet. Doch wer für ein Eigenheim spart, der kann sich mit dem Wohn-Riester ein sehr günstiges Zinsniveau für die Rückzahlung eines Kredites sichern (Quelle).

icon Gut zu wissen

Gut zu wissen

Im Vergleich schneiden die Kombikredite der Bausparkassen wesentlich besser ab als die Angebote anderer Anbieter bzw. Finanzdienstleister. Daher ist es sinnvoll, sich beim „riestern“ für einen solchen Bausparvertrag mit tilgungsfreiem Darlehen zu entscheiden.

icon Verkauf oder Vermietung der Immobilie

Verkauf oder Vermietung der Immobilie

Wird eine durch Wohn-Riester finanzierte Immobilie verkauft, kann eine Nachversteuerung drohen. Außerdem muss der Immobilienbesitzer unter Umständen die erhaltenen Zulagen zurück zahlen. Das lässt sich jedoch auch vermeiden: Sollten Sie beispielsweise in einem Zeitraum von vier Jahren eine weitere Immobilie erwerben, so droht keine Nachzahlung. Wenn ein Umzug aus persönlichen Gründen unausweichlich ist, kann die Immobilie zum Beispiel an Dritte vermietet werden, ohne die Zulagen in Gefahr zu bringen. In diesem Fall hat der Eigentümer spätestens zum Eintritt des Rentenalters wieder in den Wohnraum zurückzukehren und ihn fortan eigenständig zu bewohnen.

Berater-Tipp

Vergleichen ist immer ratsam!

„Ein unabhängiger Vergleich ist immer ratsam: Der Verbraucher bzw. künftige Bauherr sollte sich vorab alle dafür notwendigen Informationen zu den jeweiligen Angeboten einholen, um das beste Angebot abschließen zu können. Zudem sollten die Voraussetzungen für den Wohn-Riester bereits im Vorfeld abgeklärt werden, damit es am Ende keine bösen Überraschungen gibt.“ Alexander Vorgerd

Alexander Vorgerd
„Die Beratung war kompetent und vertrauensvoll. Die Bearbeitungszeit war sehr schnell. Vielen Dank!“

05.04.2018, Privatkunde

Kundenstimmen
4.9 von 5 bei 157 Bewertungen

Versteuerung zu Rentenbeginn

Ebenso wie bei der Riester-Rente erhält der Sparer auch beim Wohn-Riester steuerliche Vergünstigungen während der Sparphase. Mit Beginn der Auszahlphase ändert sich dies allerdings und es gilt nun Steuern zu entrichten.

Unabhängig von der Wahl des Anbieters können Verbraucher sich bereits im Vorfeld darüber erkundigen, wie hoch die zu entrichtende Steuer im Alter sein wird.

Nachgelagerte Besteuerung

Bei geförderten Vorsorgeprodukten sind die gezahlten Beiträge/Tilgungsleistungen in der Ansparphase bis zu einer Obergrenze als Vorsorgeaufwendungen steuerlich abzugsfähig. Derzeit liegt diese Grenze bei 2.100 Euro.

Der Gesetzgeber gewährt für Wohn-Riesternde eine Steuererleichterung während der Ansparphase. Erst mit Eintritt in die Rente erfolgt die Besteuerung (nachgelagerte Besteuerung).

icon Das Wohnförderkonto

Das Wohnförderkonto

Wie hoch die Steuerlast am Ende ist, wird mit Hilfe des Wohnförderkontos ermittelt. Es handelt sich dabei um ein fiktives Konto, auf dem die Zulagen und die Tilgungen gespeichert werden (maximal 2.100 Euro pro Jahr). Zusätzlich wird der Betrag am ende jeden Jahres mit 2 Prozent verzinst. Begründet wird die Verzinsung mit dem Umstand, dass die geförderte Immobilie bereits bewohnt werden kann und der Besitzer von Wertsteigerungen profitiert.

Mit Eintritt in die Rente erfolgt dann die Besteuerung des Guthabens, welches sich auf dem Wohnförderkonto befindet. Für die Steuerzahlung können die Kunden zwischen zwei Möglichkeiten wählen.

Jährliche Besteuerung (Verminderungsbetrag)

Bei der jährlichen Besteuerung wird die Steuerlast auf einen längeren Zeitraum verteilt. Die Steuern werden dann als feste jährliche Raten bis längstens zum 85. Lebensjahr fällig.

Einmalbesteuerung (Auflösungsbetrag)

Die zweite Option nennt sich Einmalbesteuerung. Hier muss der Anleger die gesamte fällige Steuer auf einen Schlag entrichtet. Der Vorteil: Der fällige Betrag wird um 30 Prozent reduziert. Das heißt, der Anleger zahlt nur 70 Prozent des so genannten Auflösungsbetrages zurück. Allerdings handelt es sich meist um hohe Geldbeträge in vier- bis fünfstelliger Höhe.