Riester Rente

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Riester-Rente für Freiberufler
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Riester-Rente für Freiberufler

Dass nur einige wenige Zugang zur vom Staat bezuschussten Altersvorsorge haben, ist nicht richtig. Auch für rentenversicherungspflichtige Selbständige und Freiberufler wie Lehrer, Künstler, Publizisten und Journalisten gibt es die Möglichkeit, mit der Riester-Rente für das Alter vorzusorgen und von den Zulagen zu profitieren. Aber auch eine indirekte Möglichkeit eröffnet für Freiberufler den Weg zur Riester-Rente.

Freiberufler und die Riester-Rente – Mittelbar über Ehepartner vorsorgen

Eine Möglichkeit für nicht begünstigte Personen wie Freiberufler ist die mittelbare bzw. indirekte Förderberechtigung über den von der Förderung begünstigten Ehepartner. Sofern der Ehepartner selbst einen Vertrag besitzt, kann der eigentlich nicht förderberechtigte Ehepartner auch zusätzlich Vorsorge betreiben. Dabei hat der indirekte Sparer lediglich 60 Euro als Jahresbeitrag zu entrichten. Trotz der geringen Beitragssumme gibt es die volle von der Regierung vorgesehene Förderung.

  • Gut zu wissen

Auch der Wohn-Riester steht Freiberuflern offen. Mit ihr gibt es zwar keine monatliche Rentenzahlung, allerdings können die Anleger so günstig ans Eigenheim gelangen. (zur Eigenheimrente)

Kombination mit Berufsunfähigkeitsversicherung

Einige Versicherer bieten eine Kombination aus Riester-Rente und Berufsunfähigkeitsversicherung an, aber nicht immer sind diese Kombiprodukte wirklich sinnvoll, wie ein Test aus dem Jahr 2013 zeigte (Riester-Rente- Test). Empfohlen wird daher eher ein separater Abschluss der Versicherungen.

Regelung der Riester-Rente

Die einfachste Lösung um die jährlichen Zulagen zu erhalten ist der sogenannte Dauerzulagenantrag. Hierbei erhält der jeweilige Anbieter eine Vollmacht. So werden die Zuschüsse automatisch beantragt und der Anleger erspart sich so die bürokratischen Hürden, die mit der Beantragung einhergehen. Es können zusätzlich in jedem Jahr 2.100 Euro als Sonderausgabenabzug bei der Steuer geltend gemacht werden.

Riester Rente für…

freiberuflich tätige Lehrer

Mittlerweile arbeiten vermehrt auch Lehrer freiberuflich oder selbständig. Gleichzeitig fällt auch für Lehrer die gesetzliche Rentenversicherung immer niedriger aus. Daher ist auch für diese Berufsgruppe eine private Vorsorge ein Muss geworden. Besonderes Augenmerk liegt hierbei auf der Kombination aus einer Berufsunfähigkeitsversicherung und einer Riester-Rente. Vor allem Lehrer sind anfälliger für das frühzeitige Ausscheiden aus dem Beruf. Die Hauptursachen sind dabei vornehmlich Stress im Beruf (Burnout) sowie die überwiegend stehende Tätigkeit (Rückenleiden). Allerdings sollte bei einer Kombination der beiden Versicherung Kosten und Nutzen gründlich abgewogen werden.

Mitglieder der Künstlersozialkasse

Künstler und Publizisten, die über die Künstlersozialkasse freiwillig versichert sind, haben ebenso Anspruch auf die Subventionen wie Schauspieler, Musiker und Journalisten. Sie gehören laut Definition zum unmittelbar begünstigten Personenkreis und haben das Recht auf die staatliche Unterstützung. Sie erhalten:

  • die Kinderzulage
  • die garantierte Mindestrendite
  • die Grundzulage
  • und den Berufseinsteiger-Bonus.

Als Sonderausgabe können Freiberufler und Selbstständige weiterhin 2.100 Euro bei der Steuer geltend gemacht werden.

Mitglieder im berufsständischen Versorgungswerk

Wer über das berufsständische Versorgungswerk pflichtversichert ist, der hat keinen Anspruch auf die staatliche Zulage oder die steuerlichen Vorteile und erhält demnach keine Förderung. Zu den betroffenen Berufsgruppen, die in einem berufsständischen Versorgungswerk pflichtversichert sind, zählen unter anderem Rechtsanwälte, Ärzte und Apotheker.

Produktvielfalt

Mit den Jahren haben sich einige Riester-Rente-Produkte angeschlossen. Dabei hat sich herausgestellt, dass die klassische Form auch die teuerste Variante ist. Mit sehr hohen Abschlusskosten können Anleger mit ihr mittelfristig keine all zu hohe Rendite erzielen. Andere Varianten sind da schon wesentlich rentabler, wie die Stiftung Warentest herausgefunden hat. Seit Einführung im Jahr 2012 findet ein Wandel von der klassischen Altersvorsorge hin zum Wohn-Riester (Eigenheimrente) statt.

Welche Freiberufler rentenversicherungspflichtig sind

Im Sozialgesetzbuch (SGB) Sechstes Buch (VI) Gesetzliche Rentenversicherung § 2 werden jene selbständig tätigen Berufsgruppen aufgeführt, die rentenversicherungspflichtig sind. Wer einen solchen Beruf ausübt, kann auch Riester-Produkte erwerben und von staatlichen Zulagen profitieren:

  • Lehrer und Erzieher, die im Zusammenhang mit ihrer selbständigen Tätigkeit regelmäßig keinen versicherungspflichtigen Arbeitnehmer beschäftigen,
  • Pflegepersonen, die in der Kranken-, Wochen-, Säuglings- oder Kinderpflege tätig sind und im Zusammenhang mit ihrer selbständigen Tätigkeit regelmäßig keinen versicherungspflichtigen Arbeitnehmer beschäftigen,
  • Hebammen und Entbindungspfleger,
  • Seelotsen der Reviere im Sinne des Gesetzes über das Seelotswesen,
  • Künstler und Publizisten nach näherer Bestimmung des Künstlersozialversicherungsgesetzes,
  • Hausgewerbetreibende,
  • Küstenschiffer und Küstenfischer, die zur Besatzung ihres Fahrzeuges gehören oder als Küstenfischer ohne Fahrzeug fischen und regelmäßig nicht mehr als vier versicherungspflichtige Arbeitnehmer beschäftigen,
  • Gewerbetreibende, die in die Handwerksrolle eingetragen sind und in ihrer Person die für die Eintragung in die Handwerksrolle erforderlichen Voraussetzungen erfüllen, wobei Handwerksbetriebe im Sinne der §§ 2 und 3 der Handwerksordnung sowie Betriebsfortführungen auf Grund von § 4 der Handwerksordnung außer Betracht bleiben; ist eine Personengesellschaft in die Handwerksrolle eingetragen, gilt als Gewerbetreibender, wer als Gesellschafter in seiner Person die Voraussetzungen für die Eintragung in die Handwerksrolle erfüllt,
  • Personen, die
    a) im Zusammenhang mit ihrer selbständigen Tätigkeit regelmäßig keinen versicherungspflichtigen Arbeitnehmer beschäftigen und
    b) auf Dauer und im Wesentlichen nur für einen Auftraggeber tätig sind; bei Gesellschaftern gelten als Auftraggeber die Auftraggeber der Gesellschaft.
  • Als Arbeitnehmer im Sinne des Satzes 1 Nr. 1, 2, 7 und 9 gelten
    1. auch Personen, die berufliche Kenntnisse, Fertigkeiten oder Erfahrungen im Rahmen beruflicher Bildung erwerben,
    2. nicht Personen, die geringfügig beschäftigt sind,
    3. für Gesellschafter auch die Arbeitnehmer der Gesellschaft.