Grundzulage Riester-Rente
Ein Fachportal von Logo Transparent Beraten
kostenlos
sicher
einfach
Riester-Rente - Grundzulage

Alles, was Sie wissen müssen! Inkl. kostenloser und unverbindlicher Fachberatung

Persönlichen Tarifvergleich 2019 anfordern

Erhalten Sie einen Vergleich der besten Tarife am Markt. Welche Riester-Variante rechnet sich am meisten?

Riester Rente: Die Grundzulage

Die Grundzulage gehört zu den wesentlichen Instrumenten der Riester-Rente, mit denen der Staat die private Altersvorsorge fördert und attraktiv macht. Um die Grundzulage zu erhalten, müssen verschiedene Voraussetzungen erfüllt sein.

Was ist die Riester-Rente Grundzulage?

Grundzulage Riester-RenteDie Grundzulage ist einer der Gründe, warum die Riester-Rente grundsätzlich attraktiv ist, denn die Grundzulage erhält jeder Riester-Sparer automatisch vom Staat und beträgt derzeit 175 Euro (vormals 154 Euro).

Das Geld wird allerdings nicht auf das Giro-Konto des Sparers überwiesen, sondern auf ein Riester-Konto, auf das der Sparer zunächst keinen Zugriff hat. Erst wenn der Sparer in Rente geht, erhält er die Grundzulage und alle weiteren Einzahlung des Riester-Kontos ausgezahlt.

Die Riester-Rente wird vom Staat auf zwei Wegen gefördert:

  • durch Zulagen
  • durch Steuervorteile

Die Grundzulage muss beantragt werden und wird nur förderungsberechtigten Personen zugewiesen. Welche dieses sind, erfahren Sie im Abschnitt „Wer bekommt die Riester-Grundzulage?“ weiter unten auf dieser Seite.

icon Weitere Riester-Rente-Zulagen

Weitere Riester-Rente-Zulagen

Neben der Grundzulage gibt es zwei weitere Riester-Rente-Zulagen:

  • Kinderzulage – Für jedes Kind, das nach 2008 geboren wurde, gibt es jährlich eine Kinderzulage von 300 Euro; für Kinder, die vor 2008 geboren wurden, beträgt die Kinderzulage 185 Euro.
  • Berufseinsteigerbonus – Berufseinsteiger unter 25 Jahren erhalten einen einmaligen Bonus in Höhe von 200 Euro.

Beachten Sie: Die Kindergeldzulage erhält automatisch das Elternteil, das auch das Kindergeld bezieht. Wurde nichts anderes vereinbart, ist dies die Mutter.

Wer bekommt die Grundzulage?

Die Riester-Rente Grundzulage steht jedem Versicherten zu, der zum förderberechtigten Personenkreis gehört. Förderberechtigt sind:

  • Arbeitnehmer, Auszubildende, Bundesfreiwilligendienstleistende und Studenten mit einem rentenversicherungspflichtigen Minijob
  • Beamte, Soldaten und Richter
  • pflichtversicherte Selbständige
  • Bezieher von ALG II oder Krankengeld
  • erwerbsgeminderte, erwerbsunfähige oder dienstunfähige Personen

Wer nicht förderberechtigt ist, kann zwar ebenfalls einen Riester-Vertrag abschließen, erhält jedoch keine staatliche Förderung.

Vergleich von aktuellen Riester-Tarifen aus 2019 sichern!

✔ Qualitätsgeprüft ✔ Kostenfrei ✔ Unabhängig

Wie erhalten Sie die volle Grundzulage?

Zulagen müssen grundsätzlich jedes Jahr aufs Neue beantragt werden. Es gibt allerdings auch die Möglichkeit, einen Dauerzulagenantrag zu stellen, der dafür sorgt, dass die Zulagen automatisch beantragt werden. Eine jährliche Beantragung entfällt damit also.

Hinweise zum Dauerzulagenantrag lesen Sie auch weiter unten auf dieser Seite im Abschnitt „Wie können Sie die Grundzulage beantragen?“.

Um die volle Grundzulage zu erhalten, muss der Sparer jedes Jahr 4 Prozent seines sozialversicherungspflichtigen Einkommens in die Riester-Rente einzahlen. Bemessungsgrundlage ist immer das Einkommen aus dem Vorjahr! Wird weniger eingezahlt, hat der Sparer keinen Anspruch auf staatliche Förderung – also weder auf Zulagen, noch auf steuerliche Vergünstigungen.

Geringverdiener und Erwerbslose können ebenfalls die Grundzulage erhalten. (Erwerbslose nur, wenn sie mittelbar förderberechtigt sind, durch z. B. einen Ehepartner, der ebenfalls einen Riester-Vertrag besitzt). In diesem Fall müssen die Sparer allerdings mindestens den s. g. Sockelbetrag einzahlen, der pro Jahr bei derzeit 60 Euro liegt.

Wann erhalten Ehepaare die doppelte Grundzulage?

Sind beide Ehepartner förderberechtigt und schließen jeweils einen Riester-Vertrag ab, erhalten sie die doppelte Grundzulage. Die Kinderzulage wird dagegen für jedes Ehepaar nur einmal pro Jahr gewährt. Ist nur ein Ehepartner förderberechtigt, kann der andere dennoch Zulagen erhalten. Dafür muss der zweite Ehepartner ebenfalls einen Riester-Vertrag abschließen und lediglich den Sockelbetrag von 60 Euro pro Jahr (5 Euro im Monat) einzahlen.

Wie wird die Riester-Rente Grundzulage ausbezahlt?

Die staatlichen Zulagen zur Riester-Rente werden nicht auf ein Bankkonto überwiesen, sondern auf ein Riester-Konto, das beim Abschluss eines Riester-Vertrags automatisch eingerichtet wird. Sämtliche Einzahlungen, die auf diesem Konto eingehen, werden ausgezahlt, sobald das Rentenalter erreicht ist.

Die Grundzulage spielt zudem eine Rolle, wenn es um die Ermittlung des Mindesteigenbeitrags geht, also dem Beitrag, den der Sparer mindestens einzahlen muss, um die staatlichen Förderungen zu erhalten. Dieser liegt grundsätzlich bei 4 Prozent des sozialversicherungspflichtigen Einkommens – allerdings abzüglich der Zulagen.

Liegt das Jahres-Bruttogehalt beispielsweise bei 32.000 Euro, beträgt der Mindestbeitrag 1.280 Euro (4 Prozent von 32.000 Euro). Von diesem Wert werden nun die Zulagen abgezogen:

1.280 Euro minus 175 Euro Grundzulage ist gleich 1.105 Euro.

Diese 1.105 Euro müssen also jährlich in den Riester-Vertrag eingezahlt werden. Erhält der Sparer weitere Zulagen wie Kinderzulagen oder den Berufseinsteigerbonus, verringert sich der einzuzahlende Beitrag entsprechend.

Auswirkungen der höheren Grundzulage seit 2018

Riester-Rente GrundzulageSeit Januar 2018 erhalten Riester-Sparer eine höhere Grundzulage von nunmehr 175 Euro pro Jahr. Die höhere Zulage macht es möglich, die eigene Sparrate zu senken, ohne die Rentenhöhe zu beeinflussen.

Ein Beispiel: Wer bei einem Bruttojahresgehalt von 32.000 Euro bislang 1.280 Euro abzüglich einer Grundzulage von 154 Euro, also 1.126 Euro, in den Riester-Vertrag eingezahlt hat, muss seit Erhöhung der Grundzulage nur noch 1.105 Euro einzahlen und bekommt dennoch dieselbe Rentenhöhe heraus. Wer weiterhin einen Eigenbeitrag von 1.126 Euro leistet, erhält dementsprechend eine höher Rente.

icon Riester-Rente in Zahlen

Riester-Rente in Zahlen

Laut Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) erhielten im Jahr 2016 rund 11,1 Millionen Personen in Deutschland staatliche Förderungen für ihren Riester-Vertrag in Form von Zulagen und/oder Steuerentlastungen. Allerdings bekommen nur 54 Prozent der Personen, deren Riester-Vertrag staatlich gefördert wird, auch die vollen Zulagen – Schuld sind fehlerhafte Antragstellungen. Rund 2,17 Millionen geförderte Riester-Sparer erhalten sogar weniger als 50 Prozent des Förderbetrags, der ihnen eigentlich zustünde.

Bei der Auswertung der Statistik ist zu beachten, dass einige Sparer mehrere Riester-Verträge abgeschlossen haben und nur für einen Förderungen beziehen. Wie viele Personen dies betrifft, geht aus der Statistik nicht hervor.

Wie können Sie die Riester-Rente Grundzulage beantragen?

Möchten Sie von der Grundzulage zur Riester-Rente profitieren, reicht es nicht aus, nur den Mindestbeitrag einzuzahlen. Sie müssen alle Zulagen zunächst beantragen. Zu diesem Zweck dient der „Antrag zur Altersvorsorgezulage“ (auch: Dauerzulagenantrag). In der Regel erhalten Riester-Sparer den Antrag von dem Anbieter, bei dem sie den Riester-Vertrag abgeschlossen haben. Der Versand erfolgt meist im Februar und März.

Der „Antrag zur Altersvorsorgezulage“ besteht aus einem dreiseitigen Formular und muss im Original bei der Zentralen Zulagenstelle für Altersvermögen (ZfA) eingereicht werden. Häufig übernimmt der jeweilige Anbieter die Weiterleitung zur ZfA. Einfordern können Versicherte die Zulagen jeweils bis zum Ende des übernächsten Jahres. Möchten Sie also die Grundzulage für 2018 erhalten, können Sie diese noch bis Ende 2020 beantragen.

Berater-Tipp

Dauerzulagenantrag stellen

„Wer nicht jedes Jahr wieder an die Beantragung der Zulage denken möchte, sollte unbedingt einen Dauerzulagenantrag einreichen. Ansonsten entgeht Ihnen viel Geld! Laut Bilanz des ZfA wird nur jeder dritte Dauerzulagenantrag korrekt ausgefüllt. Damit entgehen Riester-Sparern jährlich rund 200 Millionen Euro!“ Alexander Vorgerd

Alexander Vorgerd
„Die Beratung war kompetent und vertrauensvoll. Die Bearbeitungszeit war sehr schnell. Vielen Dank!“

05.04.2018, Privatkunde

Kundenstimmen
4.9 von 5 bei 160 Bewertungen

Was gibt es bei der Steuererklärung zu beachten?

Die Riester-Zulagen sind nur eine Form der Förderung, über die der Staat die private Altersvorsorge attraktiver macht. Neben den Zulagen profitieren Riester-Sparer von Steuervorteilen: In der Steuererklärung können Beiträge zur Riester-Rente als Sonderausgabe abgesetzt werden. Dies gilt allerdings nur für geleistete Beiträge abzüglich der Zulagen. Ob sich für einen Riester-Sparer tatsächlich ein Steuervorteil ergibt, hängt also von der Höhe der erhaltenen Zulagen ab. Um dieses zu ermitteln, führt das Finanzamt jedes Jahr automatisch für jeden Riester-Sparer eine s. g. Günstigerprüfung durch. Bei dieser Prüfung wird ermittelt, ob sich im Einzelfall eher der Bezug der Zulagen oder die Gewährung einer Steuerrückerstattung lohnt.

Von Steuervorteilen profitieren vor allem alleinstehende Normal- und Gutverdiener ohne Kinder, die lediglich die Riester-Rente Grundzulage erhalten. Bei Familien mit mehreren Kindern übersteigt die Gesamthöhe der Zulagen dagegen meist eine eventuelle Steuerrückzahlung.

icon Gut zu wissen!

Gut zu wissen!

Aufwendungen zur Altersvorsorge sind in der Anlage AV zur Einkommensteuererklärung anzugeben. Dabei tragen Sie unter anderem ein, ob Sie zum unmittelbar begünstigten Personenkreis (Zeile 9) oder mittelbar begünstigten Personenkreis gehören (Zeile 19), also zum Empfang der Riester-Rente Grundzulage berechtigt sind.