Riester Rente

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Riester-Rente Günstigerprüfung
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Riester-Rente Günstigerprüfung

Die Regierung subventioniert die Riester-Rente mit direkten staatlichen Zulagen oder mit einem Sonderabgabenabzug. Bei der Günstigerprüfung wird ermittelt, ob die direkten Zulagen oder der Sonderausgabenabzug günstiger für den Sparer sind. Die Berechnung wird automatisch vom zuständigen Finanzamt des Verbrauchers aufgestellt. Die Berechnung ermittelt somit die bessere der beiden zu wählenden Fördermöglichkeiten.

Bedeutung der Rechnung

Staatlich wird auf zwei unterschiedliche Arten gefördert: Es gibt die direkten staatlichen Zuschüsse in Form der Grundzulage, der Kinderzulage sowie den Berufseinsteiger-Bonus. Und es gibt zudem den sogenannten Sonderabgabenabzug. Dieser wird jedoch auf den Höchstbetrag in Höhe von 2.100 Euro jährlich begrenzt. Der Sonderausgabenabzug bei der Riester-Rente bedeutet, dass die Eigenleistung des Sparers und die Zulagen vom steuerpflichtigen Verdienst abgezogen werden. Die Ersparnis ergibt sich bei der Steuererklärung.

Funktionsweise der Berechnung

Das Finanzamt stellt automatisch fest, ob die Vorteile für die Steuererklärung durch den Abzug günstiger sind als der Anspruch auf die Zulagen. Die Erstattung durch die Steuererklärung berechnet sich wie folgt: Der steuerliche Vorteil durch den Sonderabgabenabzug minus Zulagenanspruch ergibt den Auszahlungsbetrag. Sollte der Anspruch auf Zulagen den Vorteil bei den Steuern überragen, so kann keine Erstattung bei der Steuererklärung geltend gemacht werden.

Berechnung Günstigerprüfung

Die jeweilige Höhe hängt unter anderem ab von:

  • Der Behandlung des Ehepartners
  • Dem persönlichen Steuersatz des Sparers
  • Der Höhe des zu zahlenden Beitrages sowie
  • Dem jeweiligen Anspruch der Vorsorgezulagen
  • Berechnung

Es gibt zwei Möglichkeiten zur Ermittlung:

1. Methode:

Es wird die persönliche Einkommenssteuer mit und ohne der Möglichkeit des Sonderausgabenabzugs ermittelt. Der daraus resultierende Differenzbetrag ist die steuerliche Entlastung. Weitere Informationen zur Riester-Rente Förderung gibt es hier.

2. Methode:

Sollte die steuerliche Entlastung unter dem Niveau der Zulagen liegen, so erhält der Anleger lediglich die staatlichen Zuschüsse.

Beispielrechnung 1 – Alleinstehender ohne Kinder

Der alleinstehende Riesternde hat ein Brutto-Vorjahreseinkommen von 30.000 Euro. Der Mindestbeitrag liegt bei 4 Prozent vom Bruttoeinkommen, um die volle Förderung zu erhalten. Das entspricht in diesem Beispiel 1.200 Euro an jährlichen Beiträgen. Die Grundzulage in Höhe von 154 Euro wird von dieser Eigenleistung abgezogen. Somit beträgt die tatsächlich Eigenleistung noch 1.046 Euro im Jahr. Die gesamte Sparleistung des Sparers beträgt 1.200 Euro im Jahr.

Sonderausgabenabzug nach Günstigerprüfung

Der Sonderausgabenabzug nach der Günstigerprüfung beträgt beim alleinstehenden Anleger ohne Kinder 225 Euro. Die Grundzulage beträgt 154 Euro. Die Summe ergibt die Förderquote bzw. die erzielte Rendite. Das entspricht einer Gesamtförderung von 379 Euro und einer Quote von 31,6 Prozent. Obwohl der Anleger in dieser Berechnung lediglich eine Eigenleistung von 1.046 Euro aufbringen muss, so liegt die tatsächliche Sparleistung bei 1.200 Euro im Jahr.

Beispielrechnung 2 – Familie mit zwei Kindern

Die Familie hat ein Alleinverdiener, der ein Einkommen brutto 40.000 Euro aufweist. Vier Prozent vom Einkommen entsprechen somit 1.600 Euro. Auch bei diesem Exempel wird jeweils die Grundzulage von Mutter und Vater in Höhe von 154 Euro abgerechnet. Sollten die beiden Kinder vor 2008 geboren worden sein, so werden pro Kind und Jahr 185 Euro von der Eigenleistung abgezogen. Die gesamte Sparleistung beträgt 1.600 Euro. Zu zahlen hat der Versicherte allerdings nur 922 Euro pro Jahr. Sollten die Kinder nach dem Jahr 2008 geboren worden sein, so wird eine Kinderzulage pro Kind und Jahr von 300 Euro gewährt. Somit erhöht sich die Rendite für die Eltern nochmal.

Sonderausgabenabzug nach Günstigerprüfung

Der Sonderausgabenabzug nach der Günstigerprüfung liegt in diesem Beispiel 0 Euro.
Die Grundzulage von Mutter und Vater ergibt eine Summe in Höhe von 308 Euro. Die Zulage für die beiden vor 2008 geborenen Kinder beträgt insgesamt 370 Euro. Das entspricht eine Gesamtförderung von 678 Euro und somit einer Förderquote von 42,2 Prozent. Die tatsächliche Eigenleistung in diesem Beispiel beträgt für den Alleinverdiener somit 922 Euro. Die gesamte Sparleistung liegt allerdings schon bei 1.600 Euro.

Günstigerprüfung für Eheleute

Haben beide Eheleute Anspruch auf die Riester Rente, so erfolgt die Berechnung separat voneinander. Der Höchstbetrag liegt bei 2.100 Euro. Diese Summe können beide Eheleute bei der Steuererklärung geltend machen und so einen Steuervorteil erhalten. Sollte eine der beiden Eheleute nicht unmittelbar förderberechtigt sein, so kann derjenige dies nicht steuerlich geltend machen. Der so genannte Berufseinsteiger-Bonus von 200 Euro bleibt hierbei unberücksichtigt. Der Berufseinsteiger-Bonus wird bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres einmalig an den Sparer gezahlt.

  • Gut zu wissen

Die Förderquote bzw. die zu erzielende Rendite fällt wesentlich höher aus, wenn der Anleger Nachwuchs hat. Besonders dann, wenn die Kinder sehr jung sind und erst nach dem 31. Dezember 2007 geboren wurden.